(openPR) Das Guggenheim-Projekt in Abu Dhabi hat momentan erhebliche Probleme. Die Schwierigkeiten liegen allerdings nicht in der Fertigstellung des 800 Millionen Dollar teuren Baus, vielmehr weigern sich die Künstler, ihre Werke dem Guggenheim-Museum in Abu Dhabi zur Verfügung zu stellen.
Ihre Beweggründe sind moralischer Natur. Walid Raad, ein Künstler, der in New York lebt und aus dem Libanon stammt, äußerte sich über die Weigerung der rund 130 Künstler folgendermaßen:
„Künstler sollten nicht aufgefordert werden, ihre Werke in Gebäuden zu zeigen, die von Ausgebeuteten errichtet wurden. Wer mit Mörtel und Steinen arbeitet, verdient den gleichen Respekt wie jemand, der mit Kamera und Pinsel umgeht.“
Viele Bauarbeiter müssen ihre Arbeit oft unter schwersten Bedingungen verrichten. Die Bezahlung ist gering, die Temperaturen extrem und wer aufbegehrt, der wird schnell von einem bereitwilligeren Arbeiter ersetzt. Die momentane Streik-Aktion der Künstler scheint als einer der größten globalsten Streiks von Kunstschaffenden in die Geschichte des Landes einzugehen.
Für Abu Dhabi und das Image des Guggenheim-Projektes auf Saadiyat Island ist dieser Kunststreik natürlich alles andere als förderlich. Touristen und Kunstfans sollen angelockt werden und mit Freude die ausgestellten Künste begutachten können.
Es bleibt zu hoffen, dass eine baldige Einigung im Künstler-Streik von Statten gehen wird und das Guggenheim in Abu Dhabi bei seiner geplanten Eröffnung 2015 in seinem vollen Glanz erstrahlen kann.
Weitere Informationen sind unter www.halloabudhabi.de zu finden.






