(openPR) Begleitend zur Sonderausstellung “Filzräume-Filzträume“, zeigt das Spielmuseum - in der Bibliothek Waldmühle Soltau - bis zum 29. Januar Fotografien aus der Mongolei.
In diesem faszinierenden Land werden bis heute alte Filztraditionen gepflegt, und rund die Hälfte der Bevölkerung bewohnt noch immer die landestypischen Jurten, die in vielen Aufnahmen zu sehen sind. Ein solches mongolisches Filzzelt stand im Herbst 2010 mehrere Monate auf dem Museumsvorplatz.
Die nun präsentierten Fotografien aus der Mongolei entstanden 2006 im Rahmen eines Projektes, das Tanja Knorr (Deutschland) und Simona Šafaríková (Tschechien) an einer Schule in einem Vorort von Ulan Bator durchgeführt haben. Die jungen Frauen organisierten dort drei Monate lang im Rahmen des europäischen Freiwilligenprogramms GLEN Bildungs- und Freizeitaktivitäten für Kinder.
Ziel dieser Projektarbeit war und ist es, auch ärmeren Kindern die Möglichkeit zu geben, ihre Freizeit sinnvoll und abwechslungsreich zu gestalten. Tanja Knorr und Simona Šafaríková interessierten sich vor allem für den Alltag der Kinder und die Lebensumstände ihrer Familien. Um authentische Bilder zu bekommen, verliehen die beiden Frauen ihre Kameras an einheimische Kinder, die dann selbständig Szenen ihres Alltagslebens fotografisch festhielten.
Zustande gekommen ist eine bunte Mischung von Fotos. Diese bringen dem Betrachter das Leben der Menschen in Ulan Bator und der Mongolei näher und lassen uns für einen Moment am Leben der mongolischen Kinder teilhaben. Vom Blick in eine spartanisch eingerichtete Küche, hin zur Ansicht einer Schamanin beim Vollzug einer religiöse Handlung im Freien, über ein Familienbild von Kindern mit ihrer Großmutter zur Betrachtung einer alten Frau auf einer verlassenen Vorortstraße werden viele unterschiedliche Facetten dargeboten. Durch die Kontraste in diesen Momentaufnahmen entsteht ein spannendes Gesamtbild eines Landes, das mehr zu bieten hat als Steppe, Pferde und Jurten.













