(openPR) Als „Phantom Vibration Syndrome“ verstehen Kognitionswissenschaftler den Irrglauben, ein nicht vorhandenes Mobiltelefon vibriere in der Hosentasche. Obwohl uns diese Bezeichnung vielleicht zum Lachen bringt, steht dieser Irrglaube dennoch gleichzeitig symbolisch für die Hektik und das hohe Tempo, die für uns alle in unserer hochdigitalisierten Welt normal geworden sind.
Wie reagiert die Kunst auf diese Situation ?
Natürlich finden digitale Medien im Zeitalter von Facebook, Google und Co auch in der Kunst immer mehr Verwendung, doch gerade bei jungen Künstlern lässt sich immer deutlicher ein bemerkenswerter Trend zur Hinwendung zu klassischen, handwerklichen Techniken ablesen. Zeichnung, Druckgrafik und Radierung erfordern nicht nur große Virtuosität und handwerkliches Geschick – vor allem brauchen sie Ruhe, Sorgfalt und nicht zuletzt Zeit, wenn sie gelingen sollen.
Den Künstlern geht es hierbei keineswegs um bloße Rückbesinnung auf Althergebrachtes – indem sie mit ihren Arbeiten auf das aktuelle Zeitgeschehen, moderne Medienberichterstattung und ihre eigene, vielleicht ebenfalls beschleunigte Gegenwart reagieren, verzaubern, bereichern und verwirren sie den Betrachter nicht nur – sie rufen uns zudem auf eine leise und gleichzeitig hochwirksame Weise die harten Gegensätze unserer Zeit vor Augen.
Wir freuen uns, Sie zur Eröffnung in den Räumen von NILS GRIMM – weRkStAtt FüR FeINe RäUMe begrüßen zu dürfen, in denen sich klassische, hochwertige Handwerkskunst und junge Kunst mit hohem, handwerklichem Anspruch, zu einem harmonischen Ganzen verbinden.
Medien der Entschleunigung: Druckgrafik und Zeichnung im Fokus junger Kunst
Ausstellungseröffnung: 10. Februar 2011 | 19 Uhr Ausstellung: 11. – 24. Februar 2011 | Öffnungszeiten: 10 - 19 Uhr Führung durch die Ausstellung: 17.Februar | 19 Uhr NILS GRIMM – weRkStAtt FüR FeINe RäUMe Levantehaus I.OG | Mönckebergstraße 7 | 20095 Hamburg








