(openPR) Während der vergangenen Bürgerkriege im ehemaligen Jugoslawien wurden viele Verbrechen begangen. Wir unterteilen weder die Opfer noch die Täter nach nationalen oder religiösen Kriterien, sondern verurteilen alle Verbrecher und bedauern alle Opfer des Kriegswahnsinns. Wir fordern eine möglichst objektive und gerechte juristische und moralische Sanktionierung aller Geschehnisse und aller Beteiligten.
Der Anlass für diese öffentliche Erklärung, ist der zehnte Jahrestag der Geschehnisse in Srebrenica und das offensichtliche Wiederaufleben einer diesbezüglich subjektiven, einseitigen und zweifelsohne antiserbisch orientierten Medienkampagne.
Hiermit erklären wir:
1) Auch in der Region von Srebrenica ist es eindeutig zu schweren Verbrechen gekommen und diese müssen richtig benannt und konsequent sanktioniert werden. Dies bezieht sich sowohl auf die Zeit als Srebrenica formal noch als "UN-geschützte demilitarisierte Zone" galt, obwohl währenddessen bis an die Zähne bewaffnete bosnisch-muslimische Streitkräfte aus Srebrenica über hundert serbischer Dörfer in der Umgebung dem Erdboden gleich gemacht und über 2000 unbewaffneter serbischer Zivilisten ermordet haben. Als auch auf die Zeit nach der militärischen Einnahme von Srebrenica durch die Streitkräfte der Republika Srpska und die nachfolgenden teilweise tragischen Ereignisse, Morde und andere gewissenlose und kriminelle Handlungen an der bosnisch-muslimischen Bevölkerung.
2) Die serbischen Streitkräfte haben jedoch nach der Einnahme von Srebrenica keinen Völkermord an der zivilen bosnisch-muslimischen Bevölkerung begangen. Gegenteilige Behauptungen zeugen entweder von den bösen Absichten einer weitreichenden und konsequenten Satanisierung der Serben oder aber von einer gründlichen Unkenntnis in bezug auf das Verbrechen 'Völkermord'. Die UN-Resolution vom 11. Dezember 1946 definiert sehr eindeutig dieses schwerste Verbrechen, das die Menschheitsgeschichte kennt, als "möglichst vollständige, systematische und als ein spezielles Vorhaben (Dolus specialis) geplante und durchgeführte Vernichtung einer ethnisch, national, religiös etc. determinierten Menschenpopulation, ungeachtet des Geschlechts oder des Alters der Angehörigen der Zielgruppe"
3) Die Tatsache, die nicht einmal die eifrigsten Befürworter der These von "serbischen genozidalen Verbrechern" in Abrede stellen, ist, dass der damalige Kommandant der Streitkräfte der Republika Srpska, General Ratko Mladic, die sichere Evakuierung von ca. 24.000 bosnisch-muslimischen Frauen, Kindern und Alten befohlen, organisiert, überwacht und durchgeführt hat. Dies macht die daraufhin geschehenen kriminellen Taten und Verbrechen nicht weniger kriminell, macht jedoch die These vom "serbischen Genozid" in Srebrenica endgültig zunichte (s. oben die UN-Definition des Genozids).
4) Die Geschichte des serbischen Volkes ist auch die Geschichte eines Volkes, das wiederholt Opfer massiven Völkermords wurde. Sollte uns Gott jemals mit Tätern des Genozids aus unseren Reihen bestrafen, so würden wir als Erste die Täter anprangern und verurteilen. Wir wissen wovon wir sprechen, da
a) während des 2. Weltkrieges kroatische Ustascha mit dem Wohlwollen Adolf Hitlers und durch fleißige Unterstützung und aktive Mitarbeit ihrer bosnisch-muslimischen Verbündeten über 100 000 Serben vertrieben, über 240 000 zwangskatholisiert und mindestens 750 000 Serben ermordet haben und zwar ungeachtet ihres Geschlechtes oder ihres Alters. Dies entspricht ohne Zweifeln der obigen UN-Definition des Völkermords, aber nichtsdestotrotz
b) lehnt es die kroatische sowie die bosnisch-muslimische intellektuelle, politische und klerikale Elite seit über fünfzig Jahren ab, sich mit dieser historisch verifizierten Tatsache auseinander zu setzen und pflegt statt dessen die verachtenswerte Unkultur des unsinnigen und gewissenlosen Verleugnens dieses barbarischen Völkermordes ("Balkanversion der Auschwitzlüge").
Im Gegensatz dazu, unterteilen wir weder die Opfer noch die Täter nach nationalen oder religiösen Kriterien. Vielmehr verurteilen wir alle Verbrecher und bedauern alle Opfer des Kriegswahnsinns. Wir fordern eine möglichst objektive und gerechte juristische und moralische Sanktionierung aller Geschehnisse und aller Beteiligten.
11. Juli 2005
Für den Weltkongress der Serben
Dr. Djordje Jovanovic, Vorsitzender, Belgien
Univ. Prof. Dr. Vera Bojic, Stellvertretende Vorsitzende, Serbien Univ. Prof. Dr. Zorica Kojic-Becker, Mietglied des Gründungsrates des WKS, Deutschland Dr. Vladimir Umeljic, Mietglied des Gründungsrates des WKS, Deutschland
Univ. Prof. Dr. Ljubomir Grujic, Frankreich
Prof. Ljubica Grujic, Frankreich
Für die Foundation for the Truth
Predrag R. Dragic Kijuk, Schriftsteller, Vorsitzender des Hauptausschusses, Serbien
Für das Serbisch-deutsche Komitee für Gerechtigkeit, Würde und Achtung des internationalen humanitären rechts
Angelina Markovic, Teamleiterin, Serbien
Für die Serbenvereinigung Nemanja, Bielefeld
Radmila Ninic, Vorsitzende, Deutschland
Dr. Dragica Ilic, Deutschland
Lazar Nikolic, Deutschland
Fur die Serbische Kulturvereinigung Karadjordjevici, Nürnberg
Dr. Bozidar Mitic, Deutschland
Dr. Milica Mitic, Deutschland
Für die Serbische Kulturvereinigung Obilic, Nürnberg
Dr. Vera Gajic, Deutschland
Dr. Vukasin Gajic, Deutschland
Für die Serbische Kulturvereinigung Vuk Karadzic, Erlangen
Dr. Dragoslav Vukanovic, Deutschland
Für den Kirchenmausschuss Hl. Cyril und Method, Nürnberg
Dipl. Ing. Ljubomir Blagojevic, Deutschland
Für den Kreis Serbischer Schwestern Hl. Petka, Nürnberg
Dipl. Ing. Cvijo Budisa, Deutschland
Prof. Gordana Budisa, Deutschland







