(openPR) Die Booking-Agentur Master-Voice Promotion & Production, deren Eigentümer Roger Boss ist, hat in der Vergangenheit diverse Events und Konzerte geplant und durchgeführt. Diverse Künstler wie Vince Gill, dessen damalige Ehefrau Janice und deren Schwester Kristine Arnold, besser bekannt als Sweethearts of the Rodeo, Dwight Yoakam, Marty Stuart, Emmylou Harris und Trisha Yearwood oder auch nicht ganz so bekannte Künstler, wie Victoria Shaw, Deborah Allan und Michael Ballew wurden von Master-Voice nach Deutschland geholt.
Bei diesen Touneen und Veranstaltungen ist es nie zu nennenswerten Problemen gekommen. Jetzt hatte man vor kurzem eine Tour mit ECMA Gewinnerin Ashley Robertson geplant, die nach nur 2 Konzerten wieder abgesagt worden ist. Doch nicht genug, die Künstlerin macht die Firma Master-Voice dafür verantwortlich, dass die Tour nicht durchgezogen wurde. Roger Boss bekommt hier die Möglichkeit sich dazu zu äußern.
C.P.: Herr Boss, erst einmal vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben für das Interview. Herr Boss, Sie haben für Ashley Robertson eine Tour geplant, die nach 2 Konzerten in Pullman City I abgesagt worden ist. Woran lag das?
R.B.: Frau Pavoni, erst einmal möchte ich sagen, dass es nicht die Art von mir, beziehungsweise Master-Voice ist, zu erzählen, was auf einer Tour passierte. Doch auf Grund der verschiedenen Interviews die Ashley Robertson nach der Tour Absage gegeben hat, müssen einige Punkte richtig gestellt werden. Ich selbst war auf der Tour nicht mit, sondern nur ein Road-Manager, der Ashley Robertson und ihre Mutter Dorothy McDonald, die als Managerin fungiert, seit fast einem Jahr persönlich kennt und auch seitdem persönlichen Kontakt mit Ashley und ihrer Mutter hatte. Er ist schon ein paar Jahre mit verschiedenen Managements in Nashville bekannt, hat ein sehr selbstsicheres Auftreten und Probleme werden ohne große Rückfragen von seiner Seite gelöst. Er spricht sehr gut Englisch und ihm ist es übrigens auch zu verdanken, dass eine Firma wie AmeriCars Frankfurt die Tour mit einem Chrysler Grand Voyager unterstützen wollte. Ich kann auch nur das wieder geben, was mir von ihm berichtet wurde. Doch habe ich keinen Grund an seinen Aussagen zu zweifeln. Daher verstehe ich die Vorwürfe von Ashley Robertson und ihrer Mutter nicht.
C.P: Wie zum Beispiel, dass Ashley Robertson nichts zu Essen bekommen hat auf der Tour?
R.B.: Genau das wäre ein Punkt, der so nicht stimmt. Frau Robertson, ihre Mutter, und der mitgereiste Bassist, Ashleys Freund, der am Anfang überhaupt nicht eingeplant war, uns aber aufgezwungen wurde, hatten immer die Möglichkeit etwas zu Essen. Sei es nun in Pullman City 1 oder auf den Wegen zwischen und bei den verschiedenen Tour-Auftritten. Ich hatte jeden Veranstalter über die Getreideeiweißallergie von Ashley und ihrer Mutter informiert. Doch das Ganze ging schon am Tag der Anreise los, Ashley Robertson und Anhang wurden am Flughafen abgeholt und zur Unterkunft gebracht. Danach stand ein Arztbesuch an. Der Bassist, wie auch Ashley Robertson und Mutter waren erkältet, wurden dann auch so gleich behandelt. Zu Mittag gab es ein kräftiges Mittagessen, von dem Ashley Robertson und ihre Mutter nur ein bisschen gegessen haben. Dem Bassist Brent Hale hat es übrigens ausgezeichnet geschmeckt. Am Abend beim Chinesen, aß dann nur die Mutter und Ashley Robertson begnügte sich mit trockenem Reis, im Gegensatz zu ihrem Besuch im letzten Sommer in Frankfurt, wo die ganze Familie beim Thailänder kräftig zuschlug. Mit dem Bassist wurde dann später im Texas American Saloon in Frankfurt Essen gegangen. Er hatte vorher noch im Bett gelegen um einigermaßen sich wieder zu erholen.
C.P.: Und wie ging es dann weiter?
R.B.: Am nächsten Tag war die Anreise nach Pullman City 1 angesagt. Bevor es so weit war, wurde extra noch ein Reformhaus angefahren, damit Dorothy für sich und Ashley Robertson glutenfreie Nahrung einkaufen konnte, was die Abreise wiederum verzögerte.
C.P.: Die Anreise nach Pullman City 1 war aber problemlos?
R.B.: Das würde ich so nicht sagen. Der Bassist hatte zwischendurch Nasenbluten, welches einen längeren ungeplanten Aufenthalt nötig machte und bei dem Stopp zum Mittagessen hatte Ashley Robertson zwar eine reichhaltige Auswahlmöglichkeit an Speisen, aber ein kleines Schälchen Salat, welches nur zu einem Drittel gegessen wurde, reichte ihr angeblich. Und dann noch eine knapp achtstündige Fahrt aufgrund des Ferienbeginns in Holland
C.P.: Bis zu dem Zeitpunkt schon ein kleine Katastrophe.
R.B.: Ich habe in über 12 Jahren Master-Voice schon einige Stars und Sternchen, nicht nur aus der Country-Szene, gebucht und betreut, doch so etwas habe ich noch nie erlebt, dass sich jemand zwei Tage von nichts ernährt, außer Wasser. In Pullman City 1 angekommen, wurden Ashley Robertson und Anhang Zimmer im Musiker Hotel zugewiesen. Diese waren zwar nicht so, wie angedacht, sind aber für ein „Sternchen“ ok, in Eging gibt es kein 5 Sterne Hotel. Ihr erster Auftritt war dann ein Kreislaufkollaps wegen Unterzuckerung, wie die anwesenden Sanitäter feststellten. Es wurde uns übrigens nicht vorher mitgeteilt, dass Ashley Robertson unter Diabetes leidet. Trotz dem Rat der Sanitäter, nicht unbedingt aufzutreten, ging das Konzert, auf Befehl von Mama, von Ashley Robertson mit einer halben Stunde Verspätung los.
C.P.: Wie ging es weiter?
R.B.: Nun, Ashley Robertson brachte das erste Set einigermaßen gut über die Bühne In der Pause wurde ihr extra von unserem Road Manager etwas zu Essen besorgt. Steak und Salat, was sie ja essen darf. Das zweite Set hat dann das Management von Pullman City abgebrochen und sie von der Bühne geholt. Anmerken möchte ich, dass sich während dem zweiten Set Fehler bei ihr einschlichen.
C.P.: Das klingt aber nicht gut. Wie hat den das Management von Pullman City reagiert?
R.B.: Das Management von Pullman City war sehr entgegenkommend. Sie boten an das nichtgespielte Set am nächsten Tag einzuplanen. Hierfür wurde extra das Programm geändert. Am nächsten Tag erschien dann die musikalische Leiterin von Pullman City in dem Gasthof, der extra für Ashley Robertson und den Rest gebucht wurde, da das Bandhotel ja nicht den Vorstellungen der Mama entsprach, und bat darum dass Frau Robertson doch um 11:30 Uhr schon auftreten möge. Das war laut „kanadischen Management“ nicht möglich, da Frau Robertson erst ausführlich Frühstücken müsse. Bei Pullman City war die Überraschung dann sehr groß über die Art und Weise, wie die Verhaltensweise des „kanadischen Management“ und deren Ton war. Frau Robertson ist dann erst um 13:30 Uhr aufgetreten und zwar wie geplant im Außenbereich von Pullman City 1. Dort wurde extra die Straße gewässert, um den Wehwehchen von Frau Robertson Abhilfe zu schaffen. Zwischen den beiden Sets hatte Ashley auch genug Zeit etwas zu Essen. Zum Mittagessen hatte sie sich auf eigenen Wunsch Natchos, welche ja sehr nahrhaft sind, bestellt. Obwohl unser Road-Manager extra bei der Übersetzung der Speisekarte behilflich war, und es genug glutenfreie Speisen gegeben hätte, die Ashley Robertson Essen hätte können. In der Pause zwischen dritten und vierten Set verschwand Frau Robertson dann im Tourwagen und dann kam der Bassist und sagte Ashley Robertson habe einen Asthma-Anfall. Sofort eilte der Road-Manager zum Town-Office von Pullman City und alarmierte einen Notarzt. Auf Grund dessen Diagnose spritzte er Ashley Cortison mit dem Hinweis, dass sie ab sofort absolute Ruhe benötige und nicht an die Sonne solle.
C.P.: Wenn ich richtig mitgezählt habe, war das dann der dritte Arztbesuch. Was geschah dann?
R.B.: Wenn ich dabei gewesen wäre, wären wir am nächsten Tag sofort zurück zum Flughafen nach Frankfurt gefahren, denn von Asthma wurde mir vorher auch nichts gesagt. Aber auf Wunsch vom kanadischen Management Mama, in Eigenregie auch von ihr geplant, ging es abends noch rund 350 km nach Österreich, wo ein befreundeter Radio-DJ besucht werden sollte. Bevor es losging, wurde vorher noch ein reichhaltiges Abendessen zu sich genommen. Um 00:30 war dann Ankunft in Lienz, Osttirol. Wann Ashley Robertson an diesem Morgen dann zu Bett ging, kann ich nicht sagen, da der Road-Manager und Bassist in einer anderen Unterkunft untergebracht waren. Am Montag ging es dann zum Bürgermeister von Lienz, wo Ashley Robertson vorspielte. Danach war eine Tour durch die Berge angesagt. Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, dass der Arzt extra gesagt hatte, dass Frau Robertson Ruhe brauche und sich schonen soll. Dieses wurde wiederum von Mama ignoriert, obwohl unser Road-Manager extra darauf aufmerksam gemacht hatte.
C.P.: Sie wollen doch nicht etwa sagen das war schon alles?
R.B.: Schön wäre es gewesen. Nach dem ja die ärztlichen Warnungen nicht beachtet wurden, war sie am nächsten Tag krank. Ein erneuter Arztbesuch war nötig. Hier wurde Frau Ashley Robertson dann für 3 Tage krankgeschrieben. Das Attest liegt mir vor. Am Vorabend hatte noch ein langes Gespräch mit dem Veranstalter in München statt gefunden. In dem wurde dann geklärt, dass Frau Robertson 4 Sets a 30 Minuten machen sollte, damit sie sich öfters ausruhen hätte können und die Belastung durch eventuelle Raucher minimiert wird. Abgesehen davon wäre es dann auch nicht so aufgefallen, dass sie nicht so viele Songs parat hat. Der erneute Arztbesuch und die daraus resultierende Krankschreibung hatte zur Folge, dass 3 Konzerte und 2 Radiotermine abgesagt werden mussten.
C.P.: Wie ging es weiter?
R.B.: Wieder in Frankfurt angekommen, ging es zum Arzt. Dieser wurde notwendig, da es Frau Robertson immer schlechter ging und vom kanadischen Management die Aussage kam, man werde die Tour absagen und nach Hause fliegen. Nur durch Überredungskunst war es möglich, dass Frau Robertson vorher zu einem deutschen Arzt ging. Dieser stellte fest, dass Frau Robertson Berufsunfähig sei und schrieb sie bis einschließlich zum 4. Juli krank. Daher sah ich mich gezwungen die Tour abzusagen. Die Gefahr eines weiteren Totalausfalls war mir zu groß und außerdem hatten mir zwei Ärzte bestätigt, dass Ashley zu diesem Zeitpunkt nicht in der Lage war einen Auftritt durchzustehen.
C.P.: Was hat denn jetzt die Tour mit Ashley Robertson unterschieden zu Touren die vorher von Ihnen geplant wurden.
R.B.: Scheinbar ist man in Kanada beziehungsweise im Hause Robertson der Meinung, wenn man in Europa einen sehr umstrittenen Award der European Country Music Association, jeder konnte über das Internet so oft abstimmen wie er wollte, als beste Sängerin gewinnt, ist man hier der große Star. Ihre Lorbeeren muss auch eine Ashley Robertson sich erarbeiten. Und wenn man auch noch krank anreist, Ashley nahm schon vor dem Abflug in Toronto ein Makrolidantibiotikum, zeigt schon die Unprofessionalität. Man hätte die Tour von vornherein absagen können, und alle Drei wären zuhause geblieben und hätten sich auskurieren können. Außerdem hätte es schon im Vorfeld geklärt sein müssen, dass Ashley Robertson wegen Asthmas nicht in der Lage ist, in Lokalen aufzutreten, wo geraucht wird. Diese Lokale gibt es nicht mal in Nashville. Aber auch Open Air Veranstaltungen sind wegen Staub nicht möglich, und so weiter. Die Liste lässt sich noch locker weiter führen.
C.P.: Werden Sie noch einmal eine Tour für Ashley Robertson planen?
R.B.: Mit Sicherheit nicht. Hier ist zu viel von Seiten der Künstlerin an Vertrauen zerstört worden.
C.P.: Wie hoch beläuft sich denn Verlust, den die Tourabsage mit sich gebracht hat.









