(openPR) Die Band „Herr König“, vier sympathische Jungs, die alle aus dem Großraum Euskirchen stammen, gewannen im Berliner Kesselhaus einen Band-Contest, bei dem bundesweit insgesamt 400 Newcomer-Bands teilgenommen hatten.
Euskirchen/Berlin - „Vorne Baby!“ So lautet nicht nur ein Song-Titel der Euskirchener Disco-Punk-Band „Herr König“, sondern auch ihr Motto. Aus gutem Grund möchte man meinen, denn der Weg der vierköpfigen Combo kennt momentan nur eine Richtung: nach vorne. Seit fast vier Jahren gibt es die Band in der aktuellen Besetzung mit Torsten „Billy“ Dunkel (Gesang, Keyboard), Martin Klüsener (Bass), David Merzenich (Gitarre) und Carsten Judick (Drums). Und Anfang dieses Jahres konnten sie ihren bisher größten Erfolg verbuchen: Die vier sympathischen Jungs, die alle aus dem Großraum Euskirchen stammen, gewannen im Berliner Kesselhaus einen Band-Contest, bei dem bundesweit insgesamt 400 Newcomer- Bands teilgenommen hatten.
Zwei Vorrunden gewonnen
„Das war schon geil“, brachte es Gitarrist David Merzenich im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ auf den Punkt. „Vor 400 Leuten in einem angesagten Berliner Club zu spielen, und dann auch noch zu gewinnen, das hat was“, so der 29-Jährige weiter. „Herr König“ hatte sich durch den Sieg bei zwei Vorrunden in Köln bis ins Finale in Berlin gespielt und stand dort dann unter anderem mit der bekannten NDW-Band „Extrabreit“ („Hurra, hurra, die Schule brennt“) auf der Bühne.
Am Finale hatten insgesamt zwölf Bands teilgenommen, eine Jury aus Produzenten und Radiomachern kürte die Euskirchener dann schließlich zum Sieger. Als Lohn für die Mühen wird „Herr König“ im Herbst unter anderem mit einem gesponserten Bandbus durch die Republik touren und Gigs in ganz Deutschland spielen. „Eigentlich war klar, dass wir gewinnen würden, am Ende waren wir aber trotzdem überrascht“, witzelte Frontmann „Billy“ Dunkel über den großen Erfolg.
Leicht verrückt
Im Gespräch mit den zwei Musikern ist es oft nicht einfach zu unterscheiden, welche Aussage ironisch und welche ernst gemeint ist. Genau diese Lockerheit und leichte Verrücktheit sei es auch, die sie in ihrer Musik transportieren wollten, erklären die beiden. „Unsere Texte sind witzig, haben aber trotzdem eine klare Message.“ Wegen ihrer Texte sind sie von Teilen ihres Publikums schon öfter mit den „Ärzten“ verglichen worden. Musikalisch würde dieser Vergleich aber ziemlich hinken, so die Jungs von „Herr König“. „Wir machen Cologne-Disco-Punk. Das ist im Grunde ein Mix aus Funk, Punk, Ska, Rock und Pop. Wir vermischen das Ganze aber nicht nur, sondern geben dem Mix eine eigene Linie, das ist unser eigener Stil “,macht Merzenich klar. Die Songs entstehen dabei in Gemeinschaftsarbeit, jeder kann Ideen einbringen. Einstudiert werden die Stücke dann im Weilerswister Proberaum, der den „liebevollen“ Namen „Arschgarage“ trägt.
Der Schwerpunkt der Band liegt ganz klar bei Live-Auftritten. „Wir wollen auf die Bühne und die Sau raus lassen“, nennt Frontmann „Billy“ den Grund. Wer bereits das Vergnügen hatte „Herr König“ live zu sehen, der weiß, dass das nicht nur eine vollmundige Ankündigung ist. Auf der Bühne sieht man den Jungs an, dass für sie insbesondere der Spaß an der eigenen Musik im Vordergrund steht und sie den Zuschauern möglichst viel Gaudi bereiten wollen. „Uns geht es um das Gesamtentertainment. Die Auftritte könnte man eigentlich mit einerArtTheaterstück vergleichen“, erzählt Merzenich und schmunzelt.
Party-Buzzer
Zum Markenzeichen der Band ist dabei inzwischen der „Party- Buzzer“ geworden. Das Keyboard vom Frontmann ist in eine Art Pult integriert, an dem zwei orange-farbene Sirenenleuchten und ein roter Buzzer angebracht sind, wie man es aus TV-Quizshows kennt. „Wenn ich da drauf drücke, wissen die Leute: Okay, jetzt geht s los“, erklärt „Billy“. Wie groß der Körpereinsatz der Musiker während ihrer Konzerte ist, könne man übrigens sehr leicht erkennen. Dunkel: „In der Regel sind wir alle schon nach zwei Songs total durchgeschwitzt.“
Im Sommer soll nun die erste CD von „Herr König“ erscheinen. Das Album, auf dem Tracks von 2008 bis heute zu hören sein werden, produziert die Band in Eigenregie. David Merzenich hat als diplomierter Bild- und Toningenieur glücklicherweise das passende Knowhow dafür. In der Region live zu hören sein wird „Herr König“ spätestens zur Eröffnung der Euskirchener „Casinale“ am 7. Oktober.











