(openPR) Die Grippesaison ist im vergangenen Jahr milde verlaufen, und auch dieses Jahr hoffen die Experten auf wenige Erkrankungen. Trotzdem sollten Menschen mit erhöhtem Risiko für Ansteckung oder Influenza-Komplikationen die jährliche Grippeimpfung erhalten.
Mit dem GrippeWeb gibt es seit diesem Jahr ein neues Instrument zur Beobachtung des Grippe-Geschehens vom Robert Koch-Institut (RKI), das sich besonders an die Bevölkerung richtet. Bisher haben sich etwa 1.400 Teilnehmer registriert. Sie erhalten wöchentlich eine E-Mail, in der sie gefragt werden, ob in der vergangenen Woche ein Atemwegsinfekt aufgetreten sei. Wenn ja, dann gibt es weitere Fragen, mit denen grippeähnliche Krankheitsverläufe identifiziert werden sollen. Außerdem wird gefragt, ob ein Arzt aufgesucht wurde.
Die bisher erhobenen Daten zeigen, dass die Hälfte aller registrierten Kinder in den Sommermonaten mindestens zwei akute Erkältungs-Infekte hatte. Über alle Teilnehmer gerechnet sind Erkältungen dreimal häufiger als grippeähnliche Erkrankungen. Bei Erkältungen geht nur jeder fünfte Betroffene zum Arzt, bei grippeähnlichen Erkrankungen ist es immerhin jeder dritte.
Gerade mit Blick auf die bevorstehende Grippesaison bittet das RKI um Teilnahme am GrippeWeb. Wenn genug daran teilnehmen, kann sich es sich zu einem wichtigen Baustein in der Überwachung der Grippe-Situation entwickeln.
Worin besteht der Unterschied zwischen Grippe und Erkältung? Die meisten Atemwegsinfekte gehören zur Gruppe der Erkältungen, die besonders in den Herbst- und Wintermonaten vorkommen. Sie beginnen meist schleichend, die Körpertemperatur steigt eher mäßig und häufig steht ein Schnupfen im Vordergrund. In dieser Zeit bekämpft das körpereigene Abwehrsystem die Viren: Der Husten und die laufende Nase befördern die Viren wieder aus dem Körper. Und wenn Fieber dazukommt, bedeutet das, dass das Abwehrsystem gegen die Erreger arbeitet.
Die "echte” Grippe (Influenza) wird durch ein ganz spezielles Virus, das Influenzavirus ausgelöst, das wie die Atemwegsviren beim Husten, Niesen, Hände schütteln etc. an andere weitergegeben wird. Der Unterschied zu den anderen Atemwegsviren: Die typische Grippe-Erkrankung verläuft in der Regel deutlich schwerer. Besonders kleine Kinder und chronisch kranke Menschen können so schwer erkranken, dass sie ein Arztbesuch erforderlich ist. Man kann sich aber gegen Influenza durch eine jährliche Impfung schützen.
Anmeldung zur Teilnahme am GrippeWeb unter: http://grippeweb.rki.de























