(openPR) Nachwuchs bei den Flamingos im Erlebnis-Zoo Hannover
Rosaroten Zeiten sahen die Flamingos in diesem Sommer nicht gerade entgegen. Regen und Sturm ausgerechnet während der Brutzeit, wenn die Vögel 31 Tage lang Tag und Nacht auf ihren Nestern ausharren müssen. Sicherheitshalber bauten sie ihre vulkanartigen Lehm-Nester im Schutz des großen Bambus am Ufer des Sambesi. Dem Regen zum Trotz bewiesen die Flamingos Sitzfleisch: Nach 31 Tagen pickten sich im Erlebnis-Zoo Hannover die ersten fünf Küken aus den Eiern.
Enttäuschung über das Aussehen ihres Nachwuchses nach den vielen verregneten Stunden des Brütens lassen sich die Eltern nicht anmerken. Die Küken sind unscheinbar, haben kurze dicke Treter, grauweiße Flaumfedern. Und als ob das noch nicht Flamingo-ungemäß genug wäre, watscheln die Küken, anstatt zu stolzieren, den kurzen Hals nach vorn gereckt, gefolgt von einer kompakten Körpermitte mit Stummelflügeln, den Abschluss bildet ein pummeliger Po. Stört die Eltern nicht, sie alle haben das Märchen vom hässlichen Entlein selbst erlebt.
70 Tage lang werden die Kleinen mit den dicken rosa Beinen jetzt von ihren müden Eltern aufgezogen. Flamingo-Kinder haben ein kleines Problem: Ihr Schnabel ist für das Fressen noch nicht voll entwickelt. Deshalb füttern die Eltern ihre Kleinen mit einer roten, milchähnlichen Flüssigkeit, die sie im Bereich der Speiseröhre bis zum Vormagen produzieren. Das Federkleid der Jungtiere bleibt zunächst hell bis grau. Erst im Alter von drei bis vier Jahren, wenn sie ausreichend Nahrung mit sogenannten „Karotinoiden" gefuttert haben, sind die Jungtiere dann so rosa wie ihre Eltern.
Schlupfdaten:
8. August: 1 Chileflamingo, 24. August: 1 Rosaflamingo, 26. August: 1 Chileflamingo und 30. August: Flamingos 4 und 5
Flamingos in Hannover:
Im Erlebnis-Zoo Hannover leben 43 Rosaflamingos, 44 Chileflamingos und 3 Kuba-Flamingos mit zurzeit fünf Jungtieren (einige Eier werden noch bebrütet).












