(openPR) Wegweisendes Konzept für Energieversorger: Der Wuppertaler Designer Nico Ueberholz und sein Büro für temporäre Architektur setzt auf moderne Lichttechnik und hilfreiche Farbenspiele im Kundencenter.
Kundenströme per Knopfdruck lenken - diesen Traum eines jeden Servicecenter-Managers hat der Wuppertaler Designer Nico Ueberholz wahr gemacht. Mit einer im Wortsinne einleuchtenden Idee für die drei innerstädtischen Kundencenter des örtlichen Energieversorgers. Nicht nur um einen neuen, zeitgemäßen Auftritt ging es, sondern auch um die Lösung einiger handfester Alltagsprobleme.
Denn in seinen Centern bietet das Unternehmen den Kunden neben Dienstleistungen rund um das Thema Energie auch Konzertkarten und als Träger des öffentlichen Nahverkehrs überdies ein umfangreiches Portfolio in Sachen Mobilität.
LEDs gegen lange Schlangen
Das Problem: Im Laufe eines Monats entsteht in allen drei Bereichen immer mal wieder eine echte "Rush-Hour". Wenn die Energiekostenabrechnung in die Briefkästen flattert, warten anschließend in der langen Schlange überwiegend Kunden, die eine Frage zur Rechnung haben, aber auch immer welche, deren Anliegen gerade keine "Saison" hat. - Ärgerliche Kunden, wie man sich denken kann, weil sie ihre Angelegenheiten ja eigentlich in ein paar Minuten erledigen könnten. "Das Gefühl kennt jeder. Und jeder speichert vermutlich einen entsprechend negativen Eindruck ab, der dem Unternehmen letztlich schadet", ist Nico Ueberholz überzeugt. Der Designer und sein Team fanden jedoch eine ebenso verblüffend einfache und energiesparende wie attraktive Lösung: In den neuen Servicecentern weisen jetzt LED-Systeme in den jeweils zu den Produktlinien passenden Farben den Kunden den Weg.
Mit anderen Worten: Sie folgen dem blauen Licht, wenn sie Fragen zur Stromrechnung haben, wo es rot leuchtet, warten Tickets.
Kundenfreundlichkeit auf Knopfdruck
Um dem "Saisongeschäft" gerecht zu werden, kann der Servicecenter-Leiter mit einem Knopfdruck aus einem roten Servicepunkt einen blauen machen. "Damit visualisieren wir sozusagen Flexibilität und verknüpfen sie 'ganz nebenbei' mit den Hausfarben. Der Kunde erlebt das dann in etwa so: Wenn ich den Farben dieses Unternehmens folge, werde ich schnell und umfassend bedient", erklärt Nico Ueberholz die psychologische Seite seiner Design-Idee. Die Folge lässt sich aber natürlich auch in mathematisch exakten Daten erfassen: Denn die Servicemitarbeiter können nach den ersten Monaten in den neuen Centern bestätigen: Kunden warten heute weniger lange, landen nicht mehr am falschen Schalter und lernen nebenbei, die Produktlinien zu unterscheiden.
Einladend, offen und freundlich
Schon deshalb bleibt ihnen der Besuch im Kundencenter sicher in guter Erinnerung. Nico Ueberholz wollte aber noch mehr, um den Aufenthalt zu einem echten Erlebnis zu machen. Er erschuf deshalb Servicelandschaften, die unmittelbar einladend wirken. Große Fensterflächen lassen nicht nur viel Tageslicht hinein, sie verleiten auch zu durchaus erwünschten neugierigen Blicken ins Innere. In den Fenster hängen Video-Boards. Sie knüpfen einen ersten Kontakt und transportieren Unternehmens-News, die der Kunde "im Vorbeigehen" mitnehmen kann, falls er nicht ohnehin gerade stehen bleibt, um sich die Wartezeit auf den nächsten Bus zu verkürzen.
Wenn er durch die einladenden Türen tritt, empfängt ihn eine angenehme, aber sachliche Atmosphäre. Hinter dem großzügig angelegtem Empfang ranken "Green ups" an den Wänden - eine vertikale Wandbegrünung mit einem ausgeklügelten Bewässerungssystem. Die dekorativen Pflanzen bringen nicht nur Natur ins Spiel, sie sorgen überdies für ein besseres Raumklima. "Aber nicht nur das", erklärt Nico Ueberholz, "unser Kunde ist ein großes und erfolgreiches Versorgungsunternehmen, dass viel Wert auf Nachhaltigkeit und Effizienz legt. Eine nachwachsende Wand ist ein starkes Symbol dafür."
Kein Wunder also, dass energiesparende LED-Elemente das Tageslicht unauffällig ergänzen. Sie tragen ebenso wie die funktionale, elegante Möblierung, einladende Wartezonen und das ausgeklügeltes Farbkonzept dazu bei, dass das Kundencenter eher wie die Businessclass-Lounge eines modernen Airports wirkt. Und wenn die freundliche Dame am Empfang ihre Besucher mit einem gewinnenden Lächeln empfängt, liegt eine weitere Vermutung nicht fern: Auch die Mitarbeiter fühlen sich hier wohl. Sie schätzen das Ambiente und profitieren zudem davon, dass ihre Kunden heute entspannter ans Servicedesk kommen als früher. "Kein Wunder", glaubt der Designer, "eine gute Atmosphäre ist eine wesentliche Voraussetzung für eine wirklich erstklassige Dienstleistung."
Zur Person:
Der Wuppertaler Designer Nico Uberholz und sein Büro für temporäre Architektur konzipieren seit mehr als zwei Jahrzehnten vielbeachtete, oft prämierte Auftritte großer Unternehmen auf internationalen Messen sowie Bauten im Museums- und Veranstaltungsbereich. Seine Arbeiten wurden mit einer Vielzahl weltweit renommierter Design-Preisen ausgezeichnet, darunter der If-Award, der Faces of Design-Award, der Red Dot oder der amerikanische Edge Award. Mehrfach wurden seine Entwürfe für den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland nominiert.












