(openPR) Ein Vollbad im warmen Wasser kann für viele ältere Menschen ein Segen sein. Bei schmerzlichen Gelenkentzündungen, Muskelverspannungen oder Rheuma haben einige Minuten in der Badewanne nachweislich eine lindernde Wirkung. Doch für viele Senioren ist der Ein- und Ausstieg mühsam oder sogar gefährlich. Einige versuchen, sich mit riskanten Eigenbauten zu behelfen, wie an der Decke montierten Seilen, die aber die Gefahr des Ausrutschens oder Stolperns erhöhen und oft schlimme Frakturen zur Folge haben. Damit ältere Menschen dennoch nicht auf ein heilsames Bad verzichten müssen, gibt es inzwischen spezielle Liftsysteme, die ein uneingeschränktes und vor allem sicheres Baden ermöglichen.
Lieselotte Fendt genießt an jedem Freitag ein 30- bis 45-minütiges Vollbad in ihrer Badewanne. Das macht die 80-jährige Münchnerin bereits ihr ganzes Leben lang. Als sie 2004 jedoch ihr zweites künstliches Kniegelenk bekam, wurde das Bad zur Falle. „Ich saß in der Wanne und kam plötzlich nicht mehr heraus“, erzählt die Seniorin. Glücklicherweise konnte sie in dieser Situation auf die Hilfe ihres Mannes zurückgreifen. Doch der selbst 86-Jährige tat sich schwer, seiner Frau aus der Wanne zu helfen. Dass sie heute trotzdem an jedem Freitag ihr Bad nehmen kann, hat sie einem speziellen Bandliftsystem zu verdanken. Der so Comfort-Badelift besteht aus einem sechs mal zwölf mal 45 Zentimeter großem Edelstahlgehäuse, das direkt über dem Wannenrand an die Wand montiert wird. Per Knopfdruck fährt das Gerät ein Kunststoffband aus, das über den Wannenrand gespannt und an einer Halterung an der Außenseite der Badewanne eingehängt wird. Der Nutzer kann nun auf dem 36 Zentimeter breiten und robusten Band Platz nehmen. Wiederum per Knopfdruck sinkt das Band langsam auf den Wannenboden ab und ermöglicht ein uneingeschränktes Baden. Auf die gleiche Weise wird man später auch wieder aus der Wanne gehoben. Ein Haltegriff am Gehäuse des Comfort-Lifts sorgt für ein sicheres Ab- und Auffahren. Das System ist akkubetrieben, muss also während der Nutzung nicht an das Stromnetz angeschlossen werden. Nach dem Gebrauch des Lifts wird das Band per Knopfdruck eingerollt, sodass die Wanne frei bleibt und von anderen Personen genutzt werden kann.
Mit Rückenlehne und Notrufschalter erhältlich
„Im Gegensatz zu anderen Systemen nimmt der Comfort-Lift keinen Platz weg und ermöglicht ein Liegen in der Wanne“, sagt Cornelius Bentz, Geschäftsführer der Firma iDuMo, das sich auf Badewannenlifte spezialisiert hat. Das Unternehmen bietet allen Interessenten eine kostenlose Beratung vor Ort und prüft die räumlichen Gegebenheiten. Die Montage erfolgt binnen weniger Minuten, sodass der Lift sofort einsatzbereit ist. Zusätzlich zum Band-Lift gibt es eine Rückenlehne, die separat dazu gekauft werden kann. Diese wird ebenfalls an der Wand befestigt und ist ein- und ausklappbar. Auf Wunsch kann auch ein Notrufschalter integriert werden, der mit dem Telefon verbunden ist. Mit Betätigen dieses Knopfes erfolgt automatisch ein Anruf bei einer Nummer, die vorher abgespeichert wurde. Seit 2011 gibt es zudem eine Weiterentwicklung des Comfort Lift, den Ideal kompakt. Er ist kleiner als das Vorgängermodell. Ebenso wie bei der größeren Version hat der Liftmotor eine Zugkraft von bis zu 150 Kilogramm.
Angst bei der ersten Nutzung ihres neuen Lifts hatte Lieselotte Fendt nicht. „Im Gegenteil: Bevor ich den Lift hatte, hatte ich die Befürchtung, auszurutschen oder nicht mehr aus der Badewanne herauszukommen“, berichtet sie. Seit 2004 nutzt die Rentnerin nun bereits das Lift-System. Um die Kunststoffmatte langfristig zu schonen, gibt es zudem eine Reihe an speziellen Badezusätzen, die bestellt werden können. Diese nutzt auch Lieselotte Fendt und freut sich wieder jede Woche auf ihren Badetag. „Der Freitag ist ganz mein Tag“, sagt sie strahlend.
















