(openPR) Führender Experte für neue Sputtertechnologie gründet Firma im Technologiezentrum für Oberflächentechnik in Rheinbreitbach
Neuwied/Rheinbreitbach, 20. September 2011 - Wesentliche Fortschritte in der vakuumbasierten Plasma-Beschichtungstechnologie wurden in den letzten Jahren durch neue Entwicklungen im Bereich der Plasma-Anregungstechnik mit Hilfe von gepulsten Gleichspannungsstromquellen erzielt. Einer der weltweit führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet des Hochleistungs-Impuls-Magnetron-Sputtern (HIPIMS/HPPMS) gründete im April dieses Jahres sein eigenes Unternehmen. Als Standort hat sich der Physiker Dr. Jones Alami für das Technologiezentrum für Oberflächentechnik (TZO) in Rheinbreitbach entschieden. Seine Firma INI Coatings Ltd. ist spezialisiert auf die Entwicklung, die Produktion und den Vertrieb neuer Beschichtungstechnologien und Beschichtungslösungen.
Die wachsenden Anforderungen an die Eigenschaften von Bauteilen und Werkzeugen bedingen in allen Industriezweigen den Einsatz moderner Beschichtungsverfahren. HIPIMS stellt die neueste Technologie gepulster PVD-Sputter-verfahren dar. Dabei werden Plasmen mit einem hohen Anteil an ionisierten schichtbildenden Atomen erzeugt. Die HIPIMS-Technologie liefert besonders korrosionsbeständige, verschleißfeste Hartstoffbeschichtungen und zeichnet sich durch eine hohe Dichte und sehr gute Haftung auf den Trägermaterialien aus. Zur Anwendung kommen diese Beschichtungen vor allem in der Autoindustrie, bei Werkzeugmaschinen sowie in der Halbleiterindustrie.
Dr. Alami promovierte an der Universität von Linköping/Schweden und war nach einem Aufenthalt an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen für verschiedene Unternehmen der Beschichtungsbranche in Deutschland tätig. Seit dem Frühjahr arbeitet Alami nun unter eigener Firmierung. Seinen Start in die Selbstständigkeit unterstützte die Mittelstandsförderung im Landkreis Neuwied GmbH mit Hilfe des Inkubatorangebots im TZO. Im Rahmen dieses Programms konnte sich das neu gegründete High-Tech-Unternehmen für einen Zeitraum von drei Monaten kostenfrei im Technologiezentrum einmieten und die dort vorhandene Infrastruktur nutzen. Auch weiterhin wird dem Gründer tatkräftige Unterstützung zuteil – beispielsweise bei der Durchführung von Experimenten und Messungen. Ebenso vermittelt das TZO bei Bedarf Berater für betriebswirtschaftliche und strategische Hilfestellungen.
Mit dem TZO hat sich in Rheinbreitbach eine wichtige Anlaufstelle für Existenzgründer aus dem Hochtechnologiebereich entwickelt. Bereits die Gründung des Zentrums im Jahr 1996 geschah mit der Absicht, gründungswilligen Unternehmern ein auf technische Anwendungen ausgerichtetes Umfeld zu bieten sowie eine fachliche Kompetenz im Bereich der Plasmaoberflächentechnik im Landkreis Neuwied und im nördlichen Rheinland-Pfalz zu positionieren.
Die Einbindung in den Innovationscluster Metall-Keramik-Kunststoff ist dabei für das TZO von großer Bedeutung. Hier existiert eine große Bandbreite spezialisierter Unternehmen in den Sektoren Metall, Keramik und Kunststoff. Diese können auf Kompetenzen und Ressourcen des TZO zurückgreifen, die sie selbst nicht zur Verfügung haben. Darüber hinaus greift das TZO auf ein Netzwerk aus Universitäten, Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen der Region zu, wo die grundlegende Forschungsarbeit stattfindet. Aktuell beherbergt das Zentrum zwölf Unternehmen, ein Institut der Technischen Universität Kaiserslautern sowie einen Teil der Arbeitsgruppe des Fachbereichs Integrierte Naturwissenschaften der Universität Koblenz.
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