(openPR) Verein Ja zu Deutschland e.V. befürchtet dadurch Schädigung des Vertrauens in diese Herkunftsbezeichnung
Oldenburg, 12. Mai 2011: „Made in Germany“ boomt. Die Zahl deutscher Exporte hat ein Rekordhoch erreicht. Gerade Autos oder Maschinen „Made in Germany“ genießen international einen hervorragenden Ruf. Dabei steht der Herkunftsnachweis in den Augen vieler Verbraucher stellvertretend für einen hohen Qualitätsanspruch aber auch für Werte wie Zuverlässigkeit, Solidität und hohen technischen Standard. Umfragen bestätigen immer wieder, dass Verbraucher durchaus bereit sind, für Produkte „Made in Germany“ mehr Geld auszu-geben. Dieser gemeinhin empfundene gute Ruf führt im Umkehrschluss aber auch dazu, dass die entsprechende Produktkennzeichnung immer wieder missbräuchlich und damit letztlich irreführend verwendet wird. „Wir beobachten mit Sorge, dass die missbräuchliche Verwendung von „Made in Germany“ zunimmt. Dies ist natürlich eine Folge des Booms, den „Made in Germany“ derzeit erfährt, kann aber langfristig zu einer erheblichen Schädigung des Vertrauens in diese Herkunftsbezeichnung führen“, beschreibt Gabriele Schmieder, Vorsitzende des Vereins „Ja zu Deutschland e.V.. „Die Voraussetzungen für die Produktkenn-zeichnung “Made in Germany“ sind nach wie vor gesetzlich nicht definiert. Sie sind insbesondere das Ergebnis der betreffenden Rechtsprechung deutscher Gerichte “, so Schmieder weiter. Nach geltendem Wettbewerbsrecht ist die irreführende Verwendung einer Herkunfts-bezeichnung zum Zwecke der Werbung sogar strafbar. Rund 14.000 Beschwerden und An-fragen zu lauterem Geschäftsverkehr hat die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs e. V. laut einer Pressemitteilung vom 10. Mai 2011 im Jahr 2010 bearbeitet. Dabei seien allein die Beschwerden wegen irreführender Werbung im vergangenen Jahr um über fünf Prozent angestiegen.
Um Unternehmen und Verbrauchern einen höheren Schutz vor einer willkürlichen Verwendung der Herkunftsbezeichnung zu gewähren, bietet der Verein Ja zu Deutschland e.V. Unternehmen seit Anfang dieses Jahres die Möglichkeit an, ihre Produkte „Made in Germany“ zertifizieren zu lassen. So vergibt der Verein Ja zu Deutschland e.V. seit Januar 2011 sein neu entwickeltes Zertifikat sowie sein Siegel „Made in Germany“ nur noch für solche Wirtschaftsgüter, die zum einen von Unternehmen hergestellt werden, die sich zum Standort Deutschland bekennen und auf der Internetplattform des Vereins registriert sind und die zum anderen im Rahmen eines Audits eine Wertschöpfungstiefe von mehr als 50 Prozent im Herkunftsland Deutschland aufweisen können. Das Audit wird von einem externen Auditunternehmen durchgeführt. Ihm zugrunde liegt ein vom Verein aufgestellter Kriterienkatalog, der auf der aktuellen Rechtsprechung zu „Made in Germany“ basiert. Im Rahmen des Audits wird sowohl die Wertschöpfungstiefe des Produktes selbst als auch die seines Herstellungsprozesses geprüft. „Vertrauen in das Unternehmen und seine Produkte ist für Verbraucher eine wesentliche Grundlage für eine Kaufentscheidung. Dabei bietet, gerade in Zeiten zu-nehmender Globalisierung, der seriöse Gebrauch von Gütesiegeln oder Herkunftsnachweisen eine wichtige Entscheidungshilfe“, so Gabriele Schmieder weiter. „Mit dem Angebot einer Zertifizierung wollen wir einen Beitrag für Verlässlichkeit und Seriosität der Herkunftsbezeichnung „Made in Germany“ leisten – im Sinne der Unternehmen und der Verbraucher.“




