(openPR) Der red dot Award, ist einer der international größten und renommiertesten Designwettbewerbe – sozusagen der Oscar im Design. Katharina Wix, 24 Jahre, aus Grefrath kann stolz sein. Sie erhielt jetzt den begehrten „red dot: best of the best“ – als Anerkennung höchster Designqualität. Sie ist damit eine der besten 80 Designer, die von 15 renommierten Designexperten aus aller Welt aus 6.468 Einreichungen ausgewählt wurde. Ihr in anderthalb Jahren entstandenes Buchprojekt „3 Minuten Katastrophe“ über den spektakulären Absturz des Zeppelins LZ 129, der als „Hindenburg-Katastrophe“ in die Geschichtsschreibung eingegangen ist, läutete für die junge Designerin einen Höhenflug ein.
Nach der Post der reddot-Jury bleibt es für Katharina Wix weiter spannend: Erst am 7. Oktober 2011 erfahren die Preisträger im Rahmen der glamourösen Preisverleihung in der Bundeshauptstadt Berlin, wer mit der Höchstauszeichnung red dot: grand prix geehrt wird. Im vergangenen Jahr wurde lediglich sechs red dot: best of the best-Preisträgern diese Ehre zuteil. Die Träger des Ehrenpreises erhalten als Symbol dieses besonderen Titels, die begehrte red dot Trophäe. In der Sonderausstellung „Design on stage – winners red dot award: communication design“ in der Alten Münze Berlin werden alle Gewinner-arbeiten vom 7. bis 16. Oktober 2011 präsentiert.
Für Katharina Wix geht ein Traum in Erfüllung! Aufgewachsen im ländlich-idyllischen Grefrath im Kreis Viersen, ging sie mit der Ausbildung zur gestaltungstechnischen Assistentin konsequent ihren Weg. Schon 2002 drängte es sie zum Kunststudium an der privaten Akademie „Moskauer Schule“ in Mönchengladbach. Von 2006 bis 2010 studierte sie am „Institute of Design“ in Düsseldorf. Für eine Facharbeit entstand dort ihre Idee zu ihrem hochfliegenden Design-Werk an dem sie zwischen 2008 und 2009 konsequent, unermüdlich und mit kriminalistischer Energie arbeitete, gestaltete und textete. Dafür hat sie sich nach eigenen Angaben im Internet durch über 400 Seiten FBI-Aktenmaterial oft in „grauenvoller Scan-Qualität gewühlt!“. Auf der Suche nach einem völlig neuen, noch nicht da gewesenen Blick auf die Katas-trophe der Hindenburg und ihre Menschen-Schicksale. Das Einzigartige fand die textaffine Designerin schließlich in Dokumenten, die der damaligen Berichterstattung zugrunde lagen. Erstmalig verbreitete sich eine Katastrophe via Radio und Kino-Wochen-Schauen in einem nie zuvor da gewesenen Tempo über den gesamten Erdball. „Es veränderte nicht nur die direkten Opfer, sondern jeden, der Anteil daran nahm. Das wollte ich auch in unserer abgestumpften, "mediengeilen Welt" erreichen.“, so Katharina Wix zu ihrem Vorgehen. Das Werk ist ein Kompendium aus Dokumenten, Berichten und technischen Plänen. Eine alphabetische Liste der 97 Crewmitglieder und Passagiere gedenkt Opfern und Helden gespickt mit kleinen Geschichten zu einzelnen Personen. Der Abschluss der ausgefallenen Konzeption der Designerin verarbeitet eine Fotostrecke, die bis wenige Momente nach dem Absturz zum stummen Zeugen der Tragödie wurde.
Nun freut sie sich, mit ihrer Auszeichnung Neukunden in ihrem neu eröffneten Büro für Design und Text „Frau Wix“ in Essen zu überzeugen. Grefrath wird sie treu bleiben – schließlich lebt ihre Familie dort. Idylle muss sein bei so viel Design.








