(openPR) 40 Masterstudenten beider Hochschulen, 23 Studierende des ersten Semesters im Masterstudiengang International Business Development (IBD) der ESB Business School in Reutlingen und 17 Masterstudenten der Fakultät „Economics and Management“ (FEM) der State Polytechnical University in St. Petersburg, hatten die Gelegenheit, an einem ganz besonderen Planspiel teil zunehmen: Gemischte deutsch-russische Studentengruppen kämpften als Hersteller von Mobiltelefonen um Kunden, Märkte, Marktanteile, Technologien, um die Vorherrschaft oder schlicht das Überleben auf schnellebigen High-Tech Märkten. Veranstaltungsort war das internationale Zentrum der Polytechnical State University in St. Petersburg, das mit moderner Ausstattung und hervorragender Unterstützung eine ideale Umgebung für diese Form der akademischen Zusammenarbeit bot. Nichtsdestotrotz brachten die Studenten beider Fakultäten die Technik mehrmals an ihre Grenzen. Das Planspiel wurde in englischer Sprache von Prof. Dr. Roland Heger durchgeführt, teilweise unterstützt durch russische Dozenten. Mangels deutscher und russischer Sprachkenntnisse kommunizierten auch die russischen und deutschen Mitspieler untereinander auf Englisch. Während Prof. Roland Heger, PhD, die akademische Leitung übernahm, organisierte Martina Traub-Kaiser, M.A., Studiengangskoordinatorin des Masterstudiengangs IBD, die Exkursion.
Auf russischer Seite stand das Projekt unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Dubolazov, Leiter des Departments „Entrepreneurship and Commerce“ und Vizedekan der Fakultät. Zusammen mit Prof. Dr. Vladimir Maslov begrüßte er die Studierenden und lud alle Teilnehmer für den 2. Abend zu einem gemeinsamen russischen Abendessen in das „House of Scientists“ ein. Mehrere russische Studentinnen und Studenten kümmerten sich um ihre deutschen Kommilitonen und halfen dabei, sich in der russischen Millionenmetropole zurechtzufinden.
Vladimir Shchegolev, Assistant Professor und Verantwortlicher für die Organisation auf russischer Seite, begleitete das bi-nationale Planspiel fast rund um die Uhr. Welche Bedeutung diesem von russischer Seite beigemessen wurde, zeigte u.a. der Besuch eines TV-Teams. In einem Clip werden sowohl Sequenzen aus dem Planspiel, als auch Interviews mit Prof. Heger, PhD, und Studierenden gezeigt werden.
Inhaltlich konnte von zehn vierköpfigen Teams, die Komplexität realer Unternehmensentscheidungen erfaßt, nachvollzogen und gemanagt werden. Als Leitungsgremium eines international agierenden HighTech-Unternehmens mussten Produktmerkmale, Marketingaktivitäten, Finanzierungen etc. erarbeitet werden. Dabei waren Abhängigkeiten von Technologien und Märkten, wie z.B. der Stand des Ausbaus der Telefonnetze, zu berücksichtigen. Die bi-nationalen Teams mussten ihre Gruppe organisieren, Aufgaben verteilen und sich mit der unterschiedlichen Herangehensweise an die Lösungen vertraut machen. Jeder Teilnehmer war herausgefordert, zum Erfolg der interkulturellen Teamarbeit beizutragen.
Geplant waren 4 Planungs- und Entscheidungsrunden, tatsächlich gespielt wurden dann insgesamt 5 Runden. Die Teams waren so begeistert und engagiert, daß sie mehrheitlich für eine zusätzliche Runde votierten. Die Präsentation und Ehrung der besten Teams nahm Prof. Dr. Dubolazov für die deutschen und Prof. Dr. Heger für die russischen Studenten mit der Überreichung einer Teilnahme-urkunde vor.
Die Arbeit stand für alle Beteiligten klar im Vordergrund, dennoch sollte auch das Kulturelle und der besondere Flair von St. Petersburg nicht zu kurz kommen. Die beginnenden „weißen Nächte“ zeigten bei sommerlichen Temperaturen ihre ganze Faszination und erlaubten auch um 23 Uhr bei strahlendem Sonnenschein noch ein ausgedehntes Programm. Ein Besuch im Mariinskiy Theater, im Ballett, der Eremitage und des Peterhofes standen ebenso auf dem Programm wie eine Bootstour und der Besuch des Pushkin Parks.
Die deutschen Studierenden zeigten sich begeistert von dieser einmaligen Gelegenheit in internationalem Umfeld leben und gemeinsam mit russischen Kommilitonen arbeiten zu können.
Die Durchführung des Planspieles in St. Petersburg stellte nach gemeinsamer Ansicht einen Höhepunkt in den langjährigen Beziehungen zwischen der Hochschule Reutlingen und der Polytechnical State University, St. Petersburg, dar.
Herzlichen Dank geht an die V.I.M.A., mit deren Unterstützung eigens T-Shirts mit den Emblemen beider Hochschulen bedruckt werden konnten, sowie an Baldur Veit, Leiter Reutlingen International Office und Dr. Anton Maslov (RIO). Dank der finanziellen Unterstützung aus DAAD Mitteln wurde die breite Teilnahme der Studierenden erst realisierbar.











