(openPR) In der Vergangenheit gab es wiederholt Versuche, 3D zu etablieren. Sie alle sind gescheitert. Heute stehen wir so nahe an einem Durchbruch wie niemals zuvor. Optimistischen Marktanalysen zufolge sollte 3D diesmal ein anhaltender Trend mit Boom-Potenzial werden, da durch Kino, TV und Computer als Antriebskräfte dieser Entwicklung auch andere Bereiche in den Sog geraten: Fotografie, Video, Druckmedien, Marketing, Webpräsenz etc…
Als Zugpferde dieser positiven Entwicklung sind in erster Linie 3D-Kinoproduktionen und die großen TV-Hersteller zu nennen. Sie sorgen erfreulicherweise - mit entsprechendem Marketingeinsatz - dafür, dass 3D heute auf breites Interesse stößt. Infolge dessen sollte die Nachfrage an Content steigen. Allerdings sind einige Entwicklungen mit wachsender Besorgnis zu sehen, denn: Nicht überall, wo 3D drauf steht, ist auch 3D drin.
Der Begriff “3D“ unterliegt keiner einheitlichen Definition. 3D Highlift und die Mehrheit der 3D-Branche verstehen unter dem Begriff sauber justiertes, echtes stereoskopisches 3D, also statische und bewegte Bilder mit einem nativen räumlichen Eindruck zum Genießen. Es unterscheidet sich also deutlich von Pseudo 3D Inhalten, die eine 2D zu 3D Konvertierung erfahren haben. Eine exzellente Körperplastizität ist nur bei nativem 3D Material gegeben, dies ist bei einer 2D in 3D Wandlung schlichtweg nicht möglich.
2D zu 3D Konvertierung funktioniert also eher schlecht als recht, erzeugt allenfalls eine “3D-Anmutung“ und führt zu einem anstrengenden Wettkampf Augen vs. Gehirn.
Wenn also ältere, konventionell produzierte Kinofilme plötzlich eine “3.“ Dimension bekommen, so ist die Qualitätsanmutung eher unterdimensioniert und der Sache abträglich.
Wenn also 3D TV´s eine 2D-3D Konvertierung zweidimensionaler Inhalte anbieten dann geschieht dies deshalb, weil es an echtem 3D-Content mangelt. Die Philosophie „Besser übergangsweise ein schlechtes Angebot anzubieten als gar keines“ ist für die 3D-Bewegung kontraproduktiv, da sie 3D Interessierte eher abschreckt.
Wenn also eine große Bildagentur mit einem Bestand von “400.000 Motiven in 3D“ wirbt (jedes 2D Bestandsmotiv kann gegen Aufpreis konvertiert werden) dann ist dies nicht nur eine Mogelpackung, sondern für die 3D-Bewegung kontraproduktiv.
Wenn also selbst Content-Anbieter aus der eigenen Branche 2D zu 3D Konvertierungen im Portfolio haben, dann sägt sich die 3D-Branche im übertragenen Sinne den eigenen Ast ab.
Die Konsequenz daraus ist nämlich, dass der 3D-Einsteiger - und das ist zunächst noch die große Masse - diese Pseudo 3D-Effekte, wo irgendwo irgendetwas in die Tiefe geht, mit 3D assoziiert ohne zu wissen, wie echtes 3D wirkt. Die Folge daraus könnte sein, dass die an 3D Interessierten – also der potentielle Markt von morgen – erstmalig mit diesen vielen “3D-Anmutungen“ in Berührung kommen und berechtigterweise das Interesse daran verlieren könnten.
Es liegt also im existentiellen Interesse der Branche potentiellen Kunden zu zeigen, dass echtes 3D toll aussieht und gar nicht weh tut.
Ansonsten wird man zurückblickend sagen: So nah dran, aber letztlich ein weiterer gescheiterter Versuch, 3D zu etablieren.
3D-Highlift










