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Auf den Spuren Kaiser Wilhelms II. in Berlin und Potsdam

28.03.201117:13 UhrTourismus, Auto & Verkehr

(openPR) Die Herrschaftszeit Wilhelms II. wird häufig als wilhelminische Zeit oder Wilhelminismus bezeichnet. Symbolhaft für das Zeitalter ist noch heute die Pickelhaube. Militarismus, konservative Orientierungen, imperiale Ambitionen, die sich im Erwerb kolonialer Besitzungen in der Südsee und in Afrika äußerten, das Bestreben, Deutschlands als Weltmacht zu etablieren, was schließlich im Ersten Weltkrieg gipfelte, das Vorgehen gegen sozialistisches Gedankengut und ein Hang zur Selbstüberschätzung kennzeichnen die Politik Wilhelm II. und das Klima seiner Regierungszeit. Von seiner Großmutter Victoria, Königin des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Irland, wurde er für seine Haltung und Politik scharf kritisiert.



Was vom Kaiser und seiner Zeit blieb, ist z.B. das Bürgerliche Gesetzbuch, das am 1.1.1900 in Kraft trat und die erste einheitliche Grundlage für eine reichsweite Zivilrechtssprechung bildete. Wilhelm II. gab selber wichtige inhaltliche Anregungen und schaltete sich öfter in den Entstehungsprozess ein. Es wurde weltweit zum Vorbild für die Zivilrechtssprechung und Teile unseres heutigen Bürgerlichen Gesetzbuches basieren noch darauf.

Der Kaiser nahm auch auf eine Vielzahl bedeutender Bauten vor allem in Berlin und Potsdam maßgeblichen Einfluss. Es lohnt sich auf der nächsten Klassen-, Kurs- oder Studienfahrt nach Berlin und /oder Potsdam mit www.schulfahrt.de diese architektonischen Hinterlassenschaften zu erkunden.

In Berlin z.B. ließ Wilhelm II. zum Gedenken an seinen Vater Friedrich III. auf der Berliner Museumsinsel das Kaiser-Friedrich-Museum, heute Bode-Museum, bauen. Wegen seiner mächtigen, stuckverzierten Kuppelhalle und durch die zweiläufigen Treppen hatte es bald den Ruf eines „Museumspalastes“. Tatsächlich sollte das Haus auch als Ruhmeshalle der Hohenzollerndynastie einerseits und als Gesamtschau der Renaissancekunst mit Malerei, Skulpturen und Mobiliar, dienen. 2006 wurde es nach langjähriger Renovierung wiedereröffnet.

Im Februar 1905 weihte der Kaiser nach 11jähriger Bauzeit den Berliner Dom ein. Er ist im Stil der italienischen Hochrenaissance konzipiert und sollte nach Wilhelms Vorstellungen ein „Petersdom des Protestantismus“ werden. Der Dom war das einzige Gebäude, das das benachbarte Berliner Schloss an Höhe überragen durfte. Damit wurde schließlich die natürliche Hierarchie – Gott-Kaiser-Parlament – sinnbildlich eingehalten.

Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am Ku’damm ließ Wilhelm II. 1890 bis 1895 zur Erinnerung an seinen Großvater Wilhelm I. und den preußisch-deutschen Sieg bei Sedan 1870 errichten. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche schwer zerstört. In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde die Ruine schließlich in einen oktogonalen Neubau einbezogen und zum Mahnmal.

Eines der prägnantesten Symbole der deutschen Geschichte ist der Reichstag. Sein Bau wurde noch unter Wilhelm I. begonnen, 1894 fertiggestellt und von Wilhelm II. seiner Bestimmung als gesamtdeutscher Parlamentsbau übergeben. Allerdings konnte der Kaiser dem repräsentativen Bau mit seiner mächtigen Kuppel, einer modernen Stahl-Glaskonstruktion, nie sehr viel abgewinnen, denn er schenkte dem parlamentarischen Treiben wenig Achtung. Gelegentlich verspottete er es mit Ausdrücken wie „Reichsaffenhaus“ oder „Schwatzbude“.

Besonders das Stadtbild Potsdams wurde durch Wilhelm II. wesentlich mitgeprägt. Er hatte eine enge Bindung zu Potsdam und bezog bereits kurz nach seinem Regierungsantritt das Neue Palais als Residenz und Wohnsitz und ließ es modernisieren. Moderne Sanitäranlagen (mehr als 30 Bäder und Toiletten), Gasbeleuchtung und Elektrifizierung, Aufzüge, eine der ersten Telefonanlagen Deutschlands, eine gewaltige Heizungsanlage im Keller, die noch heute in Sonderführungen besichtigt werden kann, zählen dazu. Im Umfeld des Palais entstanden umfangreiche Komplexe für den Marstall, die kaiserliche Post und der Kaiserbahnhof.

Für seinen ältesten Sohn, Kronprinz Wilhelm und dessen Frau Cecilie von Mecklenburg-Schwerin, ließ Wilhelm II. 1913 das Schloss Cecilienhof bauen. Im Sommer 1945 fand hier das Treffen der Siegermächte, die sog. Potsdamer Konferenz, statt. Das Gebäude ist heute teils Museum, teils Hotel.

Außerdem entstanden in der Regierungszeit Wilhelms II. in Potsdam weitere stadtbildprägende Bauten wie z.B. die Sternwarte Babelsberg, das Meteorologisch-Magnetische Observatorium, das Geodätische Institut, das Rathaus Babelsberg, die Handels- und Gewerbeschule für Mädchen (heute Oberstufenzentrum), die Kriegsschule (heute Landtag), die neue Glienicker Brücke, die zerstörte Synagoge oder die Erlöserkirche.

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