(openPR) Erste Erschließungsmaßnahmen sind fertig gestellt.
Dörth, Juli 2011. Während in Koblenz die Bundesgartenschau in vollem Gang ist und mit einem Highlight nach dem anderen und viel Blütenpracht aufwartet, hat sich auch in Dörth viel bewegt. Der Erschließungsprozess im Gewerbepark Dörth ist so gut wie abgeschlossen. Fast die gesamte Infrastruktur steht. So sind sämtliche Kanäle und Leitungen zur Ver- und Entsorgung des Oberflächen und Schmutzwassers verlegt worden. Strom und DSL-Glasfaserkabel sorgen für beste Verbindungen. Für jedes Grundstück wird somit ein DSL-Glasfaseranschluss garantiert. Ende September wird die gesamte Infrastruktur und damit auch das Straßennetz fertig gestellt.
Nach langer Planungsphase und vielen Hürden ist die Neuerschließung des Bebauungsgebietes Budenbach real geworden. Die Ortsgemeinde Dörth hat das Projekt mit viel initiative durchgesetzt, so dass heute die perfekten Rahmenbedingungen für ansiedlungswillige Unternehmen geschaffen sind. Dabei sind für die Gemeinde vor allem Innovationsträger, Handwerks- und Produktionsbetriebe interessant, so Ortbürgermeister Hermann Josef Beres. Als Initiator des Projekts setzt sich Herr Beres vor allem für eine gesunde Mischung und Vielfalt in der Firmenstruktur des Gewerbeparks ein: "Was nutzt uns ein großes Unternehmen am Standort Dörth, dass seine Mitarbeiter schlecht bezahlt und keinen Mehrwert für die Gemeinde bietet.“
Die infrastrukturelle Erschließung des Gewerbeparks liegt voll im Zeitplan. Steht man auf den Erschließungsflächen, wird jedem klar, hier tut sich etwas. Bei den Erdarbeiten und der damit verbundenen Flurbereinigung wird das Gelände auf maximal 3-4 % Gefälle angeglichen. Dabei wird Boden vom östlichen Teil (Bauabschnitt 2) abgetragen und im oberen Teil des Bachtales angefüllt. Bei den Arbeiten setzt Dörth vor allem auf regionale Bauunternehmen. "Wir legen großen Wert darauf, dass die ganze Region von unserem Gewerbepark profitiert“, erklärt der Ortsbürgermeister.
Der Gewerbepark Dörth wird nicht nur für einen signifikanten Zuwachs an Arbeitsplätzen in der Region sorgen, sondern auch für eine Steigerung des Naherholungswertes: Im Zuge der Bau- und landschaftlichen Umgestaltungsphasen wird dabei auch sehr viel Energie in Ausgleichs- und Renaturierungsmaßnahmen gesteckt. So wurde bereits ein Bachlauf hergestellt, der während des Flurbereinigungsverfahrens zwischen 1956 und 1959 entfernt bzw. trocken gelegt wurde. Auch zwei Auffangbecken für das Oberflächenwasser sind fast fertig. Im Rahmen der Gewässerausgleichsmaßnahmen sollen diese in ihrer Funktion als Biotop dienen. Überhaupt wird der gesamte Einzugsbereich des Bachlaufes unterhalb der Erschließungsflächen renaturiert. Bachläufe, die verschwunden waren, werden wieder offen gelegt. Aufwändige Pflanzungen, Bachauen und Geländeanpassungen werden für mehr Artenvielfalt und einen gesteigerten Erholungswert sorgen. Geplant sind im Zuge der Flurbereinigung auch der Bau und die Vervollständigung von Fuß- und Radwegeverbindungen. Ein Fuß- und Radweg ist zum Beispiel parallel zur L206 geplant, ein zweiter wird durch das Bachtal unterhalb des Industriegebietes Richtung Schinderhannesweg führen, sowie ein weiterer als Verbindung vom Gewerbepark nach Emmelshausen. Hiermit wird nicht nur Naherholungswert gefördert, sondern vor allem die Attraktivität des Wohn- und Arbeitsorts Dörth entwickelt.
Auch auf die historische Bedeutung des Erschließungsgebietes wird eingegangen. So sind Landschaftsgestaltungsmaßnahmen und Informationsschilder zur Ansiedlung der Kelten in diesem Gebiet geplant. Schließlich befand sich auf der heutigen Fläche des Baugebietes einmal ein keltisches Dorf. Funde aus dieser Zeit gab es allerdings im Rahmen der Bauarbeiten bisher noch nicht. Zusammen mit den Flächen für die Ausgleichsmaßnahmen werden ca. 40 ha Land umgestaltet. Dabei reicht das erste Investitionspaket des Landes in Höhe von 876.000 Euro bei weitem nicht aus, so dass zusätzliche Fördergelder bereits beantragt wurden. Die Gemeinde selbst trägt zudem mit einem Eigenanteil bei. Die Zukunftsperspektiven und die umweltpolitische Entwicklung des Gewerbeparks werden von der Bevölkerung sehr positiv aufgenommen. Der Gewerbepark wird den Vorderhunsrück wirtschaftlich und in Bezug auf die Lebensqualität nachhaltig stärken. Man darf gespannt sein, wie die Erfolgsgeschichte weiter geht.













