(openPR) Ausstellung im Kunstverein Meißen vom 28. August bis 08. Oktober 2011
Begegnungen zwischen den Kunstgenres Malerei und Bildhauerei, zwischen den Kunstwerken zweier befreundeter Künstler in fortgesetzter Reihe in jeweils unterschiedlichen Räumen. Diese Ausstellungsbegegnungen begannen 2006 im Dom zu Meißen und führte über Schloß Hoyerswerda nun nach Meißen zurück in die Heimatstadt. In der ersten gemeinsamen Ausstellung begegneten die Künstler inmitten der Begegnung ihrer Kunst, dem Anspruch und der Botschaft des Gotteshauses. Es sprach also eine ganz große Stimme in den Dialog hinein. Dieses Echo bleibt in allem was folgt.
Die Ausstellung im Kunstverein bestehend aus Malereien von Wolfram Hänsch und Skulpturen aus Sandstein und Bronze von Frank Maasdorf will aber vor allem auch BEGEGNUNG der verschiedenen Kunstwerke mit jedem einzelnen Besucher und jeder Betrachterin sein und im Gesamteindruck mit der ganz eigenen Atmosphäre im Bennosaal wirken. WOLFRAM HÄNSCHS Entdeckungen des Nahen und Greifbaren in dem Motiv der Innentreppen mit Innenräumen und Geländern hat eine unerhört tiefgehende Wirkung. Es wird dadurch das Einfache, uns allen Bekannte und Vertraute förmlich zur Ikone des Alltäglichen gemacht. Was er ins Bild setzt, strahlt besondere Ruhe aus. Die wenigen, mit Sorgfalt gewählten Details sind einfach Gegenstände, die ganz für sich selbst stehen und sprechen, eben die sinnlich konkrete Sprache der uns umgebenden Dinge.
Im Dialog zu den Malereien sind dazu die Skulpturen von FRANK MAASDORF geordnet. Strenge Bildhauerei von Frank Maasdorf, die ohne Schnörkel eine prägnante Aussage macht. In der Malerei der zwar von Menschen geprägte, jedoch menschenleere Raum. In der Skulptur meist die menschliche Figur und deren körperliche Sinnlichkeit. Auf diese stille Weise entsteht ein tiefes, vielfältiges Netzwerk der Beziehungen dieser beider Künstler.
FRANK MAASDORFS Werke sind ganz der klassischen Bildhauerei seit Michelangelo verbunden, von außen nach innen gearbeitet, aus dem Blockvolumen heraus ge-dacht und entwickelt. Manchmal fast unfertig wirkend – das „Non finito“, das Nichtvollendete, Fragmentarische meint man zu spüren. Frank Maasdorf wählt sehr oft den Torso als sein Ausdrucksmittel. In ihm bringt er alles unter: tiefste Menschlichkeit und Verinnerlichung,Gedankentiefe, die Gestalt des Menschen - nicht als Abbild, sondern das Elementare des menschlichen Lebens zu veranschaulichen, den bloßen Menschen in seiner Seinsform, ganz auf sich gestellt, ganz in sich, archaisch verharrend zu zeigen und seine künstlerischen Ideen – das Bestreben, die plastische Form zu verknappen, zu abstrahieren. So wird der Torso im 20. und beginnenden 21. Jh. zum Sinnbild des Menschen und stellt einen Zustand dar, in dem das Geistige auf den Körper übertragen und durch ihn ausgedrückt wird.












