(openPR) Nur dank eines Kassensturz-Beitrags zur Masche der Firma Grenke Leasing fiel dem Verleger Alex S. Rusch auf, dass auch er reingelegt wurde. Inzwischen sind mehr als zwei Jahre vergangen – der Aktenberg wächst. Den Vergleich, den Rusch angeboten bekommen hat, lehnte er aus Prinzip ab: Er will die Firma Grenke Leasing davon abhalten, weitere Firmen und Privatpersonen mit Tricks und Fallen hinters Licht zu führen.
„Es braucht viel, um mich hinters Licht zu führen – Grenke Leasing hat es geschafft“, sagt der erfahrene Millionen-Unternehmer Alex S. Rusch. Er geht davon aus, dass es vielen weniger erfahrenen Unternehmern und natürlich auch Privatpersonen ähnlich ergehen würde wie ihm. Deshalb sei er nicht bereit, den Weg des geringsten Widerstands zu gehen und einen Vergleich anzunehmen.
Als Rusch im Sommer 2005 dringend eine neue, leistungsfähigere Telefonanlage brauchte, weil er eine neue Vertriebsabteilung für den 1994 gegründeten Rusch Verlag aufbauen wollte, entschloss er sich erstmals für ein Leasing, was er bis anhin nie gemacht hatte. Auch seine Autos bezahlte er immer in bar. Seine damalige Assistentin, die einen Abschluss in Betriebswirtschaft besitzt, bereitete alles für ihn vor. Beide tappten sie in die Falle des „Sehr-Kleingedruckten“ der Firma Grenke Leasing.
24-Monate-Vertrag ohne Ende
Geplant war, dass die Telefon-Anlage und die hohen Kosten für die Installation und Konfiguration während eines Zeitraums von 24 Monaten abbezahlt werden, was im Vertrag deutlich festgelegt wurde. Erst nachdem die Anlage bereits im Einsatz war, stellte sich heraus, dass das Kleingedruckte des Vertags verlangte, den Gesamtbetrag in 3-Monats-Raten zu begleichen. Zudem wurde man zum Lastschrift-Verfahren gezwungen. Was die Konsequenz aus diesen zwei Umständen sein würde, war Alex S. Rusch damals noch nicht bewusst.
Denn wie dem Blumenhändler, der im Kassensturz-Beitrag im Januar 2009 gezeigt wurde, wurde auch dem vorsichtigen Unternehmer Rusch nach Ablauf der 24 Monate weiterhin mit Lastschrift-Verfahren Geld abgebucht. Erst dank des Beitrags bei Kassensturz wurde er auf dieses Vergehen aufmerksam.
Ausgeklügeltes System
Grenke Leasing fährt eine verwirrende Strategie. Zahlungen alle drei Monate und Lastschriftverfahren machen es für Unternehmen und Privatpersonen schwierig, den Überblick zu behalten. „Ich bezahle sämtliche Rechnungen der gesamten Rusch-Firmengruppe, bestehend aus fünf Firmen, höchst persönlich. Sogar die Miete wird ohne Lastschrift einzeln bezahlt“, erzählt Rusch. Alles andere erledigt seine Buchhalterin. „Die Leasing-Konditionen von Grenke Leasing sind sehr verwirrend“, so Rusch. Er meint, ein System hinter dieser Vorgehensweise zu sehen. Grenke Leasing würde darauf hoffen, dass die Kunden den Überblick verlieren und die Zahlungen so einfach weiterlaufen.
Der Rusch Verlag bezahlte auf diese Weise Fr. 7236.20 zuviel. Das wollte das Unternehmen jedoch nicht auf sich sitzen lassen und ging mit Unterstützung der Proteka-Rechtsschutz-Versicherung vor Gericht. Da wurde Rusch ein Vergleich vorgeschlagen: Grenke Leasing war mit einer Ausgleichszahlung von Fr. 3000.- einverstanden. Rusch lehnte nach einer Bedenkfrist von zehn Tagen ab. Der Unternehmer will verhindern, dass weiterhin Unternehmen und Privatpersonen in die Falle von Grenke Leasing tappen. „Bei mir ist Grenke an den Falschen geraten“, sagt Rusch siegessicher und kämpft weiter.










