(openPR) Breite Zustimmung für Fachverband Frühförderung in Thüringen
Weimar, 27. Juni 2005
Am 25. Juni hat sich in Neudietendorf die Landesvereinigung Thüringen der Vereinigung für Interdisziplinäre Frühförderung (VIFF) gegründet. „Einvernehmlich haben alle Sitzungsteilnehmer der Gründung zugestimmt“, sagt Prof. Dr. Armin Sohns, Fachbereich Wirtschafts- und Sozialwesen an der FH Nordhausen und neuer Vorsitzender der VIFF-Thüringen. Das sei nicht selbstverständlich. „In anderen Bundesländern hat es auch schon mal Ressentiments durch andere Interessenverbände gegeben.“ Insgesamt sind 35 Vertreter aus verschiedenen Bereichen der Frühförderung zur Gründungssitzung gekommen, darunter Dachverbände der freien Wohlfahrtspflege, Berufsverbände und Einrichtungsleiter von verschiedenen Frühfördereinrichtungen. 24 Einzelmitglieder und Institutionen sind spontan Gründungsmitglieder geworden.
„Die VIFF-Thüringen versteht sich als zentraler Fachverband für die Frühförderung. Im Vordergrund stehen nicht Einzelinteressen von Einrichtungen oder Berufsgruppen. Wir wollen die Fachlichkeit stärken. Natürlich mit der breiten Rückendeckung von Praktikern, den Kostenträgern und den Dachverbänden“, erklärt Sohns. Vor allem die Qualität der Arbeit in den Einrichtungen solle verbessert werden. Dazu gehöre auch der intensive Dialog mit den Landkreisen und Kommunen, mit Multiplikatoren in Verwaltung und Politik und vor allem mit den Kostenträgern. „Ein weiteres zentrales Anliegen sind Verbesserungen in der Ausbildung und Schulung von Fachkräften. „Bundesweit gibt es keine Ausbildung für das Fachgebiet Frühförderung“, so Sohns. In Thüringen gibt es bislang gar keine Weiterbildungsmöglichkeiten. Die VIFF will deshalb gezielt Angebote für einen fachlichen Austausch vorbereiten. Geplant sind neben Schulungen auch Kongresse, Tagungen, Arbeitsgruppen und Workshops. Zudem wird es in Kürze eine Website geben.
Neben der Satzung hat sich die Gründungsversammlung auch auf einen Vorstand geeinigt. Die neun Vorstandsmitglieder kommen aus unterschiedlichen Bereichen: Wissenschaftler, Praktiker mit medizinischem und heilpädagogischem Hintergrund, Vertreter der Dachverbände und einzelner Berufsgruppen. Stellvertretender Vorsitzender ist Dr. med. Carsten Wurst, leitender Arzt des Sozialpädiatrischen Zentrums im Zentralklinikum Suhl und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin e.V. „Mit Ralf Fessner haben wir auch jemanden aus der freien Wirtschaft im Vorstand. Sozusagen, um den Blickwinkel von außen nicht zu verlieren“, sagt Sohns. Zudem erleichtere die enge Zusammenarbeit mit dem IT-Spezialisten auch die Umstellung auf moderne Technologien. Ralf Fessner ist der Geschäftsführer der TENNO-Gruppe, die gemeinsam mit Thüringer Frühförderstellen die Dokumentationssoftware SOFIA entwickelt hat.
Auf Bundesebene besteht die VIFF seit 1983. Thüringen ist das 13. Bundesland mit einer Ländervertretung.
Weitere Informationen:
Vereinigung für Interdisziplinäre Frühförderung
Landesvereinigung Thüringen e.V.
c/o Prof. Dr. Armin Sohns, Vorsitzender
Fachhochschule Nordhausen
Weinberghof 4
99734 Nordhausen
Email:
Weitere Informationen stehen in Kürze auch auf der Homepage der Bundesvereinigung zur Verfügung: www.fruehfoerderung-viff.de
















