(openPR) Die Börsen zeigen sich euphorisch: Anleger stecken vor dem Wochenende einiges an Kapital in Rohstoffe. Öl profitierte besonders davon. Beide Referenzsorten machten einen gewaltigen Satz nach oben. Die hiesigen Heizölpreise zogen nach und kletterten auf deutlich über 86 Euro. Heizöl ist damit so teuer wie seit April dieses Jahres nicht mehr
LEIPZIG. (Ceto) Manchmal genügt ein Hüsteln, um Anleger aufzuwecken, ihren Mut anzustacheln und jegliche Vorsicht fahren zu lassen. Heute gab es viele Hüsteleien. Eine davon war die Euro-Krise, jedenfalls ihr scheinbares Bändigen dank slowakischer Zustimmung zum Rettungsschirm. Von Rettung kann kaum eine Rede sein. Denn der (Rettungs-)Schirm, den der Fallschirmspringer über sich sieht, ist übersät mit Löchern. Die alte Springer-Weisheit „Loch an Loch, und hält doch“ wird wenig nützen, denn die meint ein ausgefeiltes Konstruktionsprinzip, unter Kennern auch als Para Commander bekannt. (Ein Foto dieses löchrigen, aber halbwegs sicheren Fallschirms findet sich hier: http://wraggj.people.cofc.edu/images/paracommander.jpg.) Beim Euro-Rettungsschirm kann davon keine Rede sein. Hier werden auf Teufel komm raus neue Schulden, sprich Löcher gemacht. Der Luftwiderstand unterm Schirm wird geringer. Die Fallgeschwindigkeit nimmt zu. Wie das wohl enden wird?
Weitere Hüsteleien waren jenseits des Atlantiks zu vernehmen. Minimal bessere Export- und Importpreise und ein wenig mehr Konsum lassen zumindest amerikanische Anleger wieder von goldigen Zeiten träumen. Ob die jemals anbrechen? Gekommen sind heute auf jeden Fall die Ölnotierungen, und zwar deutlichnach oben. Nordseeöl (Brent) legte um gut 3 US-Dollar je Barrel zu und wird derzeit für 113,50 Dollar gehandelt (15 Uhr MESZ). Damit legte es innerhalb einer Woche um gut 8 Dollar zu. US-Leichtöl (WTI) ging nicht ganz so stark ab. Hier betrug der heutige Gewinn rund 2,50 Dollar, gut 4 Dollar mehr als vor einer Woche.
Hierzulande folgten die Heizölpreise diesem Trend und kletterten deutlich nach oben. Die 100-Liter-Partie kostet bei einer Gesamtlieferung von 3.000 Litern HEL nun bundesdurchschnittlich 86,75 Euro, das sind 1,47 Euro mehr als gestern und 1,85 Euro mehr als zu Wochenbeginn. Kein Wunder, dass der Handel kaum Interesse vermeldete. Der Wochendurchschnittspreis liegt nun bei 85,50 Euro.
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