openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Regionalplanung muss in den Händen der Regionalen Planungsverbände bleiben

12.05.201107:55 UhrVereine & Verbände

(openPR) Regionaler Planungsverband München (RPV) begrüßt Beschluss des Bayerischen Städtetages zur Beibehaltung der bisherigen Landes- und Regionalplanung

München (11.05.2011) – Der Bayerische Städtetag hat gestern seinen Beschluss zur Reform der Landes- und Regionalplanung vom 15. Februar 2011 bekräftigt. Danach erwartet er vom Freistaat Bayern die Beibehaltung und Stärkung der kommunal verfassten Regionalplanung in der derzeitigen Grundstruktur sowie angemessene Regeln zum Einzelhandelsziel. Eine völlige Kommunalisierung der Regionalen Planungsverbände im Sinn einer „kommunalen Aufgabe“ lehnt er ab.



Der Vorsitzende des Regionalen Planungsverbands München, Rainer Schneider, begrüßt die Haltung des Bayerischen Städtetags. Sie entspricht den Forderungen des Regionalen Planungsverbands München. „Nur mit der bisherigen Struktur der Regionalplanung kann eine verbindliche, flächendeckende und an der Gleichwertigkeit der Lebens- und Arbeitsverhältnisse orientierte Entwicklung der Bayerischen Regionen sichergestellt werden“, betont Schneider.

Derzeit sind die Regionalen Planungsverbände, also die gesetzlichen Zusammenschlüsse aus Landkreisen, kreisfreien Städten und kreisangehörigen Gemeinden, für die Regionalplanung in Bayern zuständig. Die an sich staatliche Aufgabe der Regionalplanung ist damit kommunal verfasst. Die Regionalen Planungsverbände nehmen eine Mittlerposition zwischen staatlicher und kommunaler Planung ein. Neuerdings wird vorgeschlagen, die Regionalplanung als „verpflichtende eigene kommunale Aufgabe“ zu organisieren. Danach sollen Zusammenschlüsse von mehreren Landkreisen bzw. von kreisfreien Städten und Umlandlandkreisen Träger der Regionalplanung werden. Die Rolle der kreisangehörigen Gemeinden ist noch ungeklärt.

Kommunaler Einfluss wäre de facto geringer als bisher

„Die Regionalplanung völlig in kommunale Hände zu geben, hört sich zunächst verlockend an. De facto wird man sich in diesen kommunalen Zusammenschlüssen aber zum Beispiel über die strittigen Themen Vorranggebiete für Bodenschätze oder Sicherung regionaler Grünzüge nicht einigen können, so dass diese Themen dann an den Staat zurückfallen“, gibt Schneider zu bedenken. Die Folge wäre der tatsächliche Verlust von Mitsprache- und Mitentscheidungsrechten bei wichtigen Themen der Regionalentwicklung. Nicht eine Stärkung, sondern eine Schwächung des kommunalen Einflusses auf die regionale Entwicklung wäre die Folge einer solchen Lösung, da wesentliche Entscheidungen dann der Staat übernehmen würde.

Unklar sei auch die Bildung solcher neuen kommunalen Planungsverbände. Den bisher 18 Planungsverbänden in Bayern stünden möglicherweise eine Vielzahl völlig willkürlich zusammengeschlossener Verbände gegenüber. Damit könnten nicht nur gemeinsame strukturelle Probleme nicht mehr adäquat gelöst werden, sondern auch die Zahl der Gremien würde sich deutlich erhöhen. Mit allen Folgen für die Zahl der Positionen und den Abstimmungsbedarf mit anderen Stellen.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 536814
 131

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Regionalplanung muss in den Händen der Regionalen Planungsverbände bleiben“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Regionaler Planungsverband München

Zweiter S-Bahn-Tunnel ohne Alternative
Zweiter S-Bahn-Tunnel ohne Alternative
Der Regionale Planungsverband München fordert zügige Entscheidungen über Realisierung und Finanzierung München (18.03.2010) – Alle seriösen Gutachten sprechen eine Sprache: Der zweite S-Bahn-Tunnel ist gegenüber Südring und Nordtunnel die verkehrlich sinnvolle und einzig finanzierbare Lösung für den Ausbau des S-Bahnsystems in der Region München. Sowohl Südring als auch Nordtunnel würden mehr volkswirtschaftliche Kosten als Nutzen verursachen. Zudem löst der Nordtunnel das Problem auf der S-Bahnstammstrecke nicht, da er weder Marienplatz noc…
Die Region München zukunftsfähig machen
Die Region München zukunftsfähig machen
An zweitem S-Bahn-Tunnel führt kein Weg vorbei München (23.02.2010) – Nach der Anhörung im Bayerischen Langtag am kommenden Donnerstag soll die Entscheidung fallen: zweiter S-Bahn-Tunnel ja oder nein. Der Regionale Planungsverband München unterstützt seit langem die Planung zum Neubau des zweiten S-Bahn-Tunnels und fordert seine baldige Realisierung. Eine Entscheidung über die zweite S-Bahn-Strecke steht kurz bevor – das zumindest erhoffen sich alle Beteiligten. Mit dem zweiten S-Bahn-Tunnel liegt ein zukunftsfähiges Verkehrskonzept für di…

Das könnte Sie auch interessieren:

Der Regionale Planungsverband München muss gestärkt werden
Der Regionale Planungsverband München muss gestärkt werden
Oberbürgermeister Christian Ude zu Meldungen „Huber will ein Ende der Planungsverbände“ Wie berichtet, will der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im bayerischen Landtag, Erwin Huber, die Regionalen Planungsverbände kippen. Die Aufgaben der Planungsverbände könnte auch eine der nächsthöheren Behörden übernehmen. Die Regionalen Planungsverbände würden …
Bild: Nachhaltige Wasserversorgung für Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet: Kongress an der Frankfurt UASBild: Nachhaltige Wasserversorgung für Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet: Kongress an der Frankfurt UAS
Nachhaltige Wasserversorgung für Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet: Kongress an der Frankfurt UAS
… Rhein-Main-Region sowie Aufgaben, Inhalt und Wirkung des regionalen Flächennutzungsplans und entstehende Nutzungskonflikte und Anforderungen beim Grundwasserschutz in der Regionalplanung. „Von jeder Flächennutzung – vor allem von Wohn-, Gewerbe- und Industriegebieten sowie Infrastruktureinrichtungen und Landwirtschaft – gehen grundsätzlich Gefährdungen …
Repowering und Regionalplanung
Repowering und Regionalplanung
… Repowering wird durch das Klimaaktionsprogramm der Bundesregierung gestützt, stößt jedoch an einer Vielzahl von Standorten in Sachsen und Thüringen auf Widerstand der regionalen Planungsverbände und der entsprechenden Genehmigungsbehörden.“ In Sachsen sind derzeit rund 170 so genannte Alt-Anlagen (älter als 10 Jahre) in Betrieb. Prof. Dr. Martin Maslaton, …
Landesplanungsminister Schnappauf übergibt Landesentwicklungskonzept Ost–Oberfranken an regionalen P
Landesplanungsminister Schnappauf übergibt Landesentwicklungskonzept Ost–Oberfranken an regionalen P
… ökologischen Maßnahmen im Zuge des Hochwasserschutzes. Damit liefert es die Entscheidungsbasis für die zukunftsweisende Regionalentwicklung und Regionalplanung. Landesentwicklungsminister Werner Schnappauf übergibt dem Regionalen Planungsverband am Freitag, 12. September 2003, 14:00 Uhr,Landratsamt Bayreuth,Markgrafenallee 5,95448 Bayreuth, das neue …
Bild: „Rohstoffsicherung durch Regionalplanung: unverzichtbar für die sichere Versorgung mit Rohstoffen in Bayern“Bild: „Rohstoffsicherung durch Regionalplanung: unverzichtbar für die sichere Versorgung mit Rohstoffen in Bayern“
„Rohstoffsicherung durch Regionalplanung: unverzichtbar für die sichere Versorgung mit Rohstoffen in Bayern“
… Moßandl, sieht die sichere Versorgung der Wirtschaft mit den nötigen Rohstoffen aus regionaler Herkunft in ernster Gefahr. „Die Landes- und Regionalplanung ist unverzichtbar“, erklärte Moßandl beim 2. Rohstoffstammtisch der Fachabteilung Sand- und Kiesindustrie in Mamming. Regionalplanung ein unverzichtbares Planungsinstrument Die Fachabteilung Sand- …
Verbesserung des Stadtklimas - Das Phänomen lokale Kaltluft
Verbesserung des Stadtklimas - Das Phänomen lokale Kaltluft
… 3787 Blatt 5:Umweltmeteorologie – Lokale KaltluftDüsseldorf, 11.12.2004 - Die Richtlinie gibt Empfehlungen für die Einbeziehung des Phänomens der lokalen Kaltluft bei der Stadt- und Regionalplanung mit dem Ziel, das Klima innerhalb bebauter Gebiete für den Menschen zu verbessern.Unter lokaler Kaltluft versteht man bodennahe Luft, die kälter als die ihrer …
Bild: Der Ausbau der Windenergie an Land – zwischen Aufbruchsstimmung und den Mühen der EbeneBild: Der Ausbau der Windenergie an Land – zwischen Aufbruchsstimmung und den Mühen der Ebene
Der Ausbau der Windenergie an Land – zwischen Aufbruchsstimmung und den Mühen der Ebene
BWE Fachtagung Windenergie Projektplanung – Regionalplanung, Repowering und Wind im Wald Es sind nicht nur Impulse, sondern handfeste Ausbaupläne für die Windenergie an Land: die verschiedenen Windenergieerlässe und Landesentwicklungsplanungen, ob in Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg oder Baden-Württemberg. Der so erzeugte Aufbruch …
Mehr Windenergie für Region Chemnitz-Erzgebirge
Mehr Windenergie für Region Chemnitz-Erzgebirge
Verwaltungsgericht Chemnitz betrachtet Regionalplanung als unwirksam Nach Auffassung des Verwaltungsgerichtes Chemnitz bestehen für die Planungsregion Chemnitz-Erzgebirge derzeit keine wirksamen Festlegungen zur regionalplanerischen Steuerung der Nutzung der Windenergie. Dies legte das Gericht in einem Termin zur mündlichen Verhandlung am 16.04.2008 …
Der Regionale Planungsverband München muss gestärkt werden
Der Regionale Planungsverband München muss gestärkt werden
Der Regionale Planungsverband München muss gestärkt werden Oberbürgermeister Christian Ude zur Meldung im Münchner Merkur „CSU will Planungsverbände kippen“ Wie am 04.02.2010 berichtet, will der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im bayerischen Landtag, Erwin Huber, die Regionalen Planungsverbände kippen. Die Aufgaben der Planungsverbände könnte …
Bild: Studienwahl.TV am 12.03.2012 zum Thema Stadt- und RegionalplanungBild: Studienwahl.TV am 12.03.2012 zum Thema Stadt- und Regionalplanung
Studienwahl.TV am 12.03.2012 zum Thema Stadt- und Regionalplanung
Am 12. März 2012 um 21:00 Uhr widmet sich Studienwahl.TV dem Thema Stadt-und Regionalplanung. Gast der Sendung ist Prof. Dietrich Henckel, der nach seinem Studium der Volkswirtschaft, Sozial- und Rechtswissenschaften an verschiedenen Institutionen der Stadt- und Raumplanung arbeitete, bevor er 2004 die Professur für Stadt- und Regionalökonomie am Institut …
Sie lesen gerade: Regionalplanung muss in den Händen der Regionalen Planungsverbände bleiben