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Interview mit Mathias Lenz über die Möglichkeit der Kombination von Beruf und eingleisiger Zweite Liga

21.03.201116:11 UhrSport

(openPR) Schriesheim, 15.03.2011. Sich mit der SG BBM Bietigheim für die eingleisige zweite Liga zu qualifizieren war für Mathias Lenz (26), ehemaliger Jugend und Junioren-Nationaltorhüter, das Ziel für die Saison 2010/2011. Parallel zum Handball hatte sich Lenz die letzten fünf Jahre auch auf sein Studium konzentriert und wird nun eine Ausbildungspause einlegen, um sich der Herausforderung des Profihandballs stellen zu können. Die Quali scheint erreicht, doch dann kam die Überraschung: Man plant in Bietigheim ohne ihn. Annika Breutmann von handballfactory.com hat sich mit Mathias Lenz über Beruf und Handball unterhalten.



Herr Lenz, was freut Sie am meisten, dass Sie quasi schon frühzeitig den Sprung in die eingleisige Zweite Bundesliga geschafft haben, oder dass Sie Ihr Lehramtsstudium erfolgreich beendet haben?

Mathias Lenz: (Lacht) Das ist schwer. Ich freue mich, dass ich beides in der Kombination geschafft habe. Das war wichtig für mich. Natürlich habe ich noch das Referendariat vor mir, aber mein Ziel war es immer bis zu diesem Punkt zu kommen. Jetzt freue ich mich, dass ich der SG helfen konnte, ihre Ziele zu erreichen. In der neuen Saison wollte ich mich endlich zu 100 Prozent auf den Handball konzentrieren. Aber Bietigheim plant anders.

Sie sind überrascht, dass man in Bietigheim nun ohne Sie plant? Ihre Leistung konnte es nicht sein, denn beispielsweise gegen die HSG Düsseldorf und TuSpo Obernburg haben Sie jüngst Siege für Ihre Mannschaft vorbereitet.

Mathias Lenz: Das sollen andere beurteilen. Ich fand meine Leistung vor allem in Düsseldorf gut, was auch von Düsseldorfer Seite bestätigt wurde. Ich dachte, dass wir den Vertrag von beiden Seiten verlängern. Nun bin ich natürlich enttäuscht, dass man sich in Bietigheim dazu entschließt, die kommenden Schritte ohne mich zu gehen. Aber so ist das Geschäft. Ich werde mich bis zum letzten Spieltag voll in den Dienst der Mannschaft stellen.

Wie geht es nun bei Ihnen weiter? Wohin soll der Weg gehen?

Mathias Lenz: Ich muss gestehen, dass ich erst mal etwas geschockt war und mich auf die neue Situation einstellen musste. Jetzt habe ich die eine oder andere Anfrage und werde mir alles genau überlegen. Gerne wäre ich in der Region geblieben, aber andererseits stehen mir nun alle Wege offen. Eine auch spannende Situation. Man wird sehen wohin der Weg geht, ich könnte mir durchaus vorstellen, auch Erfahrungen im Ausland zu sammeln.

Aber das Ziel war ein anderes?

Mathias Lenz: Ja. Ich wollte Handball und Ausbildung vereinbaren und dann durchstarten. Beides durchzuziehen ist nicht ganz so einfach, aber es ist mir gelungen. Etwas Berufliches in der Hand zu haben, war mir wichtig. Man kann nicht alles auf die Karte Handball setzen ohne an einem zweiten Standbein zu arbeiten. Was das Referendariat betrifft bin ich nun zeitlich und räumlich flexibel. Wichtig ist, dass man den Teil an der Hochschule oder Uni in einem Rutsch abschließt. Gerade in Bietigheim war dies gut möglich, auch wenn das Pendeln nach Heidelberg viel Kraft und Zeit gekostet hat. Vielleicht kamen mir so einige Prozent abhanden, die die Bietigheimer zu ihrer Entscheidung bewegt haben. Das wird in der neuen Saison sicherlich nicht der Fall sein.

War es ein Vorteil, dass es bis dahin die Nord- und Süd-Staffel gab?

Mathias Lenz: Ja, ganz klar. Die Fahrten sind nicht ganz so lang, nur 18 Teams anstatt 20. Man ist statt einem öfter auch zwei Tage unterwegs, das wird sich nicht vermeiden lassen. In so einer Profiliga wäre ein schnelles und erfolgreiches Studium nicht möglich gewesen.

Wird es in Zukunft schwerer für junge Leute, wenn Sie Beruf und Handball in einer eingleisigen zweiten Liga verbinden wollen?

Mathias Lenz: Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Belastung geringer wird. Im Gegenteil. Wie ich schon gesagt habe, sind es mehr Mannschaften und die Strecken, die man zurücklegen muss, sind im Schnitt größer. Die Clubs müssen sich bei der Verpflichtung der Spieler wahrscheinlich mehr Gedanken machen, wie Job beziehungsweise Ausbildung und Handball zu vereinbaren sind. Aber vor allem der Sportler wird vor eine schwere Aufgabe gestellt und muss sich früh mit dieser Situation befassen.

Was meinen Sie damit genau?

Mathias Lenz: Ich denke, dass die eingleisige Zweite Liga in jeglicher Sicht stark professionalisiert wird.
Für die Spieler heißt das, dass der Spagat zwischen Leistungssport und beruflicher Ausbildung schwieriger wird, was wiederum eine dementsprechende Planung und sehr viel Disziplin erfordert.

Was sind die Herausforderungen wenn man studiert und Handball spielt?

Mathias Lenz: Es ist die Zeit. Ich hatte Glück, dass ich vormittags meist an der Uni sein konnte und es an den Wochenenden nicht schon Freitag früh losging. Es kostet einfach sehr viel Kraft beides zu machen und auch das studentische Leben bleibt oft auf der Strecke (lacht).
Ich bin ja nicht der einzige, der das so lebt. Viele Spieler der jetzigen zweiten Ligen studieren oder arbeiten neben dem Handball. Es ist schlichtweg ein immenser Aufwand, will man beides einigermaßen professionell betreiben.

Hat sich der Aufwand denn gelohnt?

Mathias Lenz: Ja, zu 100 Prozent! Jetzt will ich mich aber noch einmal voll und ganz auf den Handball konzentrieren. Ich denke das kitzelt noch ein paar Prozent mehr Leistung heraus. Ich freue mich auf diese Zeit. Ich habe bereits mit der Jugend- und Juniorennationalmannschaft viele schöne Erfahrungen gesammelt, spiele meine neunte Zweite Ligasaison und habe bei der SG Wallau/Massenheim etwas Erste Liga-Luft schnuppern dürfen. Das ist es doch, wofür man jeden Tag in die Halle geht, Eisen stemmt oder sich durch den Wald hetzen lässt.

Sie klingen nicht sehr enttäuscht, eher entschlossen sich und anderen noch etwas zu beweisen.

Mathias Lenz: Ich bin mir sicher, dass ich ein guter Keeper bin, der mindestens auf hohem Zweit-Liganiveau spielen kann. Hätte ich die Chance mich in der Erste Liga zu beweisen, würde ich alles dafür tun. Aber im Ernst. Ich mache mir gerade keinen allzu großen Kopf. Ich sehe diese Situation als Möglichkeit und Herausforderung, werde mich in aller Ruhe Orientieren und dann mit meinem Management von Global MMK entscheiden, wie es für mich weitergehen soll.

Herzlichen Dank für das Interview.

Mathias Lenz: Gern geschehen.

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