(openPR) Vierfacher Nachwuchs bei den bedrohten Addax-Antilopen im Erlebnis-Zoo Hannover
Riesenjubel im Erlebnis-Zoo Hannover: Bei den seltenen Addax-Antilopen gibt es in diesem Jahr gleich viermal Nachwuchs – und ein fünftes Jungtier wird noch erwartet. Die weißen Wüstenantilopen mit den spiralförmig gedrehten Hörnern sind vom Aussterben bedroht. In den Weiten der Sahara gibt es nur noch 200-500 wildlebende Addax. Mit der Nachzucht im Zoo und einem vom Zoo Hannover koordinierten internationalen Auswilderungsprojekt wird versucht, die Antilopenart zu erhalten. Vielleicht heißt es auch für einige der Jungtiere aus Hannover in einigen Jahren: Zurück in die Wüste!
Der Nachwuchs kam im Abstand von wenigen Tagen am 12. und 14. Mai sowie am 24. und 25. Mai zur Welt. Die ersten Wochen verbrachten die Kinder mit ihren Müttern Bona, Lotta, Berta und Lisa hinter den Kulissen. Addax-Jungtiere sind sogenannte „Ablieger", die gut versteckt abseits von der Herde liegen. Ihre Mütter kommen nur zum Tränken des Nachwuchses zu dem Versteck.
Jetzt sind die Antilopenkinder – zwei Weibchen und zwei Männchen – groß und kräftig genug, um der Herde zu folgen und ihr Reich am Sambesi zu erkunden. Kein leichter Job für die Mütter, die ihrem Nachwuchs das Areal zeigen, die quirligen Kälber stets im Auge behalten und gleichzeitig die Rangordnung untereinander neu auskämpfen müssen – schließlich haben sie sich mehrere Wochen nicht gesehen.
Wenn sich die vier Jungtiere und ihre Mütter aneinander gewöhnt haben, wird auch Vater Smokey zur Herde stoßen. Nach und nach werden den Kleinen dann ihre Mitbewohner, die Somali Wildesel und die Dorcas Gazellen, vorgestellt.
Im Erlebnis-Zoo Hannover leben die Addax vor der Kulisse einer verlassenen Wüstenburg, die sich rötlich schimmernd, wind- und wettergegerbt wie eine Fata Morgana über dem Wüstensand erhebt. Die spektakuläre Anlage lenkt die Aufmerksamkeit der Besucher auf die seltenen Wüstenantilopen und ermöglicht es dem Zoo, über die Bedrohung der Tiere zu informieren.
Die weißen Addax sind perfekt angepasst an ein Leben in der Wüste in erbarmungslosen 50 Grad. Ein paar Kräuter und Gräser reichen ihnen zum Überleben. Monatelang können Addax ohne Wasser auskommen, spüren aber dennoch, wenn es irgendwo – selbst bis zu 200 Kilometer entfernt – in der Wüste regnet. Dann machen sie sich auf den Weg, um das frische Grün zu fressen, das auf den Regen folgt.
Die Antilopen kämpfen in der Wüste nicht nur gegen Hitze und Durst, sie kämpfen vor allem ums Überleben. In den meisten Sahara-Staaten gilt die Wüstenantilope bereits als ausgerottet.
Seit 1985 wildert der Zoo Addax in Tunesien und Marokko aus und engagiert sich gemeinsam mit Zoos aus aller Welt dafür, die seltenen Antilopen in freier Wildbahn vor dem Aussterben zu bewahren. 100 Addax aus Hannover, Europa und den USA leben heute bereits wieder in Nationalparks in der Sahara.













