(openPR) Meißen, 6.4.2011 – Die Meißener Ferienwohnung zum Dom informiert über das 850-jährige Weinbau-Jubiläum in Sachsen das in diesem Jahr begangen wird.
Der sächsische Weinbau jubiliert
Der Weinbau in Sachsen feiert in diesem Jahr sein 850-jähriges Jubiläum. Aus diesem Grund haben sich die Winzer etwas Besonderes einfallen lassen: Ein Weinfass, angefüllt mit Erinnerungen aus den letzten Jahrhunderten, wird in der Zeit vom 14. April bis zum 4. November 2011 Westsachsen durchqueren. Weingüter, Unternehmen und Vereine bieten rund 50 Veranstaltungen zum Jubiläum an. Besucher kommen in den Genuss von Führungen und Ausstellungen - und sicherlich auch zu der einen oder anderen Weinverkostung. Das wandernde Weinfass präsentiert sich dabei an all den mit dem wertvollen Saft verbundenen Orten als Symbol der Winzerei.
Wie Sachsen zu seinem Tropfen kam
Sachsen gilt als Teil der nordöstlichsten Weinanbaugebiete in Europa. Zudem ist es eines der kleinsten Anbaugebiete in ganz Deutschland. Doch wie kam der Wein eigentlich nach Sachsen?
Die Legende besagt, dass sich Bischof Benno dafür verantwortlich zeichnet. Er soll zu Beginn des 12. Jahrhunderts in der Nähe des Meißner Burgbergs die ersten sächsischen Reben angepflanzt haben. Im Widerspruch dazu wird in der urkundlichen Erstbenennung des Weins allerdings ein anderer Überlieferer benannt: Otto der Reiche soll im Jahr 1161 einen bereits bestehenden Weinberg an die St. Egidienkapelle übertragen haben. Um die Jahrhundertwende dann eignete sich das Kloster Altzella das Dorf Zadel bei Meißen an - von nun an findet der Weinanbau sich in mehr und mehr Hinweisen der sächsischen Geschichte wieder.
Mit dem 14. Jahrhundert schließlich begann eine wahre Blütezeit: Nicht nur an der Elbe und der Elster, auch im trockeneren Land breitete sich der Weinbau aus. Im Zuge dessen konnte Senftenberg sich als Weinstadt etablieren. Die Weinhistoriografie benennt das 15. und das 16. Jahrhundert als die „Hauptzechperiode des deutschen Volkes“. Zu diesem Zeitpunkt nahmen die Weinreben etwa 4000 Hektar des Nutzbodens ein.
Eine 850-jährige Erfolgsgeschichte
Die geschichtliche Ersterwähnung des Weinanbaus durch Otto den Reichen ist jetzt genau 850 Jahre her. Anlass genug für die sächsischen Weinfreunde, ein großes Fest zu veranstalten. Und auch wenn es sich bei der Ersterwähnung des sächsischen Weins nicht um den Spatenstich für eine Neupflanzung handelt: Mit der Übertragung des Weinbergs durch Otto den Reichen war der Grundstein des sächsischen Weinanbaus gelegt - und bis heute liegt der Saft der hiesigen Winzer auf Erfolgskurs.










