(openPR) Corporate Social Responsibility (CSR) und Nachhaltigkeit gewinnt in kleinen und großen deutschen Unternehmen weiter Gewicht. Ein fundiertes und konsequentes CSR-Konzept von Unternehmen ist deshalb besonders im Web 2.0 wichtig für Transparenz und Glaubwürdigkeit.
Grund für die wachsende unternehmerische Bedeutung des Themas ist das steigende Verbraucherinteresse an Nachhaltigkeit. Laut aktuellen Umfragen des Berliner Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und des bundesweiten Unternehmernetzwerks „future – verantwortung unternehmen“ fragen deutsche Verbraucher demnach öfter und gezielter bei Unternehmen nach, wie sie mit ihrer Belegschaft und der Umwelt umgehen oder welche strategischen Nachhaltigkeitsziele sie verfolgen. Auch die Form und Präsentation des gesellschaftlichen Engagements von Unternehmen verändern sich in Zeiten des Internets. „Grundsätzlich ist das Wichtigste für ein Unternehmen, dass es aus seiner Kernkompetenz heraus entscheidet, welche Projekte es unterstützen und was es verbessern will. Es also nicht irgendwelche wildfremden Themen beackert, die vielleicht eine größere Öffentlichkeit interessieren, aber nichts mit dem Unternehmen zu tun haben. Der zweite Punkt, der für die Präsenz im Internet wichtig ist, ist das Thema Offenheit und wie viel Partizipation ich als Unternehmen zulasse. Partizipation im Sinne von Mitarbeiter mitentscheiden zu lassen, welche Projekte unterstützt werden können“, erläutert Moritz Eckert, Mitgründer des Berliner Sozialunternehmens betterplace.org, das mit seiner Tocherfirma betterplace solutions Unternehmen berät, wie sie ihre Corporate Social Responsibility transparenter und partizipativer gestalten können.
Die Zeiten großer Papp-Schecks sind vorbei
Die Chancen des Web 2.0 für mehr Transparenz, Partizipation und eine auf den Dialog mit unterschiedlichen Interessengruppen ausgerichtete Kommunikation spielen in den CSR-Praktiken vieler Unternehmen eine zunehmend größere Rolle. „Früher wurde CSR so gemacht, dass die Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens der lokalen freiwilligen Feuerwehr einen überdimensionalen Scheck überreichten und damit war dann die Sache für alle Beteiligten erledigt. Wir wollen, dass die Mitarbeiter eines Unternehmens nicht das Gefühl haben, die da oben entscheiden, wie viel und für wen gespendet wird, sondern dass sie gemeinsam etwas Gutes getan haben. Und diese Partizipation ist im Internet gut möglich umzusetzen“, sagt Moritz Eckert. Durch den Einsatz von Social Media ist ein direkter Kontakt zwischen Kunden, Partnern, Mitarbeitern, Medien und eben auch Kritikern möglich, was gleichzeitig die Glaubwürdigkeit des unternehmerischen Engagements auf die Probe stellen kann. Ein bekanntes Beispiel ist Nestlé, das versuchte, ein kritisches Greenpeace-Video aus dem Internet zu löschen. Dieses Vorgehen provozierte ein enormes Medien-Echo und soviel Protest im Internet, dass das Unternehmen die Produktion des kritisierten Schoko-Riegels komplett auf nachhaltig angebaute Zutaten umstellte.
Die PR-Expertin und Journalistin Anja Karrasch sprach mit Moritz Eckert, Mitgründer und bei betterplace.org verantwortlich für PR und Marketing, über das Ende von großen Papp-Schecks und dem Beginn einer neuen Kultur des Spendens. Das vollständige Interview lesen Sie unter http://www.karrasch-pr.de/category/blog-de.






