(openPR) Leipzig, 05.07.2011 - Neue Ausstellung im Kulmbacher Kunstverein
Der Kulmbacher Kunstverein zeigt ab dem 23. Juli in den Räumen des Brauereimuseums mit ca. 60 Arbeiten die bisher größte Ausstellung von Metulczki. Nein – der Leipziger Künstler malt nicht einfach nur Bier. Herausgefordert durch das auf den ersten Blick profane Thema, arbeitet sich der in Leipzig lebende Künstler, seit einigen Jahren konsequent durch
all die Annehmlichkeiten und Niederungen der Bierkultur. Romantische Szenen und Interieurs, genauso wie Tippelbrüder und soziale Schieflagen, all das verarbeitet Metulczki in seiner Bierserie. Diese wiederum kann dabei in drei Werkgruppen unterteilt werden.
Zum einen gibt es die romantischen, an die klassische niederländische Malerei erinnernden „Bierleben“ und Schellackarbeiten. Halbvolle Biergläser vor verträumten Männern – ein Titel verrät „Typisch Typen“ - werden von leichtem Kerzenschein in schummriges Licht getaucht. Metulczkis eigens dafür entwickelte Schellacktechnik unterstreicht die Tiefe und verleiht den
Bildern eine besondere Patina. Reflektionen des Lichtes werden auf den Biergläsern nicht nur festgehalten, sondern das Gerstengetränk selbst wird von Metulczki zum Leuchten gebracht. Farbigkeit und überaus harmonische Kompositionen machen diese Bier-Stil-Leben zu einzigartigen Bildern.
Eine weitere Fraktion bildet die großformatige Schleipziger HS- Reihe. Diese Arbeiten sind kompositorische und malerische Höchstleistungen in Metulczkis Schaffen. Die undefinierten Räume als fragile Konstruktionen erinnern an Theaterkulissen und sind damit bereits eine künstliche Welt. In diese Welt werden jedoch reale Figuren, Motive und Geschehnisse gesetzt.
Die Figuren reichen von Arbeitern, die Bierfässer stemmen, Außenseitern und so genannten Randexistenzen der Gesellschaft, bis zu beobachtende Fotografen, Kindern. Die kindlichen bzw. jungen Figuren, z.B. ein Junge mit Fernglas, eine Fotografin oder ein Kind mit Verletzungen im Gesicht, werden den Biertrinkern entgegen- bzw. gegenübergestellt und symbolisieren eine komplett konträre Lebenssituation. Formal öffnen diese Figuren den Raum und führen den Betrachter in das Geschehen.
Korrespondierend hierzu bleibt noch die „Kühlschrankserie“zu erwähnen. Kühlschrank wird hier zur Metapher von Konservieren und ist zugleich ein Hinweis auf die Farbigkeit der Bilder. Wiederum eine eigens entwickelte Technik, lässt diese Arbeiten fast zum Objekt werden. Unter milchigen Schichten und Nebelschwaden verschwinden und erscheinen Räume, Stadtlandschaften und natürlich, die schon in der Schleipziger- Reihe anzutreffenden Figuren. Diesen eine Plattform zu geben, sie zu konservieren, humor- und würdevoll in Szene zu setzen, das sind Hintergründe der Kühlschrankserie. Inhaltliche Ähnlichkeiten und vor
allem der menschliche und liebevolle Blick auf schräges Personal lassen sich bei Carl Spitzweg und Heinrich Zille finden, die Metulczki gerade wegen ihrer Haltung mag.
Für diese Ausstellung wurden Werke aus Privatsammlungen aus Dresden, Stuttgart und Leipzig geliehen. Bilder von Metulczki befinden sich unter anderem in München, Frankfurt, Berlin, Kopenhagen und Oxfordshire.
Der Künstler wird zur Eröffnung und Finissage persönlich anwesend sein. Der Kunstverein Kulmbach und der Bayerisches Brauerei- und Bäckereimuseum Kulmbach e.V freuen sich auf Ihren Besuch!
Ausstellungsdauer: 23.07. - 04.09.2011
Ort: Kulmbacher Kunstverein im Bayerisches Brauerei- und Bäckereimuseum Kulmbach e.V., Hofer Straße 20, 95326 Kulmbach
Vernissage am Freitag, den 22.07.2011 um 18:00 Uhr
Begrüßung: 1. Vorstand H. Hofmann
Grußworte: Landrat Klaus-Peter Söllner
Oberbürgermeiseter Henry Schramm
Einführung: Dr. Matthias Liebel
Finissage am Sonntag, den 04.09.2011 um 17:00 Uhr
Mehr zu Metulczki: http://www.artae.de/metulczki.html













