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E-Bilanz: Mehrbelastung statt Bürokratieabbau

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Markt und Mittelstand
Markt und Mittelstand

(openPR) Statt 137 Millionen Euro versprochener Entlastung erwartet den Mittelstand eine Milliardenbelastung

Friedberg (Hessen), 01.09.2011 – Teure E-Bilanz-Umstellung: Entgegen der vom Finanzministerium veranschlagten Kosten von 38,50 Cent je Unternehmen sind Umstellungskosten von mehr als 10.000 Euro deutlich realistischer, berichtet das Magazin „Markt und Mittelstand“ in seiner kommenden Ausgabe (ET: 02.09.2011).



Die Umstellung auf die E-Bilanz wird deutlich teurer, als das Bundesministerium der Finanzen (BMF) verspricht: Statt der in Aussicht gestellten 137 Millionen Euro Erleichterungen durch Bürokratieabbau kommen auf den Mittelstand deutliche Mehrkosten für Arbeitsaufwand, Schulungen und neue Software zu. Das berichtet Deutschlands führendes branchenübergreifendes Mittelstandsmagazin „Markt und Mittelstand“ in seiner September-Ausgabe, die am Freitag erscheint. Mittelständler kalkulieren gemäß Recherchen von „Markt und Mittelstand“ mit einmaligen Umstellungskosten in Höhe von mehr als 10.000 Euro je Unternehmen. Allein den rund 315.000 kleinen und mittleren Unternehmen mit einem Umsatz zwischen einer Million und fünfzig Millionen Euro entstehen durch die E-Bilanz Gesamtkosten von mehr als 3,15 Milliarden Euro.

Das Bundesministerium der Finanzen hatte nur Gesamtkosten von 500.000 Euro für die Wirtschaft veranschlagt – unter Berücksichtigung kompensatorischer Effekte. Das wären nicht einmal 39 Cent pro Unternehmen. Abweichen will die Finanzverwaltung davon nicht: „Die Zahlen werden nur alle zwei Jahre evaluiert, aber wir sehen keinen Grund, daran zu zweifeln“, heißt es aus der Pressestelle des Finanzministeriums.

Von der E-Bilanz sind insgesamt rund 1,3 Millionen Unternehmen in Deutschland betroffen. Das Gesetz, dessen Ursprünge in das Jahr 2008 zurückreichen und das zum 1. Januar 2011 hätte starten sollen, verpflichtet bilanzierende Unternehmen nun offenbar trotz allen Ärgers und aller Kosten ab dem Geschäftsjahr 2012 zur elektronischen Abgabe des Jahresabschlusses. Allerdings werden Verstöße im ersten Jahr übergangsweise nicht sanktioniert. Derzeit wird am Regelwerk noch intensiv gearbeitet. Ende September soll die endgültige Taxonomie per BMF-Schreiben veröffentlicht werden. Bislang bereiten sich nur wenige Unternehmen auf die E-Bilanz vor – nach der Rücknahme des Verfahrens zum Elektronischen Entgeltnachweis ELENA ist die Angst, auch bei der E-Bilanz umsonst zu investieren, groß.

Weitere Informationen unter:
http://www.marktundmittelstand.de/portal/e-bilanz

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