(openPR) ESB Alumni Alternative Careers Forum 2011: “make a difference – think beyond borders”
Das Motto des Alternative Careers Forum in diesem Semester stand unter dem Motto: "Make a difference – think beyond borders“. Als Referenten konnten wir vier ESB-Alumni gewinnen, die den zahlreichen Studenten ihre persönlichen Werdegänge sowie ihre Motivation für diese schilderten. So regten sie den ein oder anderen ESB-ler zum Nachdenken an: „Ist mir Geld am wichtigsten? Was will ich in meinem Leben erreichen, was sind eigentlich meine Werte?“.
Dennis Hoenig-Ohnsorg von der Jugendinitiative Ashoka erklärte uns den Unterschied zwischen Lamas und Beratern, während wir von Dominik Dresel (Teach First) erfuhren, was ESB-ler mit der Hauptschule zu tun haben. Über seine Freude an Unternehmensgründungen klärte Start-up-Unternehmer Paul Morgenthaler auf: „Unternehmer sind Junkies, sie lieben das Auf und Ab“. Als Referent aus der Medien-und Gründerwelt berichtete Matthias Müller von Holtzbrinck Digital begeistert von Internetspielen mit Blumen und Zauberstäben.
„Wenn du in diesem Land etwas bewegen willst und wenn du Pionier sein möchtest, dann solltest DU einmal über Teach First Deutschland nachdenken!“. Dominik Dresel fühlte sich angesprochen und hat sich nach seinem Studium an der ESB für Teach First Deutschland entschieden. Er berichtete uns von seinem Arbeitsalltag an der Hauptschule und von seiner Motivation, etwas gegen die große Chancenungleichheit in Deutschland zu tun. Das Programm schickt junge Akademiker für zwei Jahre an Hauptschulen in soziale Brennpunkte, um dort benachteiligte Schüler zu unterrichten, zu begeistern und zu fördern. Bei Teach First lernt man über sich hinaus zu wachsen und Grenzen zu überwinden. Unternehmen wie McKinsey oder Deutsche Post DHL wissen den Einsatz der jungen Akademiker zu schätzen und unterstützen die „Fellows“ mit dem Programm „Teach first-join later“. Dominik Dresel konnte uns überzeugen, dass es sich gut anfühlt der Gesellschaft etwas zurückzugeben.
Die Suche nach dem Sinn hat auch Dennis Hoenig-Ohnsorg beschäftigt. Während seiner Zeit an der ICADE in Spanien absolvierte er sein erstes Pflichtpraktikum bei der GTZ (Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit). In einem Projekt managte er dabei 15.000 Lamas in den Anden Boliviens. Die zwei Jahre an der ESB in Reutlingen nutzte er für eine Vereinsgründung und das Spendensammeln für Bildungsprojekte in Bolivien.
Nach seiner Graduierung war für ihn klar, dass sich seine persönlichen und beruflichen Werte decken sollten: „Ich trenne nicht zwischen Leben und Leben, Leben ist Leben!“ Die Lösung war: Ashoka. Diese Organisation fördert Social Entrepreneurs, die neue Ideen mit systemverändernder gesellschaftlicher Wirkung verbreiten. Unterstützt wurden bisher viele Projekte wie zum Beispiel der Einsatz von Spürratten gegen Landminen in Afrika.
Daran knüpfte auch Paul Morgenthaler mit seinem Vortrag an, dem seine Arbeit so viel Spaß macht, dass auch er eine 80-Stunden Woche nicht als belastend empfindet. Er ist Social Entrepreneur und hat mit „Paul´s way“ ein Online-Unternehmen gegründet, das nützliche Basisprodukte wie beispielsweise Taschenkalender nach dem „Eins zu Eins-Prinzip“ verkauft. Für jedes bestellte Buch wird ein Schulbuch an bedürftige Kinder in Kambodscha gespendet. Zu seinem Unternehmen „Paul´s way“ kam auch er auf Umwegen. Nach dem Studium an der ESB sowie an der Harvard Business School hat er Abstecher in andere Bereiche wie die Unternehmensberatung gewagt und weitere Start-ups wie zum Beispiel die Prof. Dr. Schneck Rating GmbH mitgegründet.
Paul ermunterte uns, sich besonders im jungen Studentenalter ans Experimentieren zu wagen, auch wenn das Risiko zu scheitern nicht zu unterschätzen ist: „four out of five times I´m going to fail!“. Seiner Meinung nach kann man den größten Erfolg jedoch nur erreichen, wenn die Tätigkeit weniger im Wunsch nach großem Reichtum, sondern in einer intrinsischen Motivation begründet liegt.
Mit Venture Capital und Unternehmens-Start-ups kennt sich auch Matthias Müller aus. Er ist bei Holtzbrinck Digital als Investment Manager für die Betreuung und Weiterentwicklung von jungen Unternehmensbeteiligungen verantwortlich. Ob social games wie Farmville und Blumenspiele auf facebook oder Ecommerce-Shops wie Zalando, viele junge Unternehmer entdecken das Potential des Internets und nutzen dieses zur Profitgenerierung. Matthias ist begeistert von der Dynamik der Branche und fragt uns: „Wo sind die ESBler?“ Scheinbar sind wir unter den zahlreichen Neugründern noch recht spärlich vertreten.
Nach all den Anregungen möchten wir uns noch einmal bei allen Referenten sowie bei den Teilnehmern und Unterstützern des Events bedanken und freuen uns über die interessanten Einblicke in alternative Karrierewege, abseits vom Mainstream.













