(openPR) Am Rande des Windfensters hebt sich der mehrere Quadratmeter große Drachen gemächlich aus dem leicht welligen Wasser und schwebt kurze Zeit später etwa 20 Meter über dem Kopf eines im halbhohen Wasser watenden Menschen. Dieser, in enganliegendes Neopren gewandet, trägt noch eine Art Surfbrett ohne Segel unter dem Arm. Dann lässt er sich im Wasser treiben, steigt in die Schlaufen auf dem Brett und steuert den Drachen im Zickzackkurs vor dem Wind entlang. Elegant auf dem Brett durch die Wellen gleitend geht es ziemlich zügig vorwärts: Ein Kitesurfer.
Das Bild dieser Sportart ist an vielen Stellen nahe der Ostsee und an einigen Binnenseen in Deutschland schon recht häufig zu sehen. Auch in Polen hat der Sport schon viele Freunde gefunden. Sicher, im Vergleich zu den klimatischen Bedingungen etwa in Ägypten oder am Gardasee ist der Ganzkörper-Neoprenanzug für Kiter, wie sich die die Kitesurf-Sportler nennen, fast immer zwingend. Aber die polnischen Kitereviere können sich sehen lassen.
Ein Beispiel für einen Standort für werdende oder schon erfahrene Kitesurfer ist auf einem See gar nicht so weit von der deutsch-polnischen Grenze zu finden. In Dzwirzyno, einem kleinen Örtchen an der Ostsee - etwa drei Fahrtstunden von Berlin entfernt -, wartet eine professionelle Kitestation. Das für deutsche Zungen schwer aussprechbare Dzwirzyno (etwa: Dschwierschino) hieß einmal Kolberger Deep; der Name weist auf die Nähe zum beliebten Ostsee-Erholungsort Kolobrzeg (Kolberg) hin. Hier gibt es alles, was das Urlauberherz begehrt: Breite und lange Sandstrände, viel Trubel und Sommerleben am Strand und entlang der Hauptstraßen, leckeres Eis und frischen Fisch und natürlich viele Sportmöglichkeiten. So können Urlauber hier natürlich nicht nur Segeln, Minigolf und Tennis spielen oder sich im Beachvolleyball versuchen. Noch recht jung zu den Sportangeboten hinzugekommen ist das Kitesurfen.
Resko Przymorskie, Kamper See, heißt das Gewässer, das sich kurz hinter dem Meer im Binnenland erstreckt. Kiter, aber auch Surfer und Segler, profitieren hier von den kräftigen Ostseewinden, aber auch von der geschützten Lage des Sees. So ist der Kampf mit hohen Wellen nicht zu fürchten. Dazu ist der See auch noch recht flach, was vor allem die Anfänger unter den Sportlern freut. Die Betreiber der Kite- und Surf-Anlage bieten aber nicht nur Material, sondern auch gepflegte Unterkünfte. Die touristische Infrastruktur, zum Beispiel Kneipen, Cafés und Restaurants, findet sich im Badeort an der Ostsee ohnehin. In wenigen Minuten gelangt man vom See in den Ort.
Informationen und weiterführende Links hat die Internetseite Kolberg-Café unter http://www.kolberg-cafe.de/kiten.html zusammengestellt.













