(openPR) Ja, das stimmt. „Aber Ich erzähle doch nur Sachen, die auch wirklich so sind….“
Wenn er von seinen „Lebenserfahrungen“ erzählt oder „Menschen parodiert“ die niemand freiwillig kennen lernen möchte, ist der Weg zum Wahnsinn nicht mehr weit.
Begonnen hat alles, als er in der lokalen Tageszeitung anfing, wöchentlich das profane Leben eines Fußballfans zu beschreiben. Er schrieb es so, wie er es erlebt und die Menschen lachten sich darüber kaputt. Dann brachte er alle diese Geschichten als Buch raus und die Leute rissen es ihm aus den Händen. Dann sollte er im legendären Unterhaus in Mainz genau aus diesem Buch lesen. Leider war die Presseankündigung falsch und es stand dort, dass er mit seinem Comedyprogramm käme. Das hatte er gar nicht vor. Nachdem dann aber die geplanten vier Vorstellungen innerhalb eines Tages ausverkauft waren (immerhin über 1.000 Menschen), beschlich ihn das Gefühl, dass jetzt eine Lesung unangebracht wäre, da die Menschen ja sein Comedyprogramm sehen wollten. Er hatte ja keins und hatte das - auch gar nicht vor. Und vor allem: er hatte das auch noch nie gemacht! Aber es blieb ihm keine Wahl. Und er hatte ja noch vier Wochen Zeit.
Also setzte er sich hin und schrieb das Programm „Ich geh nimmer nuff!“ einfach drauf los, mit dem Wissen, dass er versagen würde. Ja, er wusste, dass sie ihn steinigen würden. Aber da… sie feierten ihn. Sie lachten sich krumm und schepp, sie fielen vom Stuhl… und er auch. Also spielte er es noch einmal und dann noch mal und noch mal. Die Menschen kamen immer wieder und so schrieb er noch ein Buch und noch ein Comedyprogramm („Ich werd depp“) und siehe da… die Menschen kamen
wieder und lachten wieder- oder immer noch- und es kamen noch viele neue Menschen und er machte weiter und weiter.
In „Ich werd Depp“ dreht sich alles um das gemeine, vermeintlich normale Leben eines Familienvaters und Fußballfans, in dem Dinge passieren, die kein Mensch freiwillig erleben will. Mehr noch: Was ein unbedarfter Zuschauer vielleicht total lustig findet, entpuppt sich bei genauer Betrachtung als erschütternde Realität.
Denn auf der Bühne steht ein langhaariger (blond- gefärbter) Enddreißiger, der immer noch nicht kapiert hat, wie er seinen Namen richtig tanzen soll, der Körperteile entdeckt die unsereins gar nicht hat, der seine Kindheit nicht ausspart oder dass Fußball in Wahrheit nur ein Spiel ist. Wo das enden soll weiß niemand….
Sven Hieronymus gastiert mit seinem Programm am 18.11.11 im Saalbau Witten. Tickets zu 16 € zzgl. Gebühren gibt es jetzt an allen bekannten VVK-Stellen, unter www.eventim.de sowie an der Saalbaukasse, Tel. 02302 / 581-2441. Veranstalter ist das Kulturforum Witten in Zusammenarbeit mit der Agentur www.ludwig-service.de. Beginn ist um 20.00 Uhr, Einlass eine Stunde zuvor.













