(openPR) TOLL !!! Lulu.com hat ca. 1 Million Autoren und 1.000 Neuerscheinungen/Tag nach eigenem Bekunden. Amazon bietet seit einigen Tagen (wenn auch noch sehr kompliziert in der Handhabung) kostenlos für Hobby-Autoren im Direktmarketing ebenfalls an, dessen Bücher als E-Book hochzuladen an. In Deutschland haben wir ca. 100.000 Neuerscheinungen mit ISBN. Und da reden die Geschäftsführer der Großfilialisten (Libri , Thalia, Osiander, Weltbild u.a.) mit stolz geschwellter Brust von lächerlichen 25-50.000 Titeln in Sortiment beim Börsenverein. Und hier ist naturgemäß jede Menge altes Zeug dabei um überhaupt eine nennenswerte Anzahl an E-Books an den Start gehen zu lassen.
Meine Vorhersage lautet: Wenn das E-Book ca. über 30-40% kommt, wird auch definitiv weniger gelesen. Aus dem Augen, aus dem Sinn!
Hugendubel-Familienmitglieder sprechen eh schon von immer mehr unverkäuflichen Titeln (sh. Interview in Süddeutsche Ztg. v. Montag, 14. März 2011). Es werden noch mehr Buchhandlungen als Thalia vorausgesagt verschwinden. 2005 waren es noch ca. 6.300 Buchhandlungen, 2011 sind es noch ca. 3.800 (gerne würde ich eine genau Anzahl wissen vom Börsenverein) deren Hauptgeschäft überwiegend Bücher verkaufen ist. Weltbild hat immer noch Schwierigkeiten nicht noch mehr Filialen schließen zu müssen, denn warum wohl gerade jetzt 1 Million Bücher für 1 Euro auf den Markt schmeißen?
Kasse machen bevor Schluss ist?
Und wenn E-Books einen gewissen Marktanteil für sich behaupten können, dann wird es nicht nur 100.000 Neuerscheinungen geben, sondern bis zu 500.000 im Jahr. Gleichzeitig tritt noch ein anderer Bücher-Fakt zutage, aus dem Auge, aus dem Sinn. Es wird weniger gelesen.
Denn im Internet finden sie immer nur das was sie schon kennen. Da hilft auch kein großes Stöbern mehr. Oder wollen Sie etwa ca. 20.000 Verlagsseiten im Internet studieren, wo es wann etwas Neues gibt. Da hilft dann möglicherweise neuebuecher.de auch nicht mehr weiter.
Schlussendlich und dies kann kein Internet bieten, wird der verbliebene Buchhändler wieder umso mehr gefragt sein durch seine hohe Beratungskompetenz, seine Servicekräfte (also Mitarbeiter) und letztendlich Freundlichkeit und Menschsein im Umgang mit seinen Kunden!













