(openPR) Dank anhaltend guter Geschäftsergebnisse, mit denen sich die substanzielle Stärkung der Finanzkraft der Unternehmen der Mecklenburgischen Versicherungsgruppe auch im Geschäftsjahr 2010 fortgesetzt hat, sieht sich das Unternehmen für strategische Herausforderungen und höhere Kapitalanforderungen aufgrund von Solvency II gut gerüstet. Zufriedenstellende Wachstums- und gute Ertragszahlen führten auch für 2010 zu einer Fortsetzung der erfolgreichen Entwicklung der Unternehmensgruppe, die ihre Beitragseinnahmen insgesamt um 2,6 % auf 441,2 Mio. € gesteigert hat.
In ihrem 214. Geschäftsjahr hat die Mecklenburgische Versicherungs-Gesellschaft a. G. mit 1,2 % auf 318,4 Mio. € ein leicht über dem Markt (+ 0,7 %) liegendes Beitragswachstum erzielt. Dieses resultiert aus überdurchschnittlichen Zuwächsen in den Segmenten Gewerbe, Landwirtschaft und Privatkunden. Die Beitragseinnahmen in der Autoversicherung stagnierten trotz gestiegener Stückzahlen.
Bei deutlich höheren Schadenaufwendungen, verursacht durch den langen Winter und vereinzelte, aber sehr heftige Elementarschadenereignisse, konnte ein versicherungstechnischer Gewinn von 7,5 Mio. € erzielt werden.
Trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase erwirtschaftete das Unternehmen Kapitalerträge in Höhe von 16 Mio. €, die zusammen mit dem versicherungstechnischen Ergebnis zu einem Jahresergebnis vor Steuern in Höhe von 24 Mio. € führte. Dabei hat die Gesellschaft zusätzliche Vorsorge für den Eintritt außerordentlicher Elementarschäden getroffen. Dieses erfreuliche Ergebnis liegt auf dem guten Niveau der Vorjahre und erlaubt erneut eine nennenswerte Eigenkapitalstärkung. Die Eigenkapitalquote wird brutto auf über 50 % und netto auf über 70 % steigen.
Die Mecklenburgische Lebensversicherungs-AG ist mit 6 % auf
113,9 Mio. € zwar nicht so stark wie der Markt (+ 7,2 %) gewachsen,
dies beruht aber allein auf der bewussten Zurückhaltung im Geschäft gegen Einmalbeitrag. Im Gegensatz zur Marktentwicklung verzeichnet die Mecklenburgische Leben einen Zuwachs des laufenden Beitrags. Die positive Beitragsentwicklung beruht zum einen auf einem um 11 % gestiegenen Neugeschäft im laufenden Beitrag und zum anderen auf dem um 20 % rückläufigen Abgang.
Die gute Ertragslage der Gesellschaft hält an. Es wurde ein Rohüberschuss von 22,5 Mio. € erwirtschaftet, von dem 21,5 Mio. € durch Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung den Kunden zugute kommt. Diese Rückstellung ist von 123,6 Mio. € auf nunmehr 126,5 Mio. € gewachsen. Dies ermöglicht eine Überschussbeteiligung, die mit 4,25 % deutlich über dem Marktdurchschnitt liegt. Durch hinzukommende Schlussüberschussanteile und die Teilhabe an stillen Reserven stellt sich die Gesamtverzinsung aktuell auf 5 %.
Die zum 01.01.2012 beschlossene Senkung des Garantiezinses auf 1,75 % wird nach Auffassung des Vorstands die Attraktivität der Vorsorgeprodukte kaum beeinträchtigen. Die anhaltend gute Ertragslage der Gesellschaft und die Kapitalanlagestruktur werden langfristig eine deutlich darüber liegende Verzinsung ermöglichen.
Die Mecklenburgische Krankenversicherungs-AG wuchs um 10,8 % auf
9 Mio. €.
Es wurde ein Rohüberschuss in Höhe von 2,2 Mio. € erwirtschaftet, von dem
1,3 Mio. € den Rückstellungen für Beitragsrückerstattungen zugeführt wurden. Im Gegensatz zum Markt waren im Geschäftsjahr Beitragsanpassungen nicht erforderlich.
Ausblick auf 2011
In das Jahr 2011 ist das Unternehmen erfolgreich gestartet. Ein neu strukturierter Tarif in der Autoversicherung sorgte für ein zufriedenstellendes Neugeschäft zum Jahreswechsel, das auch in den ersten Monaten anhält. Winterstürme sind weitgehend ausgeblieben, so dass der Vorstand dem weiteren Geschäftsverlauf in 2011 optimistisch entgegensieht.
Sorgen bereiten hingegen die zunehmenden Eingriffe von Gesetzgebung und Rechtsprechung, wie zuletzt die Entscheidung des EuGH, mit der die statistisch und aktuariell gebotene Tarifdifferenzierung nach Geschlechtern künftig untersagt wird. Zudem erfolgt mit diesem Urteil ein weitreichender Eingriff in den Grundgedanken der Vertragsfreiheit. Auf die Unternehmen kommen sehr hohe Kosten für die erforderlichen Umstellungsarbeiten zu. Den Verbrauchern hat der EuGH mit diesem Urteil sicherlich keinen Gefallen getan.
In Bezug auf die erhöhten Kapitalanforderungen nach Solvency II sieht sich die Mecklenburgische dank ihrer hohen Finanzkraft gut gewappnet. Der Vorstand begrüßt den risikobasierten Ansatz, der mit Solvency II einhergeht, sieht aber ein mit Bürokratie überbelastetes Dokumentations- und Berichterstattungsmonstrum auf die Branche zukommen, was den akzeptablen Rahmen sprengt und weder die Steuerung des Unternehmens durch den Vorstand noch die Kontrollmöglichkeiten durch die Aufsicht fördert.









