(openPR) VMF-Bestandsanalyse 2010 und Segmentanalyse Neuzulassungen
VMF-Mitglieder managen über 500.000 Verträge / Deutsche Hersteller erhöhen Anteil auf 86,7 Prozent / BMW verliert / VW ist die beliebteste Fuhrparkmarke
Bad Homburg, Februar 2011. Die im Verband der markenunabhängigen Fuhrparkmanagementgesellschaften (VMF) vereinigten Unternehmen – allesamt Markt führend und herstellerneutral – haben ihren Fahrzeugbestand zum 31.12. 2010 analysiert. Von den rund 511.000 gemanagten Fahrzeugen sind 508.000 gewerblich genutzte Fahrzeuge in deutschen Fuhrparks, 411.000 im Fullserviceleasing. Fabrikate deutscher Hersteller haben in diesem Segment einen Anteil von 86,7 Prozent (Vorjahr 79,3). „Deutsche Hersteller haben noch mal deutlich zugelegt. Dabei gehören die Marken VW und Audi zu den beliebtesten Firmenfahrzeugen. Bemerkenswert ist, dass Fahrzeuge der Marke BMW über die VMF-Gesellschaften deutlich weniger geordert wurden, als in den Vorjahren und BMW deshalb auch im Gesamtranking nur Platz sechs belegte – vor den ausländischen Marken“ sagt Michael Velte, Vorstandsvorsitzender des VMF.
Die VMF-Statistik bildet zwar nur einen Teil des Flottenmarktes ab, doch der VMF ist besonders bei größeren Fahrzeugflotten ab 200 Fahrzeugen mit einem Marktanteil von rund 40 Prozent stark vertreten. „Das sind Größenordnungen, die Rückschlüsse auf den Gesamtmarkt erlauben“, sagt Velte. Zwischen 6 und 7 Millionen Liter Kraftstoff tanken die vom VMF betreuten Fahrzeuge jeden Tag. Im Schnitt bearbeiten die VMF-Mitglieder jedes Jahr mehr als 150.000 Schadenfälle und rechnen über eine Million Wartungsrechnungen ab. „Das ist übrigens einer der Hebel, wo wir im Gesamtprozess besser werden und unseren Kunden Nutzen bringen möchten“, berichtet Velte. „Und das wollen wir mit dem neuen Managementprozess „VMF Service Plus“ erreichen. Denn dadurch werden vor allem der Abstimmungsaufwand zwischen Werkstatt und Kunde sowie und die Wartezeiten für die Kunden in den Werkstätten reduzieren.“ Aktuell ist der voll automatisierte Managementprozess für Wartung und Inspektion in der Pilotphase bei ausgewählten Vertragswerkstätten.
Zum VMF gehören die ALD AutoLeasing D GmbH, Arval Deutschland GmbH, Athlon Car Lease Germany GmbH & Co. KG, Deutsche Leasing Fleet GmbH, GE Auto Service Leasing GmbH, Hannover Leasing Automotive GmbH, LeasePlan Deutschland GmbH, Mobility-Concept GmbH und VR-Leasing AG.
Gesamtmarkt 2010: Neuzulassungen brechen erwartungsgemäß ein / Flottenmarkt legt um 14 Prozent zu
Mit insgesamt 2.916.000 Fahrzeugen sind die Neuzulassungen in Deutschland 2010 – im Jahre 1 nach der Abwrackprämie – erwartungsgemäß stark zurückgegangen. „Wir hatten mit einem Minus von über 20 Prozent gerechnet, unterm Strich waren es nun Minus 23,4 Prozent“, sagt Michael Velte. Dabei hat sich die rasante Talfahrt im zweiten Halbjahr noch merklich abgeschwächt. Im Dezember konnte gar wieder ein Plus gegenüber dem Vorjahresmonat verzeichnet werden, da auch das Wachstum durch die Umweltprämie im Verlauf des Kalenderjahres 2009 zurückging.
Der Markt hätte sich allerdings lediglich normalisiert und die Marktanteile entsprächen nun nahezu wieder denen aus dem Jahr 2008. Von den 2,9 Millionen Neufahrzeugen waren nur noch 1,24 (Minus 1,14 Millionen zum Vorjahr) Privatfahrzeuge und knapp 1,67 Millionen (Plus 252.000) gewerbliche Fahrzeuge. Die legten damit um über 18 Prozent zu, konnten absolut aber selbst das niedrige Niveau von 2004 von damals 1,71 Einheiten noch nicht wieder erreichen. 614.000 Fahrzeuge (Plus 14,2 Prozent) waren für gewerbliche Fuhrparks bestimmt. Das sind mehr als 21 Prozent aller Zulassungen und rund 37 Prozent der im vergangenen Jahr gewerblich zugelassenen Fahrzeuge. Neben dem relevanten Flottenmarkt gehören dazu auch die Sektoren Fahrzeugbau, Fahrzeughandel und Autovermieter. Insgesamt sind die Zulassungen in diesen Sektoren allesamt gewachsen.
Bewertung und Ausblick
Nachdem sich die wirtschaftliche Situation etwas entspannt und nicht nur die Automobilhersteller – allerdings überwiegend im Ausland – wieder Gewinne schreiben, rechnet der VMF mit einer Rückkehr des Flottenmarktes allmählich auf das 2008-er Niveau. Zurückgehaltene Investitionen und Vertragsverlängerungen aufgrund der unsicheren Situation während der Finanzkrise bei Neufahrzeugen müssten jetzt wieder auf der Agenda stehen, sonst droht die Überalterung des Fahrzeugpools. Bei der Einschätzung von künftigen Restwerten ist weiterhin Vorsicht und insbesondere ein wirtschaftliches Augenmaß mit Blick auf die Gesamtlaufzeit gefordert. Insofern kann die eine oder andere aktuelle Restwertkalkulation von Herstellergesellschaften eigentlich nur als Subvention zur Gewinnung von Marktanteilen interpretiert werden. Dabei fällt den VMF Gesellschaften zurzeit besonders die BMW-Tochter Alphabet im Markt durch ihr bei der Kalkulation von Restwerten aggressives Verhalten auf. Sobald sich das den realen Marktbedingungen wieder angepasst hat, könnte auch die Marke BMW wieder deutlich mehr Gewicht innerhalb des Bestandes der VMF-Mitglieder erreichen.











