(openPR) Tragisch-Komisches Musiktheater von und mit Raphael Dlugajczyk und Nico Schütze
.... außerdem spielen Raul Gallo-Gau, Thilo Schwarz-Schlüßler, Naila Trabelsi, Kim White und Alexander Zerning
Krimi oder antike Tragödie? Rockoper oder Philosophische Abhandlung? Genesis oder Degeneration? Utopie oder Dystopie?
Endlich ist es wieder soweit! Unsere unermüdlichen Lieblings-Fantasten von Phantasmagoria, Raphael Dlugajczyk und Nico Schütze, verantwortlich für so manchen Kulturstreich in unserem Haus -sei es Ohrenschmaus, Synapsenkrauler oder Abseitsfalle-, laden nach der furiosen Premiere im Juli wieder ein nach Morion!
Wie verhalte ich mich, wenn die Schöpfer, die diese Welt erschaffen haben, in der Wohnung, nebenan über mein Schicksal verhandeln? Was tue ich, wenn diese Schöpfer aus purer Langeweile mit mir und anderen ihr Spielchen wie mit Marionetten treiben?
Wo suche ich Hilfe und Antworten? In den Weltreligionen oder beim Psychiater? In den Wissenschaften oder doch beim Baum der Erkenntnis? Heilt die Zeit tatsächlich alle Wunden, oder ist sie auch nur ein Opfer der Ewigkeit? Wer glaubt mir überhaupt, einem mutierten Mischwesen aus Mensch, Krebs und Tintenfisch? Habe ich mein zweifelhaftes Schicksal einer üblen Laune jener Schöpfer zu verdanken?
All diese Fragen stellt man sich als Bewohner von MORION. Als dann noch ein mysteriöser Mord an einem Mädchen geschieht, nimmt Inspektor Rothschild die Ermittlungen auf. Seiner Ansicht nach sind ohnehin alle Einwohner Morions an diesem Mord schuldig: egal ob Bobby Ganzeinfach, der erfolgreiche Yuppie mit seinem Krawatten-Orgasmus-Problem, Theodor Wianek, der fromme inbrünstige Katholik, Octowahn Wehrmuth, der geistige und physische Mutant, oder doch der bellende Psychiater Prof. Dr. Dr. Hartmut Holzpfeil? Aber wer hat den Mord tatsächlich begangen? Und schon befinden wir uns mittendrin in MORION, dieser skurrilen Welt, in der die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verschwinden. Die in ihrer Eigenart tragischen Charaktere prallen aufeinander und auf ihre Schöpfer, die nicht aus Langeweile, sondern lediglich zur Unterhaltung des Theaterpublikums ihre geschaffenen Wesen allmählich in den Abgrund stürzen lassen. Moderiert wird das ganze Spektakel von der sehr verehrten Frau Zeit persönlich, welche jedoch zeitweise nicht so ganz richtig zu ticken scheint.
Szene für Szene nähert sich der Zuschauer vordergründig der Aufklärung des mysteriösen Mordes.
Szene für Szene entfernt er sich aber gleichzeitig von einer rationalen Erklärung für die Tragik des Daseins und verfällt der Verklärung durch eine emotionale und verträumte Musik. Schließlich kann sich der Zuschauer selbst nicht mehr den großen Fragen der Philosophie, Religion und Wissenschaft entziehen.
...herrlich ein Schöpfer zu sein, köstlich all diese Macht,
mit dem Leben zu spielen, das man selbst geschöpfet hat...
Eine Produktion von Phantasmagoria Productions und ZENTRUM danziger50 /
www.myspace.com/phantasmagoriamorion und www.danziger50.de




