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Österreicherin reist mit Null-Energiehaus durch ganz Indien

04.04.201113:15 UhrEnergie & Umwelt
Bild: Österreicherin reist mit Null-Energiehaus durch ganz Indien
Zero Energy Space in Neu Delhi, Economic Times ACETECH Ausstellung
Zero Energy Space in Neu Delhi, Economic Times ACETECH Ausstellung

(openPR) Mit einem innovativen Gebäudekonzept und der Unterstützung internationaler Baumaterial Hersteller reist die 25 jährige Diplomingeneurin mit ihrem “Zero Energy Space” durch ganz Indien. Das Konzept “Zero Energy Space” ist ein 36 m2 grosses Gebäude mit solar betriebener Klimaanlage, LED Beleuchtung, einem voll funktionstüchtigen Badezimmer und vieler anderer “Green Building” Features. Das Null-Energiehaus Gebäudekonzept könnte weltweit den Energiebedarf reduzieren und Energieversorgung dezentralisieren, gefährliche Atomkraftwerke und schmutzige Kohlekraftwerke würden dann der Vergangenheit angehören. Das Ziel der in Chennai , Mumbai, Neu Delhi und Bangalore ausgestellten Initiative ist es zehntausenden Architekten, Ingenieure und Bauherren von mehr energieeffizienten Konstruktionsweisen zu überzeugen. Für diese Innovative Idee und gross angelegte Kampagne wurde die Österreicherin im März in Mumbai mit dem “Womens Achiever Award” als einzige Europäerin der jungen Umweltschützer ausgezeichnet.




Die Öko- Energietechnikerin, DI Isabelle Hasleder, hat sich an der Fachhochschule Wels mit unzähligen Massnahmen zur Energieeinsparung auseinander gesetzt um Ihr Wissen nun in Indien an millionen schwere Bauherren und engagierte Architekten weiterzugeben: “Fakt ist das ein Grossteil aller neuen Gebäude in Null Energie Bauweise umsetzen werden kann – das wollen wir mit unserem voll klimatisierten und solar betriebenen Zero Energy Space zeigen.”
Weltweit werden 60% der Elektrizität im Gebäudesektor konsumiert (Quelle: World GBC Special Report, 2010, UNEP, Achim Steiner) dies zieht unweigerlich einen hohen Verbrauch an fossilen Energieträgern mit sich und verursacht Treibhausgase sowie Umweltverschmutzung. Energieeffiziente Bauweisen und dezentrale Energieversorgung sind daher von weltpolitischer Priorität. Während in Österreich sowie der Europäischen Union strenge Gebäuederichtlinien und Energieverbrauchskennzahlen eingehalten werden müssen gibt es in Indien keine Vorschriften für einen Energiestandard von Neubauten. DI Isabelle Hasleder hat sich das zum Anliegen genommen und ein Null Energiehaus in Indien auf die Beine gestellt, damit nicht genug das Null Energiehaus, a la “Zero Energy Space”, wurde in ganz Indien auf internationalen Messen präsentiert.
“Das Energieeinsparungs Potential in Indien ist schier unerschöpflich, und mit steigenden Energiepreisen von ca. 0.12 EUR/kWh könnten Effizienzmassnahmen relativ gut umgesetzt werden. Das was fehlt ist Bewusstheitsbildung und das Wissen über Energieeffizienz” meint DI Isabelle Hasleder die schon seit 2007 in Indien an Effizienzmassnahmen in Gebäuden arbeitet.
Sommertemperaturen in Indiens Grossstädten (Chennai, Mumbai, Delhi, usw) betragen an die 40 Grad Celsius, und so gehört die Klimatisierung der Gebäude zur Standardeinrichtung. Die Kühlung der Gebäude ist hauptverantwortlich für den hohen Energieverbrauch und die nationale Knappheit an Elektrizität (ca. 15%) welche sich in den häufigen Stromausfällen wiederspiegelt. Ein Gebäude im Privatsektor hat einen durchschnittlichen Energieverbrauch von 258 kWh/m2 Jahr während energieeffiziente Gebäude in Indien einen Verbrauch von nur 141 kWh/m2 Jahr vorweisen (quelle: ECO III Benchmark Study, 2010), der “Zero Energy Space” benoetigt nur 50 KWh/m2 Jahr welche mit Hilfe der Solaranlage bereitgestellt werden.
Mit Hilfe eines eigens gefertigten Stahlrahmen kann der Zero Energy Space in einem Stück von A nach B transportiert werden. Wände, Dach und Boden des Gebäudes wurden isoliert und von aussen mit einer speziellen Sonnenlicht Reflektierung beschichtet damit die heissen Temperaturen abgeschirmt werden. Aluplast ein in Indien tätiger deutscher Fensterhersteller hat dreifachverglaste Fenster für dieses Gebäude zur Verfügung gestellt. Die Klimaanlage, LED Beleuchtung sowie Frischluftventilation wurde nach dem neuesten Stand the Technik durchgeführt und ausschliesslich mit solar Energie betrieben. Auf dem Dach des Zero Energy Space befindet sich eine 1 Kilowatt Solaranlage mit 10 Dünnschichtzellen welche das Gebäude durch einen Inverter mit Energie versorgt, überschüssige Energie wird in Batterien mit Gel Technologie gespeichert. Alle Baumaterialien wurden nach einer ökologischen Bewertung ausgewählt, so findet man einen Vollholzboden aus Bambus, diverse Möbelstücke aus Rattan und Verkleidungspanele welche aus Flugasche hergestellt wurden.
“Es ist faszinierend zu sehen dass fast alle Besucher des Zero Energy Space mit einem klaren Umsetzungsgedanken des Null Energiehaus Konzepts nach Hause gehen obwohl sie im Vorfeld nur sehr wenig mit ökologischen Bauen zu tun hatten. Das bestätigt die Leistung unseres Teams welche das Konzept 250.000 Leuten durch den Zero Energy Space näher gebracht haben.” So die Erfinderin DI Isabelle Hasleder. Der Zero Energy Space wird seit 6 Monaten auf Bau- und Konstruktionsmessen in ganz Indien ausgestellt und die initierte Bewegung spricht für sich: Mit der Null Energie Bauweise könnte der weltweite Energieverbrauch stark reduziert werden, gleichzeitig würden erneuerbare Energieträger in den Vordergrund treten und die Treibhausgase gesenkt. Indien’s “Green Building” Bewegung verspricht in wenigen Jahren globaler Führer in ökologischen und energieeffizienten Gebäuden zu werden, aber dafür benötigt es auch Wissenstransfer von Ländern wie Österreich die bei Null- und Passivhaus Technologien ganz vorne mitspielen.
DI Isabelle Hasleder arbeitet in Indien für Inspired to be Green einem Unternehmen dass sich dem nachhaltigen Bauen verschrieben hat, ihre österreichischen Wurzeln und die Öko- Energietechnik Ausbildung an der FH Wels gibt ihr den Background um Indien’s Bauindustrie zu mehr Effizienz zu bewegen.

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