(openPR) Das neue Heft der Museumsblätter ist erschienen.
Das Heft 18 der Museumsblätter führt mitten hinein in das Herz eines jeden Museums – die Sammlung: Denn durch seine Sammlung definiert sich ein Museum und unterscheidet sich von anderen Kultureinrichtungen. Sammlungen bilden seine Kernkompetenz. Angesichts dieser Tatsache wurde es höchste Zeit, dass der Museumsverband diesem Thema eine eigene Ausgabe der Museumsblätter gewidmet hat. Er tat dies mit dem Blick auf das Gewordensein von Sammlungen, ob sie nun noch in privater Hand sind oder Teil mitunter alter Museen.
Dabei wird vor allem deutlich, dass es der Sammler bedarf, um Gold zu finden und blank zu putzen. Dabei könnte die Motivation für das Sammeln unterschiedlicher nicht sein: Berufliche Bindungen, Sammeln um gegen Verdrängtes anzugehen oder einfach die Freude am Schönen, der Eifer eine wissenschaftliche These zu beweisen oder auch Empörung über das, was doch niemals hätte geschehen dürfen. Unterschiedlich sind die Wege der Sammlungen, unterschiedlich sind auch die Initiativen, sie ans Licht, mitunter aus jahrzehntelangem Dornröschenschlaf, und in die Öffentlichkeit zu bringen. Es ist eine Auswahl von Sammlern und Sammlungen, anhand derer aber doch Typisches deutlich wird. Und es geht uns um Strategien für diese vielen Sammlungen und um einen Platz nicht nur im Herz des Museums, sondern mittendrin in der Gesellschaft.
Inhalt:
Verdrängte Geschichte – Sammlungen gegen das Vergessen
Auf den Spuren jüdischer Geschichte. Die Sammlung Arnold Kuchenbecker in Finow
(Marlen Böhme)
Eine Biographie und zwei Kriege. Wilhelm Runge in Meyenburg
(Reinhard Hahn)
Sammeln gegen den Krieg. Antikriegsmuseen in Berlin
(Iris Berndt)
Die Geschichte des Helfens. Vom Aufbau eines Rotkreuzmuseums in Luckenwalde
(Rainer Schlösser)
Flucht und Vertreibung. Die Sammlung der Stiftung Brandenburg in Fürstenwalde
(Felix Ackermann)
DDR-Bücher vom Müll. Martin Weskott und die Bücherburg Katlenburg
(Hartmut Sommerschuh)
Von kunstvollen Raritäten und dem Kosmos des Alltags
Rätselhafte Dinge. Walter Streblow und sein Museum in Lindow (Mark)
(Martin Ahrends)
Alltag als Kosmos. Susann Hellemann und Lothar Binger in Kleinmachnow
(Steffen Mühle)
Kleider mit Gesicht. Das Modemuseum Schloss Meyenburg
(Josefine Edle von Krepl)
Von „karierten Maikäfern“ und tönernen Entdeckungen. Die Ofensammlung Arndt aus Berlin
(Nicole Seydewitz)
Das „eiserne Skizzenbuch“. Der Nachlass Julius Schramm in Potsdam
(Judith Granzow)
Schaubilder der Passionsgeschichte. In Neuzelle entsteht ein neues Museum
(Walter Ederer)
Juwelen in der Provinz. Die Sammlung des Kunst- und Kulturvereins Rheinsberg
(Karin Niemann, Peter Böthig)
Gesammeltes Wissen über Himmel und Erde
Souvenirs der Eiszeit. Die Sammlung Bennhold in Fürstenwalde
(Harro Hess)
Senftenberger Gold. Dieter Müller und sein Bergbaumuseum in Niemtsch
(Martin Stefke)
Mehr als ein „Kuriositäten Kabinett“. Die Sammlung des Grafen von Zieten
(Hansjörg Albrecht)
„Einen Lehrer muß ich noch besonders nennen…“. Ernst Weisker in Neuruppin
(Bert Krüger)
„Der Prignitzer Boden gehört also zum uralten Heimatboden der Germanen“
Waldtraut Bohm und das Museum Perleberg
(Arne Lindemann)
Forschungen in Nicaragua. Die Sammlung Götz von Houwald in Lübben
(Christina Orphal)
Schmerz und Narkose. Die Sammlung von Knud Gastmeier in Potsdam
(Hans-Albrecht Kühne)
Höhenweltrekord für Drachengespanne. Wie in Lindenberg Wettergeschichten gesammelt werden
(Werner Iffländer)
Der seltene Bär. Lehrer Hermann Schütz in Lenzen
(Georg Grüneberg, Jochen Köhler)
Strategien für Sammlungen in Brandenburg. 50 Flaschenpost für die Zukunft. Sammlungen als Herausforderung für die Gesellschaft
(Iris Berndt)
Weitere Informationen unter http://www.museen-brandenburg.de/museumsblaetter.html










