(openPR) Im Rahmen einer Klausurtagung des Vorstands hat sich der Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder Freundeskreis Bayern e.V. als Trägerverein des Obermeierhofs in Jettenbach mit den aktuellen Entwicklungen im Landeszentrum der Pfadfinder befasst.
Vorsitzender Jan Hoffmann aus Waldkraiburg freute sich über die ausgesprochen positive Nachfrage, die sich in mehr als 13.500 Übernachtungen im Jahr 2010 bemerkbar gemacht hat. „Diese Auslastung zeigt uns deutlich, wie wichtig der Obermeierhof für unsere satzungsgemäßen Aufgaben im Bereich der Jugendpflege und der Jugendfürsorge, aber auch im Bereich der Schullandheimpädagogik ist.“, betonte Hoffmann. Gleichzeitig dankte er Christoph Baierer, seit dessen Wechsel aus dem ehrenamtlichen Vorstand in die hauptberufliche Geschäftsführung vor fünf Jahren die Übernachtungszahlen um 50 Prozent gestiegen sind.
Schatzmeister Roland Bernhard erläuterte den Haushalt und den Jahresabschluss 2010, der es dem Verein ermöglicht hat, all seine laufenden Kosten aus eigenen Mitteln zu bestreiten. Der größte Ausgabeposten ist seit vielen Jahren unverändert der Bauunterhalt der denkmalgeschützten Immobilie. „Die nächste große Maßnahme ist die Erneuerung des Daches über dem gesamten Altbau“, erläuterte Roland Bernhard, der sich zuversichtlich zeigte, dass auch dieses Projekt Anfang 2012 ohne Fremdkapital und ohne staatliche Zuschüsse aus dem Wirtschaftsergebnis des laufenden Betriebs umgesetzt werden könne.
Christoph Baierer informierte über die Entwicklungen im Personalbereich nach dem Wegfall des Zivildienstes. „Wir haben bereits vor Jahren begonnen, Vorsorge zu treffen,“ sagte der Geschäftsführer, „und es ist uns gelungen, jedes Jahr aus einem 1-EUR-Job heraus wieder ein reguläres sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis zu schaffen“. Gleichzeitig habe man Prozesse optimiert und Verfahren vereinfacht. Derzeit werden die 320 Belegungstage im Jahr mit 5,5 Vollzeitstellen bewältigt, ab September werden noch zusätzlich zwei Bundesfreiwillige ihren Dienst antreten.
Mit den fast 14000 Übernachtungen, die im Jahr 2011 erwartet werden, sei eigentlich Volllast des 68-Betten-Hauses erreicht. Die stetige Zunahme lasse sich insbesondere auf Bildungsmaßnahmen der Jugendverbände zurückführen, aber auch auf spezielle schulische Gruppen wie Tutoren, Streitschlichter oder Klassensprecher. „Die Schwächen der ländlichen Infrastruktur sind unsere Stärke, weil hier soziales Lernen in der Gruppe ungestört stattfinden kann.“ sagt Baierer. Der Obermeierhof habe konsequent seine Angebotsnischen wie die Selbstversorgermöglichkeiten, die vielen Tagesräume und den Zeltplatz besetzt, wobei gleichzeitig der Standard der Schlafräume bewusst schlicht gehalten werde, um die Kommunikation in den Gruppenräumen zu fördern.
Insgesamt sehen die Pfadfinder positiv in die Zukunft, da sich bereits jetzt schon wieder eine gute Belegung für das Jahr 2012 abzeichnet. Als ausgesprochen erfreulich bewertet Vorsitzender Jan Hoffmann, dass es gelungen ist, viele junge Gruppenleiter und Lehrer bei der Umsetzung ihrer Ideen tatkräftig zu unterstützen: „Mit unserer Flexibilität und dem Mut, auch mal unbekannte Wege zu erkunden, sind wir sehr gut aufgestellt.“









