(openPR) Friederike Juen Boissevain, Internistin, Fachärztin für Krebserkrankungen und Palliativmedizin, praktiziert Zen seit fast drei Jahrzehnten, davon vier Jahre Klosteraufenthalt. Ihre Gedichte sind zeitlos und still, sie berühren innerlich, verlangsamen uns beim Lesen und Nachspüren der Worte. Sie thematisiert ganz alltägliche Themen wie Altern, Abschied, Freundschaft, Heimat oder Jahreszeiten und viele andere.
In den Worten der Autorin: „Worte aus der Nische zwischen den Worten. Wenn Worte verlangsamen, entsteht ein Bild. Ein Wort-Bild. Worte, die in der Spiegelung entstehen, wenn nur zurückgegeben wird. Worte, die in Schwingung versetzt und aufgeweckt werden möchten. Worte, die ein wenig von dem durch die Hände gleiten lassen, was unser reiches Leben in jedem Augenblick auch ist: Fülle und Spontaneität, Humor und Kaleidoskop an Wahrnehmungen. Worte aus dem stellenweise geglückten, oftmals nicht sonderlich geschickten, manchmal missratenen Versuch, ein aufrechtes Leben zu führen. Worte aus einem kleinen, ganz normal traurig-frohen Leben.“
Zen und Gedichte, die genauso schlicht sind wie Zen und ebenso ohne jegliche Schnörkel auskommen, können uns in die innere Stille führen. Diese Gedichte erwecken diese Stille zum Leben, sie berühren uns und wecken Sehnsüchte, sie wirken mehr durch das Unausgesprochene als durch die vorhandenen Worte. Gedichte, die viel Raum geben für eigene Interpretationen, statt alles fertig vorzugeben. Es fehlen auch nicht die traditionellen, aus Japan stammenden Haikus, denen einige Seiten gewidmet sind. Alle anderen Gedichte bilden eine freie Form. Ein paar wenige schlichte Tuschezeichnungen ergänzen die Gedichtesammlung.
Friederike Juen Boissevain: Zeitmuldenlieder. Gedichte aus der Stille, edition steinrich 2010, Hardcover, 240 Seiten, ISBN 978-3-942085-10-6, Euro 19,90
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