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Der Lentpark geht an den Start

29.09.201110:21 UhrSport
Bild: Der Lentpark geht an den Start
Sie freuen sich auf die Eröffnung des Lentparks am 1. Oktober 2011
Sie freuen sich auf die Eröffnung des Lentparks am 1. Oktober 2011

(openPR) Das Warten hat ein Ende! Der Lentpark wird nach zweijähriger Bauzeit am Samstag, 1. Oktober 2011, seine Pforten für Köln öffnen. Der neue Gebäudekomplex an der Lentstraße wurde für über 25 Millionen Euro nach den Plänen der Arbeitsgemeinschaft Schulitz Architektur + Technologie GmbH Braunschweig und des Ingenieurbüros Möller + Meyer Gotha GmbH erbaut. Das architektonische Meisterwerk verbindet das Kernelement Wasser in unterschiedlichen Aggregatzuständen miteinander. Die KölnBäder GmbH präsentiert nun eine moderne Eisarena mit spektakulärer Eishochbahn über der Eisfläche und dem Schwimmbadbereich, eine in dieser Kombination europaweit einmalige Anlage.



Neben der „Eis-Komponente“ und dem Hallenbad wird der Lentpark ab 2012 noch einen Freibadebereich mit ökologischer Schwimm- und Badeteichanlage sowie eine Saunalandschaft bieten.

Ökologische Aspekte nehmen bei dem einzigartigen Projekt an der Lentstraße eine wichtige Rolle ein. So wurde in der Konzeption neben einer ökologischen Schwimm- und Badeteichanlage im Freibadbereich auch eine Kombination der Kälte- und Heiztechnik mit erheblichen Synergie-Effekten vorgesehen. Dabei wird die bei der Eisherstellung entstehende Wärme nicht ungenutzt nach außen abgegeben, sondern als Heizleistung für das Schwimmbad genutzt. Die gegensätzlichen „klimatischen“ Verhältnisse greifen auf diese Weise sowohl ökologisch als auch ökonomisch im Sinne einer beträchtlichen Energie- und Kosteneinsparung vorteilhaft ineinander. Darüber hinaus wirkt die innen rund um das Gebäude verlaufende Eishochbahn mit ihrer konstanten Lufttemperatur von ca. 12 Grad bei niedrigen Außentemperaturen im Winter als „Puffer“ zu den warmen Bedingungen der Badelandschaft. Da im Lentpark in vielfältiger Weise energiesparende und ressourcenschonende Technologien zum Einsatz kommen, wurde das Bauwerk bereits Ende 2010 von der Europäischen Kommission als Partner des europäischen Greenbuilding-Programms aufgenommen.

Konstant steigende Besucherzahlen in den KölnBädern bestätigen den Weg, den die Gesellschaft seit ihrer Gründung 1998 unter dem Dach der Stadtwerke Köln verfolgt. Mit zusätzlich geplanten Investitionen von 2011 bis 2015 in Höhe von ca. 58 Millionen Euro und bereits abgeschlossenen Investitionsmaßnahmen seit Gründung der KölnBäder GmbH 1998 bis Ende 2010 in Höhe von ca. 100 Millionen Euro wird sich die KölnBäder GmbH auch weiterhin der Verantwortung stellen, das Sport-, Freizeit- und Wellness-Angebot kontinuierlich und flächendeckend – auch im Rahmen einer sozialen Daseinsvorsorge – für alle Nutzergruppen zu optimieren. Mit dem innovativen Neubau an der Lentstraße werden wir zukunftsweisend das Freizeitangebot der Kölner Region
nachhaltig gestalten.


Der Lentpark in der Übersicht

Das gesamte Angebot des Lentparks wurde kompakt in einem Solitär auf dem Grundriss eines abgerundeten Dreiecks angeordnet. Auf der Nordwestseite liegt die Eisfläche, auf der Südostseite das Schwimmbad. Im Zentrum betreten die Gäste das Empfangsfoyer.


Eisarena

Die Eishochbahn, die im Obergeschoss auf 260 Meter Länge und 8 Meter Breite den gesamten Solitär umfährt, ist räumlich mit der Eishalle verbunden und erlaubt Einblicke in die Eishalle, die Badelandschaft und die Gastronomie. Im Bereich des Schwimmbades ist die hoch gedämmte Verbindung zur Eisbahn transparent. Zuverlässigen Sonnenschutz rund um die Eishochbahn für Schlittschuhläufer und für das Eis bieten Lamellen, die nach dem Stand der Sonne ausgerichtet sind. Durch seine Ausführung in reflektierendem Lochblech verändert sich zusätzlich der Grad der Transparenz und erhöht das dynamische Erlebnis für Schlittschuh- und Eisschnellläufer. Eine besondere Qualität hat dabei der Wechsel der Ausblicke auf die Silhouette der Stadt, auf das Eishockeyspielfeld, in die Parklandschaft und auf die Badelandschaft.

Im Untergeschoss der Eishalle können Schlittschuhläufer auf einer Eisfläche von knapp 1.800 Quadratmetern ihre Runden drehen. Diese Eisfläche und die Eishochbahn sind über Treppen und Aufzüge miteinander verbunden. Beide Bereiche sind im Eintrittspreis zu den Eisflächen enthalten und können nach Belieben genutzt werden. Die Eishochbahn steht an sieben Tagen in der Woche von früh bis spät ausschließlich der Öffentlichkeit zur Verfügung. Auf der Eisfläche im Untergeschoss haben auch Schulen, Vereine und Gruppen aus Köln und der Region die Möglichkeit, Eissport zu treiben. Damit die Besucher zu jeder Zeit perfekte Eislaufbedingungen vorfinden, wird die Eisaufbereitung der Eisfläche mehrmals am Tag notwendig sein. Sie dauert in der Regel 15 Minuten und wird je nach Bedarf alle 1,5 bis 2 Stunden durchgeführt. Die genauen Zeiten werden über Aushänge und Durchsagen bekanntgegeben.

Schlittschuhverleih:
Wer keine eigenen Schlittschuhe hat, braucht im Lentpark nicht auf das Eislaufvergnügen zu verzichten, denn der hauseigene Schlittschuhverleih bietet insgesamt 1.500 Leihschuhe, davon 1.000 Eishockeyschuhe in den Größen von 25 bis 50 sowie 500 Kunstlaufschuhe in den Größen von 30 bis 47.


Vorschau auf Veranstaltungen im Lentpark: Lentpark-Eisparty

“Saturday Night Fever” im Lentpark. Samstags findet in der gesamten Eishalle ab dem späten Nachmittag eine Eisparty statt. Bis zum frühen Abend können Familien das Vergnügen auf dem Eis bei Rock-Klassikern und aktueller Musik genießen. Abends kommen dann Jugendliche und Erwachsene auf ihre Kosten. Zur alternativen Nutzung der Eisfläche in den Sommermonaten sind die Planungen noch nicht abgeschlossen. Einige Ideen, darunter die Eisarena in der eisfreien Zeit für Inline-Skater zu öffnen oder für Ausstellungen und Messen freizugeben, werden derzeit diskutiert.

Badelandschaft

Für den ganzjährigen Badespaß entstand an der Lentstraße ein neues Hallenbad mit 25-m-Becken, Lehrschwimmbecken und separatem Kinderbereich. Schulen und Vereine können hier ebenso trainieren wie Freizeitschwimmer, die keinem Verein angehören. Einen entspannten Ausklang des Schwimmbad-Besuches verspricht das Wärmebecken. Den Badespaß der Kinder garantiert das kreisrunde, 33 Grad warme Kinderbecken mit Wasserfall und Spritzdüsen, das von der Schwimm-meisterkabine aus besonders gut einsehbar ist. Die neue Attraktion im Lentpark für die nächste Freibadesaison steht bereits fest: Ab Sommer 2012 erwartet die Gäste im Außenbereich eine 50 Meter lange Schwimm- und Badeteichanlage mit angeschlossenem Kinderbereich, die über eine biologisch-physikalische Wasseraufbereitung verfügt und somit ohne Chlorierung auskommt.

Saunalandschaft

Das Angebot des Lentparks wird ab Herbst 2012 durch eine attraktive Saunalandschaft im Innen- und Außenbereich ergänzt. Den Kurzurlaub vom Alltag können die Gäste dann in einer Finnischen Aufguss-Sauna, einer Kräutersauna und einem Dampfbad genießen. Abkühlung und Entspannung bieten schließlich unterschiedliche Ruhebereiche und ein Saunagarten mit einem ebenfalls ökologischen Saunateich.



Baugeschichte des Lentparks

Mit Wasser in seinen unterschiedlichen Aggregatzuständen hat die KölnBäder GmbH seit dem 1. Januar 2007 zu tun. Denn nach einem Beschluss vom 29. August 2006 entschieden die Kölner Ratsherren, das in die Jahre gekommene Eis- und Schwimmstadion von der Kölner Sportstätten GmbH an die KölnBäder GmbH zu übertragen.

Betriebswirtschaftliche Untersuchungen führten dazu, dass die Eishalle am 15. März 2007 geschlossen und der Abriss der gesamten Anlage im Juni 2008 begonnen wurde. Am historisch gewachsenen Standort wird seither mit dem neuen Lentpark die Geschichte des Eis- und Schwimmsports in Köln auf spektakuläre Weise weitergeschrieben.

Zunächst wurde ein Generalplanerwettbewerb von der KölnBäder GmbH europaweit ausgeschrieben. Zehn Teams aus Architekten und Planern für technische Gebäudeausrüstungen wurden aufgefordert, ihre Entwürfe abzugeben, neun reichten sie schließlich ein. Insgesamt vergingen mit dem Versand der Wettbewerbsunterlagen am 25. September 2007 bis zur Jury-Sitzung nur 11 ½ Wochen. Die Planungen sollten eine neue Eishalle mit einer in Deutschland einmaligen Eis-Hochbahn, eine Schwimmhalle mit 25-Meter- und Lehrschwimmbecken sowie einen Freibadbereich mit Schwimm- und Badeteichanlage und eine Saunaanlage mit Saunagarten umfassen. Die Jury unter Vorsitz des Kölner Architekten Walter von Lom entschied bei ihrer Sitzung am 14. Dezember 2007 einstimmig für den Entwurf der Schulitz Architektur + Technologie GmbH aus Braunschweig. Die Jury beurteilte die Entwürfe nach der Qualität der Einbindung des Projektes auf dem Grundstück, nach der Funktionalität und Qualität der inneren Erschließung (d.h. Betrieb der Anlage im Rahmen der Nutzerakzeptanz,

kurze Wege, Blickbeziehungen in einem „offenen Konzept“) und insgesamt nach der Qualität der Architektur. Ein weiterer wichtiger Faktor war die Wirtschaftlichkeit der Vorschläge in Bezug auf die Betriebskosten. Denn während der Planung und Erstellung eines Bauwerks werden 75 Prozent der lebenslangen Betriebskosten bereits festgelegt.

Bevor Prof. Helmut Schulitz und Marc Schulitz ihr Projekt an der Lentstraße in die Tat umsetzen konnten, rückten zunächst die Bagger an. Beim Abriss des ehemaligen Eis- und Schwimmstadions transportierten die Bagger bis zum Tag des ersten Spatenstichs am 5. Juni 2009 insgesamt 16.000 Tonnen Schutt in 800 Lkw-Ladungen ab. Bei der Zeremonie auf der Baustelle an der Lentstraße vollzog der damalige Oberbürgermeister der Stadt Köln Fritz Schramma gemeinsam mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden der KölnBäder GmbH Wolfgang Bosbach, den beiden Geschäftsführern Berthold Schmitt und Gerhard Reinke sowie einer Reihe von Aufsichtsratsmitgliedern den ersten Spatenstich für das aufsehenerregende Bauprojekt am historischen Standort.

Zum nächsten Etappenziel der Grundsteinlegung am 16. Oktober 2009 wurden von den Baufachleuten ca. 20.000 Kubikmeter Erdreich bewegt, um die so genannte „Gründung“ des Bauwerks abzuschließen. Die Fundamente wurden gegossen und die Schneegrube für die Eisbereitung der künftigen Eisarena ebenso eingebaut wie die Bodenplatte der Eisbahn, so dass die Konturen des Spielfeldes bereits zu erkennen waren.

Nach der Grundsteinlegung im Oktober 2009 schritten die Bauarbeiten zunächst zügig voran bis der unerwartet kalte und lange Winter bis Anfang März 2010 die Aktivitäten hemmte. Danach wurden die Betonarbeiten bis zum Richtfest am 2. Juli 2010, das in Anwesenheit Oberbürgermeister Jürgen Roters stattfand, weitgehend abgeschlossen.

So konnten die Bodenplatte für den Schwimmbadbereich, die Außenwände und Stützen im Untergeschoss des Schwimm-beckens und die darüber liegenden Geschossdecken mit ihren Stützen gegossen werden. Die Stahlbauarbeiten für das Dach begannen Mitte Mai 2010. Die weithin leuchtende, sonnengelbe Tragkonstruktion wurde in den Sommermonaten fertig gestellt, so dass sie in drei Abschnitten mit Trapezblech belegt und so das Dach geschlossen werden konnte. So standen als nächstes die Arbeiten an der komplexen Technik- und Energiezentrale auf dem Programm. Den Abschluss bildeten in den vergangenen Wochen die Fassadengestaltung mit der Lamellenkonstruktion des künftigen Sonnenschutzes und der Innenausbau.

Mitten im Sommer begann die Eiszeit für den Lentpark. Nach dem von der Kälteanlage das erste Eis auf der 1.800 Quadratmeter großen Fläche der Eishalle produziert worden war, präsentierte Geschäftsführer Berthold Schmitt am 18. August 2011 der Öffentlichkeit die beiden neuen Eismaschinen Engo 230 aus Südtirol. Erstmals wurden bei dieser Gelegenheit auch einige Mitglieder aus dem für den Lentpark künftig zuständigen Team um Bereichsleiter Dirk Bremermann vorgestellt.


Ein neuer Name für das jüngste Kind der KölnBäder

Damit das architektonische Meisterwerk an der Lentstraße künftig einen Namen trägt, der seinem traditionsreichen Standort gerecht wird, wurden in mehrfachen Umfragen Anregungen und Meinungen bei Gästen und Mitarbeitern gesammelt. Diese wertete die KölnBäder GmbH gemeinsam mit einer Agentur MWK aust. Rasch kristallisierte sich der Wunsch nach einem örtlichen Bezug im Namen für das neue Bauwerk heraus. So fiel die Entscheidung auf den Namen Lentpark, der am 17. November 2010 erstmals vorgestellt wurde.

So greift die KölnBäder GmbH in zweierlei Hinsicht den Standort im Namen wieder auf. Zum einen liegt die neue Freizeitanlage inmitten einer Parklandschaft und zum anderen befindet sie sich wie das ehemalige Eis- und Schwimmstadion auch an der Lentstraße.

Die Lentstraße wiederum erhielt ihren Namen in Gedenken an den Geheimsanitätsrat Prof. Dr. Eduard Lent, der am 16.11.1831 in Wesel geboren wurde. Eduard Lent wirkte von 1857 bis zu seinem Tod am 25.04.1911 in Köln als Mitbegründer und Vorsitzender zahlreicher Zirkel, u.a. des Niederrheinischen Vereins für öffentliche Gesundheitspflege. Der Geheime Sanitätsrat gilt als einflussreicher Vorkämpfer einer sozialhygienischen Bewegung und des ärztlichen Standeswesens. Lent war von 1874 bis 1911 Mitglied im Stadtrat, zeitweise als Fraktionsvorsitzender der Nationalliberalen Partei. (Quelle: Straßenakte und Kölner Personenlexikon, herausgegeben von Ulrich S. Soénius und Jürgen Wilhelm).

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