(openPR) Die Freie Therapiehundegruppe Fildern bietet im Raum Stuttgart die einzigartige Gelegenheit, den eigenen Hund zum Helfer auszubilden.
Hunde sind nicht nur die besten Freunde des Menschen, sie sind in vielen Fällen auch die besseren Therapeuten. Sie können wahre Wunder vollbringen, wenn es darum geht, deprimierten Menschen wieder Lebensmut zu bringen, gebrechlichen Menschen Kraft zurückzugeben oder den Umgang mit schwierigen Kindern zu erleichtern. So werden Therapiebegleithunde an ganz unterschiedlichen Orten eingesetzt: in Altersheimen, Hospizen, Krankenhäusern, Schulen oder Kindergärten.
Die Freie Therapiehundegruppe Fildern bietet die Möglichkeit, Hund und Herrchen innerhalb von einem Jahr zum ehrenamtlichen Therapiebegleithundeteam auszubilden. Die Erfahrung zeigt, dass jeder Hundehalter, der zur Gruppe dazukommt, mit viel Spaß an der Ausbildung teilnimmt, weil er merkt, dass der eigene Hund viel mehr sein kann als ein Haustier. Die Voraussetzungen dafür sind gar nicht kompliziert: Der Hund benötigt ein gefestigtes Wesen. Er sollte konsequent erzogen sein und einen guten Grundgehorsam besitzen. Er sollte außerdem menschenbezogen und freundlich sein und auch auf fremde Umwelteinflüsse positiv reagieren. Bevor es mit der Ausbildung losgeht wird deshalb ein kleiner Eignungstest gemacht. Der Besitzer sollte neben der Freude an der Arbeit mit dem Hund auch Interesse an sozialem Engagement mitbringen.
Die Hunde werden in der Ausbildung mit allem vertraut gemacht, was ihnen bei ihren Einsätzen begegnen kann: Rollstühle, Gehhilfen, glatte Krankenhausböden, zuschlagende Türen, plötzliche Schreie, Menschen in ungewöhnlicher Bekleidung oder mit ungewöhnlichen Bewegungen. Sie lernen, sich von Fremden überall am Körper berühren zu lassen, auch mal unsanft oder ungeschickt, und von anderen an der Leine führen zu lassen. Zudem bekommen die Hunde beigebracht, nicht zu kläffen und Leckerbissen behutsam anzunehmen. Die Hundehalter lernen vor allem, ihren Hund richtig anzuleiten. Außerdem bekommen sie eine Ausbildung in der Handhabung von Rollstühlen, in der Gesprächsführung mit Schwerhörigen und im Umgang mit Patienten mit Hirnkrankheiten (z.B. Alzheimer) oder Schlaganfällen. Zudem geht es um Hygiene, die in der Zusammenarbeit von Hunden mit Menschen zu beachten ist. Diese Kompetenzen nützen nicht nur in der Zusammenarbeit mit den Patienten – die Hundehalter lernen so auch etwas für das eigene Leben und den Alltag mit dem Hund.
Zusätzlich werden verschiedene Seminare angeboten: Nach etwa einem Jahr gibt es eine theoretische und praktische Abschlussprüfung.
In Deutschland ist diese Art der Therapieunterstützung noch nicht weit verbreitet, doch in anderen Ländern wie etwa in der Schweiz, Österreich und den USA gibt es bereits jahrelange Erfahrungen mit Therapiebegleithunden. Sie verschaffen Ärzten und Therapeuten einen besseren Zugang zu den Patienten, unterstützen deren Heilungsprozess und führen auf die Weise schneller zum Therapieerfolg. Das gilt sowohl in der Ergo-, Physio- und Sprachtherapie wie auch in der Psychotherapie.
Es geht bei Arbeit jedoch nicht nur um das gezielte Therapieren – allein die Anwesenheit des Vierbeiners, das Spielen und Kuscheln mit ihm, lässt oft Schranken fallen. Ein Hund bietet Menschen, die in Altenzentren leben, eine willkommene Abwechslung und Beschäftigung. Sie erfahren Aufmerksamkeit und Zuneigung, für die in Heimen häufig zu wenig Zeit bleibt. Oft ist in den Einrichtungen das Halten eines eigenen Hundes verboten und viele mussten sich von ihrem geliebten Tier trennen. Die Helfer auf vier Pfoten sind da zumindest vorübergehend ein Ersatz. Und die Erfahrung zeigt: Die Menschen leben auf. Zudem können die Hunde echte Überzeugungsarbeit leisten – etwa wenn es um die Körperpflege geht. Die wird von manchen als anstrengend und unangenehm empfunden, doch mit einem kleinen „Schubs“ eines Vierbeiners geht es gleich viel leichter.
Therapiebegleithunde sind wie geschaffen dafür, Brücken zwischen Menschen zu bauen. Gerade bei autistischen Kindern, die anderen Menschen gegenüber verschlossen sind, schaffen die Tiere es oft, zumindest zeitweise einen Zugang zu ihnen zu ermöglichen. Im Umgang mit Behinderten und Kindern können Hund und Herrchen nebenbei noch das richtige Verhalten mit den Vierbeinern vermitteln. So werden Ängste abgebaut und Vertrauen geschaffen. Die Hunde erfahren ihrerseits extreme Aufmerksamkeit. Das ist in der hektischen Zeit heute auch für sie eine gute Erfahrung. So ist die Arbeit als Therapiebegleithundeteam eine Bereicherung für Mensch und Hund.
Training ist Samstag von 9 bis 12 Uhr nach Terminplan im Altenzentrum St. Vinzenz in Filderstadt-Plattenhardt.
Die nächste Ausbildungsrunde startet am 2. April 2011. Mehr Informationen und Kontaktdaten gibt’s unter www.freie-therapiehundegruppe-fildern.de









