(openPR) Kaum einer Künstlerin gelingt es, die Vielschichtigkeit des Wortes „Dunkel“ so offenbar zu machen, wie der Berliner Malerin Heike Ruschmeyer in den Bildern ihrer neuen Einzelausstellung in der Emerson Gallery Berlin.
„Dunkel“ meint in der deutschen Sprache nicht nur das rein optische Phänomen, sondern eine Vielzahl von anderen sinnlichen Wahrnehmungen. Man spricht von „dunklen“ Ahnungen, wenn man unbestimmt meint, von einer „dunklen“ Stimme, wenn sie tief klingt und von einer „dunklen“ Gestalt, wenn sie verdächtig oder auch zwielichtig erscheint. Das „dunkle“ Mittelalter war unaufgeklärt und „dunkle“ Machenschaften sind geheimnisvoll oder unseriös. Alles dies ist auf die Bilder dieser Ausstellung von Heike Ruschmeyer anwendbar und klingt darin an.
Vieles bleibt im „Dunklen“ in den schwarz-weißen Gemälden von Toten durch Gewalt oder bei den lebend dargestellten, dezent kolorierten Bildnissen aus Familienalben. Deutlich sichtbar ist auf diesen Bildern hingegen die physische Vielschichtigkeit des Malprozesses. Einzeln gemalte Farbschichten oder auch das Raster, das Ruschmeyer als Gerüst den Bildern zugrunde legt, bleiben sichtbar. Auf diese Art und Weise zeigt die Künstlerin etwas auf, was wir üblicherweise vielleicht nicht sehen wollen. Das Bloßlegen der Vorgehensweise geschieht gewissermaßen analog zum Bloßlegen von Machtverhältnissen. Heike Ruschmeyer zwingt uns zum Hinsehen und zur Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt in unserer Gesellschaft. Durch den gezielten Einsatz der Mittel der Malerei führt sie den Betrachter zum eigentlichen Kern der Bildaussage: Die Gegenüberstellung zweier Bildthemen, der Toten und der Lebendigen, macht deutlich wie eng Form und Inhalt, Maltechnik und Motiv der Bilder miteinander verbunden sind.
Vernissage: Freitag 18. März 2011 von 19:00 bis 22:00 Uhr
Dauer der Ausstellung: 19. März – 07. Mai 2011
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 14 - 19 Uhr, Samstag 12 - 16 Uhr und nach Vereinbarung
Emerson Gallery Berlin
Gartenstr. 1
10115 Berlin
Tel. (030) 24047295
Fax. (030) 24047296
www.emerson-gallery.de
Über das Unternehmen
Mit der EMERSON Gallery Berlin (EGB) eröffnete im Herbst 2003 ein neuer Schauraum im vitalen und weiterhin expandierenden Galerienviertel „MitteNord“, zwischen Torstraße und Invalidenstraße. Die EMERSON Gallery Berlin präsentiert zeitgenössische Kunst und stellt insbesondere gesellschaftsbezogene Positionen zur Diskussion, ohne medienspezifisch ausgerichtet zu sein.
Das Profil der Galerie des aus New York stammenden Inhabers Russell Radzinski richtet den Fokus auf Standpunkte zur Gesellschaft, die im Werk der vertretenen Künstler – neben einer starken künstlerischen Sprache - in unterschiedlichem Maße zu erkennen sind.
Einen wichtigen Standpunkt zur Gesellschaft stellt das Editionskonzept dar. Begleitend zu den regulären Ausstellungen entsteht jeweils eine Edition mit einer Auflage von bis zu 50 Exemplaren mit einem Preis von max. 400 Euro. Dadurch bieten wir auch neuen oder jungen Sammlern die Möglichkeit, anspruchsvolle Kunst zu einem moderaten Preis zu erwerben und die Auseinandersetzung mit Kunst im eigenen Umfeld zu fördern. Ferner bietet die Galerie mit den kürzeren Intermezzo-Ausstellungen (7 bis 14-tägig) jungen und bisher unbekannten Künstlern mitunter erstmalig ein öffentliches Forum. Diese Präsentationen finden bis zu vier Mal im Jahr zwischen den regulären Ausstellungen statt und werden in Katalogheften publiziert.
Das kulturelle Rahmen- und Veranstaltungsprogramm vertieft den Dialog mit dem Publikum und dient der Erörterung von Fragen, die durch die präsentierte Kunst aufgeworfen werden. Durch Podiumsgespräche, Performances oder Lesungen beispielsweise regen wir Gespräche zwischen Künstlern, Kunstliebhabern, Wissenschaftlern, Geschäftsleuten und Politikern an. Diesem Zweck dient auch das jährlich stattfindende Sommerfest internationaler Kunst mit wechselndem Länderschwerpunkt. Es ermöglicht einen intensiveren Einblick in das aktuelle internationale Kunstgeschehen, auch in den Bereichen Darstellende Kunst oder Musik.
Nicht zuletzt: Als Exklusivanbieter des Corporate Supporters Program (CSP) spricht EGB die Wirtschaft an und ermöglicht eine fruchtbare Zusammenarbeit und Wechsel-beziehung zwischen Wirtschaft und Kultur.
Die Galerie ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Galerien e. V.