(openPR) Der Bischof von Speyer, Dr. Karl-Heinz Wiesemann, hat dem Ritterschlag des FCV zugestimmt.
Ein ganz neues Outfit bekommt in dieser Saison der "Ritter von der Hobelbank" - die Galanacht des FCV. Er findet am 22.01.2011 ab 19.11 Uhr im Spiegelsaal des CongressForums Frankenthal statt. Die Veranstaltung wird, was sie in der Vergangenheit schon einmal war: ein eleganter Ball. Über einen roten Teppich, flankiert von Fackeln, erreicht man einen festlich dekorierten Saal. In diesem sorgt diesmal eine 7-köpfige Showband (die Büddenbacher) für gute Tanzmusik und gegen Ende auch für mitreißende Partystimmung. Die zu ehrenden Ritter bewegen sich zukünftig, im Gegensatz zu früher, mehr im überregionalen Bereich. Es werden die zwei Direktorinnen des SWR Fernsehens, aus Mainz Frau Dr. Simone Sanftenberg und Stuttgart Frau Ingrid Felgenträger geehrt. Was uns sehr freut, ist, dass auch der Bischof von Speyer, Dr. Karl-Heinz Wiesemann, einem Ritterschlag des FCV zugestimmt hat. Dies zeigt, dass die Durchführung der Fernsehfastnacht der Vereinigung Badisch-Pfälzischer Karnevalvereine in der Dekoration des FCV für Bekanntheit und Akzeptanz sorgt. Weitere Highlights wie die Tänze der FCV Garden und Showelemente ergänzen diese Gala zu einem attraktiven Event.
Infos:
www.FCV-Ft-de
FCV von 1820 e.V.
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Ein bisschen Vereinsgeschichte
Jeder Verein hat seine Geschichte und seine Traditionen - hier finden Sie einige Worte zum FCV:
Nicht ganz einfach hatte es der Frankenthaler Carneval-Verein mit seinem Gründungsdatum - und mit den dazu passenden Jubiläen:
1970 schon 150-jähriges Bestehen oder 1975 erst 111-jähriges, 1986 vielleicht 100-jähriges oder 1996 "16x11" = 176. jähriges?
Anfangs der 60er Jahre veröffentlichte die Frankenthaler Lokalhistorikerin Anna Maus eine verdienstvolle Arbeit über "Karneval in Frankenthal vor 1864". Sie stützt sich dabei auf Anzeigen und Meldungen im "Frankenthaler Wochenblatt". Dort enthalten ist am 5. Februar 1820 eine Ankündigung folgenden Wortlautes zu lesen:
(Originaltext) "Künftigen Fastnacht-Dienstag wird Unterzeichnete in dem ehemaligen Philantropinsaale einen Ball geben, wobei man mit oder ohne Maske erscheinen kann. Der Eintrittspreis ist für jeden Herrn 1 fl.(Gulden) 12 kr (Kreuzer), für maskierte Frauenzimmer 36 kr. Der Anfang um 8 Uhr. Heller, Wittib".
Die Witwe Heller war also offenbar die (private) Veranstalterin und der "künftige Fastnacht-Dienstag war der 8. Februar 1820. In der gleichen Wochenblatt-Ausgabe lädt der Vorstand des "Vereins zu Frankenthal" seine Mitglieder zu einem Ball ein für "den nächsten Sonntag, den 6ten dieses Monats", demnach den Fastnachtsonntag.
Die Tätigkeit dieses "Vereins" erstreckte sich offenbar, wie bei vielen derartiger Unterhaltungs- und Geselligkeitsvereinen jener Zeit auch anderenorts, auf gesellig-vergnügliche Veranstaltungen. Von einem echten Karnevalverein kann noch keine Rede sein.
Historisch unbestritten ist nämlich die Tatsache, dass die so genannte Karnevalsreform, also die Gründung von eigentlichen Karnevalvereinen, erst von 1823 (Köln) und 1838 (Mainz) an auch in der Pfalz (1838 Kaiserslautern, 1840 Neustadt und Speyer) übernommen wurde.
Da passt schon eher ins Bild, wenn am Fastnachtsonntag 1843 von einem ersten Fasnachtsumzug des Frankenthaler Carnevalvereins durch die Straßen der Stadt berichtet wird. Erst fast zwei Jahrzehnte später (1864) erfuhr der karnevalistische Gedanke neuen Auftrieb durch die offizielle Gründung eines Carnevalvereins FCV der bis auf den heutigen Tag besteht und einen lückenlosen Nachweis erbringen kann" (Maus).
Die Widergründung 1954
Frankenthal hat also ohne jeden Zweifel eine sehr alte Fasnachtstradition, auf welches historische Datum man sich immer auch berufen will.
1954 wurde der Frankenthaler Carnevalverein formell wiedergegründet. Mit Corsofahrten am "11. im Elften", Neujahrsempfängen im Rathaus, Prunk- und Fremdensitzungen in den Räumen des damaligen Feierabendhauses und Rosenmontagsbällen gab er der Frankenthaler Fasnacht neue Impulse.
Bekannt und geschätzt sind manche Fasnachtsorden, vor allem die Porzellanorden, die an die berühmte Frankenthaler Porzellanmanufaktur erinnerten.