(openPR) Die Hinweise verdichten sich: Die moderne Quantenphysik und die uralte Frage „Gibt es ein Leben nach dem Tod?“ nähern sich einander an. Sogar aus naturwissenschaftlicher Perspektive wird die Annahme, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, immer wahrscheinlicher.
Doch was geschieht nach dem physischen Tod? Was sagen die Religionen dazu? Die westlichen großen Religionen wie das Christentum und der Islam sprechen von einer endzeitlichen Auferstehung, und im Judentum wird ähnliches angedeutet. Die östlichen großen Religionen Buddhismus und Hinduismus lehren im Gegensatz dazu die Idee der Wiederverkörperung, der Reinkarnation. Sieht man jedoch genauer hin, stellt man fest, dass die Reinkarnationsidee auch dem Christen- und Judentum nicht fremd ist. So lehrt eine der jüdischen Hauptrichtungen, der Chassidismus, ohne wenn und aber, die Reinkarnation. Jüdische Mystiker aller Zeiten lehrten diesen Gedanken, genauso wie es das Gnostische Christentum tat. Und staunend stellt man nach einer genauen Prüfung fest, dass sowohl im Alten als auch im Neuen Testament tatsächlich versteckte Hinweise auf die Reinkarnation zu finden sind, während man konstatieren muss, dass die Hinweise auf eine „Auferstehung des Fleisches“ am Ende der Zeit gar nicht so häufig zu finden sind, wie man es gemeinhin vermutet. Und selbst im Islam, wo man es am allerwenigsten erwartet, stößt man (z. B. bei den Drusen) auf den Reinkarnationsglauben.
Immer wieder stoßen wir auf Berichte von Menschen, die sich spontan an ein vergangenes Leben erinnern können, und beim Versuch, dem Berichteten nachzugehen, kommt man oft zu dem verblüffenden Ergebnis, dass Aussagen des sich Erinnernden bestätigt werden können.
Der Professor für Psychiatrie und Reinkarnationsforscher Ian Stevenson untersuchte eine Reihe derartiger Fälle, und oft konnte er die entsprechenden Aussagen der Beteiligten bestätigen. Letztlich kommt er zu dem Ergebnis, dass viele der von ihm untersuchten Fälle nur im Sinne der Reinkarnation hinreichend erklärt werden können.
Vor über 40 Jahren sorgte der Fall „Bridey Murphy“ für großen Presserummel. Eine Amerikanerin konnte sich unter Hypnose an ein Leben als Frau im Irland des 19. Jahrhunderts erinnern. Ihre Aussagen konnten zumindest teilweise bestätigt werden, und eifrige „Entlarver“ dieses Falles mussten sich letztlich selbst entlarven lassen.
Es gibt zahlreiche Menschen, die angeben, sich an ein vergangenes Leben und einen Tod als Juden während des Holocausts erinnern zu können. Dabei beschreiben sie Todesarten und typische Ereignisse im KZ, von denen nur Fachleute wissen konnten. Oft hatten diese Menschen auch Kenntnis über jüdische Gebräuche bzw. wendeten diese bereits während ihrer Kindheit unbewusst an, ohne irgendetwas über das Judentum zu wissen.
Es gibt mindestens fünf Personen auf dieser Welt, die sich für die wiederverkörperte Anne Frank halten, und eine davon ist die Schwedin Barbro Karlén. Sie und ihr Verleger waren massiven Anfeindungen ausgesetzt, unter anderem wurde ihnen vorgeworfen, den wirkungsvollen Namen Anne Frank und deren Geschichte zu vereinnahmen und für eine Philosophie, in der die Reinkarnation und das Karma (nach der Karma-Lehre erzeugt jede Handlung eine Wirkung, die möglicherweise erst im nächsten Leben zutage tritt) missbraucht wird. Oft gehen Kritiker sogar soweit zu behaupten, dass nach der Karma-Lehre die Juden am Holocaust selbst Schuld seien. Doch diese Behauptung ist – selbst wenn sie von einigen Anhängern der Karma-These so vertreten wird – mit der originalen Karma-Lehre nicht in Einklang zu bringen. Tatsächlich haben auch prominente Juden, die sich mit der Karma-Lehre befasst haben, keine Probleme mit ihr, sondern unterstützen sie sogar. Kritiker der Karma-Lehre, die behaupten, gegen Antisemitismus zu kämpfen, instrumentalisieren in Wirklichkeit den Holocaust und schießen Breitseiten auf „die“ Esoterik ab, die es in dieser Form gar nicht gibt.
Wenn auch aus dem vorliegenden Material zum Fall „Barbro Karlén“ nicht eindeutig hervorgeht, dass Karlén die frühere Anne Frank war, so zeigt das vorliegende Fallmaterial zum Thema Reinkarnation insgesamt doch, dass es eine Reihe von – auch untersuchten – Fällen gibt, die die Reinkarnation dringend nahe legen, wenn auch die erinnerten Persönlichkeiten aus dem vergangenen Leben so gut wie nie Prominente waren, wie dies in klischeehafter Form oft behauptet wird.
Dazu kommt, dass ebendiese Reinkarnation tatsächlich in allen Religionen gelehrt wird oder wurde, sei es offiziell oder verborgen. Ist dies z. T. auch deswegen so, weil es schon in frühester Zeit in den verschiedenen Kulturkreisen Menschen gab, die sich an frühere Leben erinnern konnten, und weil dies auf die Entstehung der Religionen Einfluss nahm? Andere religiöse Konzepte wie das der Auferstehung müssen der Reinkarnationslehre nicht zwangsläufig widersprechen, doch dies ist eine reine Glaubensfrage.
Nicht allein Glaubenssache ist die Reinkarnationsfrage, denn wir müssen feststellen, dass es eine gewichtige Indizienkette für das Phänomen Reinkarnation gibt und die Reinkarnations-These somit auch seitens der Wissenschaft eine ernsthafte Beachtung verdient.
Roland M. Horn:
Reinkarnation
Kommen wir mehrmals auf die Welt?
255 Seiten
Freier Falke Verlag
ISBN: 978-3941084063
€ 19,50












