(openPR) 2008 erzielte die Stadt Bergheim mit IT-Zentralisierung und der Einführung von IGEL Thin Clients Einsparungen gegenüber einer dezentralen PC-Umgebung von 30,6 Prozent und ebnete den Weg zur „Gelebten Cloud“. Mit einer aktualisierten Kostenbetrachtung zeigt die Kommune das heutige Einsparpotential in Verbindung mit Servervirtualisierung auf.
Bremen, 26. September 2011 – Eine detaillierte Kostenanalyse der Stadt Bergheim zeigt das Einsparpotential einer im Hause zentralisierten, virtuellen IT-Umgebung mit IGEL Thin Clients auf. 2008 hatte die Kommune bereits gegenüber der früheren dezentralen PC-Infrastruktur mit zentraler Anwendungsverteilung eine Senkung der Desktopkosten um 30,6 Prozent erreicht und damit eine Studie des Fraunhofer Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT aus demselben Jahr bestätigt. Die Wirtschaftlichkeitsanalyse von damals hat die Kommune nun aktualisiert und in Verbindung mit der heute üblichen Servervirtualisierung und den gegenwärtigen Personalkosten eine Kostenersparnis von 34,3 Prozent errechnet.
Das Szenario von 2011 geht von einem internen Serverbetrieb im eigenen Rechenzentrum aus, der allerdings bei der Stadt Bergheim inzwischen fremdvergeben ist. Denn im Zuge des Projektes zur Zentralisierung von IT-Dienstleistungen bezieht die Kommune seit Oktober 2010 ihre IT-Anwendungen in Form des Liefermodells Software-as-a-Service (SaaS) von der Kommunalen Datenverarbeitungszentrale KDVZ Rhein-Erft-Ruhr. Dadurch werden zusätzliche Einsparungen erzielt und auch die IT-Sicherheit hat sich weiter verbessert. Realisiert wurde alles in einer Private Cloud.
Laut der Analyse der Stadt Bergheim von 2011 betragen die Kosten für einen Thin Client-Arbeitsplatz mit zentralisierter Anwendungsbereitstellung und virtualisierten Servern 292 Euro; in einem dezentralen PC-Scenario mit Anwendungsverteilung wären es 444 Euro. Die Wirtschaftlichkeitsberechnung nahm die Stadt Bergheim analog zur ebenfalls aktualisierten Studie des Fraunhofer UMSICHT „Thin Clients 2011 – Ökologische und ökonomische Aspekte virtueller Desktops" vor. Wie bei der Stadt Bergheim betrachtet auch diese Analyse eine reale IT-Umgebung mit Thin Clients des deutschen Herstellers IGEL Technology.
Kostenbetrachtung über sieben Jahre
In Ergänzung zur Fraunhofer Studie von 2011, die ausschließlich einen Fünf-Jahres-Zeitraum betrachtete, analysierte die Stadt Bergheim die jährlichen Desktopkosten auch für eine nicht untypische Thin Client-Lebensdauer von sieben Jahren – die genügend lange Verfügbarkeit von Firmware-Updates voraussetzend. Über diesen Betrachtungszeitraum lägen die berechneten Desktop-Kosten bei 245 Euro pro Jahr, das sind 44,8 Prozent weniger als in der dezentralen PC-Umgebung.
Desktop-Betriebskosten sinken auf ein Viertel
In den Berechnungen der Stadt Bergheim resultieren die größten Einsparungen aus den geringeren Betriebskosten. Während sie sich beim PC binnen fünf Jahren auf 1.112 Euro summieren, fallen beim Thin Client nur 235 Euro, im Sieben-Jahreszeitraum 329 Euro an. Ausschlaggebend dafür ist in erster Linie der geringere Zeitaufwand bezüglich Software- und Hardwareinstallation, Anwenderselbsthilfe und Windows-Updates. Der letzte Posten entfällt sogar komplett, da es nur noch die zentralen Server betrifft. Der Thin Client erfordert auch anders als der PC keine lokalen Anwendungsinstallationen. Im seltenen Fall eines Hardwareausfalls wird der defekte Thin Client gegen ein Ersatzgerät getauscht, das sich nach Anschluss ans Netzwerk ohne großen Aufwand über den Management-Server konfigurieren lässt und sofort einsatzbereit ist.
Zentrales Desktop-Management
Das Thin Client-Management nimmt die Stadt Bergheim über die im Lieferumfang enthaltene Managementsoftware IGEL Universal Management Suite (UMS) vor. Die darin definierbaren Einstellungsprofile werden anhand der IP- oder MAC-Adressen einzelnen Arbeitsplätzen oder Arbeitsplatzgruppen, beispielsweise Abteilungen oder Standorten, zugeordnet. „Das profilbasierte Management und die zentralen Updates sind überzeugend“, findet Thomas Golc, Service Administrator bei der Stadt Bergheim. „In Kombination mit dem wartungsarmen Gerätedesign ohne bewegliche Bauteile reduziert sich die frühere Vor-Ort-Betreuung spürbar. Auch werden Arbeitsplatzumzüge zwischen einzelnen Sachgebieten deutlich einfacher, weil der Desktop und die persönlichen Einstellungen an den Benutzer geknüpft sind, und nicht mehr an das Endgerät.“
„Cloud Computing kann, mit Augenmaß angegangen, interessante Vorteile generieren, gerade auch für die öffentlichen Verwaltungen, deren Handeln zunehmend durch die schwierige Finanzsituation bestimmt wird. IT muss wirtschaftlich sein, ohne auf eine hohe Professionalität zu verzichten", meint Wolfgang Berger, Fachbereichsleiter Personal, Organisation, Ordnung, Sport und Kultur in Bergheim. „Vor dem Weg in die Cloud steht jedoch die Standardisierung von Anwendungen, dann bringt die Zentralisierung die besten Ergebnisse. Wenn dann noch alle Akteure an einem Strang ziehen, können solche Projekte den erhofften Erfolg bringen.“
„In solche Cloud-Projekte, die eine umfassend virtuelle Anwendungsbereitstellung bedingen, fügen sich Thin Clients nahtlos ein und generieren einen zusätzlichen Benefit“, ergänzt Theo Kratz, Abteilungsleiter IT. „Denkt man an die Verfügbarkeit von Daten und Anwendungen an jedem Ort von jedem Gerät, bietet diese Umgebung die Lösung. Was auch gefällt, ist, dass die Umwelt durch den geringeren Ressourcenverbrauch profitiert.“
„Die Berechnungen der Stadt Bergheim legen große Einsparpotentiale offen“, kommentiert Tim Riedel, Account Manager Government bei IGEL Technology. „Wir freuen uns, dass ein Nachrechnen in der Praxis das Gutachten des Fraunhofer Institutes bestätigt hat."










