(openPR) Fünf KünstlerInnen zeigen Reflexionen ihres Arbeitsaufenthalts in Havanna im Dezember/Januar 2010/11
Eröffnung: Donnerstag, den 16.6.2011, um 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 17.6.–19.6.2011
Öffnungszeiten: Do. + Fr. 15–18 Uhr, Sa. + So. 14–18 Uhr
Im Herbst 2010 reisten Marijanca Ambos, Dörthe Bäumer, Reinhild Gerum, Rudolf Huber-Willkoff, Alix Stadtbäumer und Susanne Wagner für drei Wochen nach Havanna/Kuba und bereiteten dort gemeinsam mit kubanischen Künstlern die Ausstellung „Los Desastres de la Guerra“ vor. Der intensive Austausch mit den kubanischen Künstlern war für die Münchner Künstler mit einer Vielzahl von Eindrücken verbunden. Zahlreiche Arbeiten, die während und in den Wochen nach der Reise entstanden und auf Kuba Bezug nehmen, zeugen davon. Die Ausstellung zeigt nun eine kleine Auswahl.
Marijanca Ambos konfrontiert in ihren Kollagen das Klischee vom blauen Karibikhimmel mit ihren persönlichen Eindrücken. Die materialreichen Arbeiten sind in Holzkästen montiert, die ihnen den Charakter von Materialsammlungen verleihen.
Dörthe Bäumer widmet sich in ihren Arbeiten kubanischen Gesichtern, die sie in ihren rätsel-haften, atmosphärischen Zeichnungen mit den bizarren Formen der karibischen Korallen verschmilzt. Die Zeichnungen entstanden mit Bleistift und Aquarellfarbe auf sehr dünnem Papier.
Die Arbeiten Reinhild Gerums werden von den Farben Rosa und Hellblau dominiert. Diese hell leuchtenden Farben, die das Erscheinungsbild Kubas prägen – sei es in der Architektur, im Straßenverkehr oder in der Kleidung der Bevölkerung – stehen in starkem Kontrast zum grauen Untergrund und der rauen Oberfläche des Papiers.
Rudolf Huber-Wilkoff fotografierte in Kuba die Kühlerfiguren der Oldtimer, die in Havanna als Sammeltaxis benützt werden. Diese einst berühmten „kleinplastischen“ Figuren sind beinahe vergessene Zeugnisse einer untergegangenen Kultur und wirken auf den Bildern wie Monumente.
Alix Stadtbäumer beschäftigt sich in ihren „post-kubanischen“ Arbeiten mit den alltäglichen Erscheinungen des kubanischen Alltaglebens und setzt diese installativ in raumbezogene Wandarbeiten aus farbigem Karton um. Einzelne Pflanzenelemente weben sich in das Bild ein und geben ihm eine wuchernde, urwaldähnliche Anmutung.
In den Tuschezeichnungen Susanne Wagners kommt zum Ausdruck, dass die Linie (...) die ursprünglichste Äußerung eines Künstlers ist. Durch ihren von Comics beeinflussten Stil und die surreale Fantasie bei der Umsetzung bekommen die Zeichnungen – trotz (...) absurd-grotesker Szenerien – etwas Witziges (Text: Petra Noll).













