(openPR) Die Lahn ist seit Jahrhunderten Lebensader zwischen Westerwald und Taunus mit einer der schönsten Flusslandschaften Deutschlands. Die Menschen hier leben mit und von der Lahn. Die Lahn ist Arbeitsplatz, ein Ort der Erholung und eine wichtige Einnahmequelle für viele Unternehmen, Städte und Gemeinden.
Fast genau so lange ist die Lahn eine Schifffahrtsstraße. Heute werden zwar keine Güter mehr transportiert, doch für die Fahrgastschifffahrt bedeutet die Bundeswasserstraße Lahn noch immer unverzichtbare Existenz.
Seit 1950 sind an der Lahn 11 Wassersportvereine (ca. 500 Mitglieder plus Familien) entstanden, die mit viel Eigenarbeit und privatem Geld ihre Häfen und Stege bauten und damit die Voraussetzung für einen umweltfreundlichen Wassertourismus geschaffen haben. Die ehrenamtlich geführten Vereine tragen durch aktive Jugendarbeit erheblich zum kulturellen Gemeinwohl der Bürger bei.
Übers Jahr kommen viele Gäste, oft von weit her, um die schöne Lahn mit ihren Booten und Schiffen zu besuchen. Sie sind es, die z. B. durch Liegegebühren, Einkäufe, Besuche von Schwimmbädern, Restaurants oder Sehenswürdigkeiten Geld an die Lahn und in die Region bringen.
Jetzt droht seitens der Politik die Schließung der Lahn, weil Wasserstraßen mit geringer Transportnachfrage zum Randnetz bzw. zu den Restwasserstraßen gehören. Im Bereich der Randnetze sollen die Unterhaltung und der Betrieb der Wasserstraße eingestellt werden. Dies bedeutet das finanzielle Ende für die Vereine, Restaurants und andere Unternehmen. Viele Arbeitsplätze gehen verloren. Die Politik will aus Gründen des Sparens genau den Ast absägen, von dem sie Steuergelder
erntet.
Die Lahn ist durch Wehre gestaut. Schleusen garantieren eine durchgängige Schifffahrt bis zum Rhein.
Schränkt man die Unterhaltung der Lahn wirklich ein, verschlammt das Flussbett. Die Folge sind extreme Hochwasser, die für die Anwohner höchst bedrohlich sind. Schon jetzt bekommen die Gemeinden an der Lahn das zu spüren, weil bereits in den letzten Jahren nicht mehr oder nur wenig durch das Wasser- und Schifffahrtsamt ausgebaggert wurde.
Renaturiert man die Lahn, öffnet man beispielsweise die Wehre, verkommt die Lahn zu einem Bach. Das Grundwasser wird den Ufern bis hoch in die Berge entzogen. Die Region trocknet aus. Der Lebensraum vieler Tiere verschwindet. Gebäude sinken ab und werden dadurch beschädigt. Die Wasserkraftwerke liefern keinen umweltfreundlichen Strom mehr.
Widerstand formiert sich in der Bevölkerung! Die Lahn muss eine Bundeswasserstraße bleiben! Die gesetzlich vorgeschriebene Betriebssicherheit muss weiter gewährleistet sein, damit der besondere Reiz der Lahn, ihr touristischer Stellenwert und ihre bedeutende Wirtschaftskraft erhalten bleiben.

















