(openPR) In den letzten 20 Jahren sind das Tätowieren und die Tätowierung wieder stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit geraten. Zwar gab es Tätowierungen und die (Sub-)Kultur des Tätowierens schon immer. Aber die Dynamik und die Stellung, die es heute in der Gesellschaft einnimmt, ist sicherlich anders und bemerkenswert. Aktuell ist das Tattoo ein Teil der Popkultur geworden und spielt auch in der Jugendkultur eine wichtige Rolle.
Das soeben im Oldib Verlag erschienene Buch von Oliver Bidlo "Tattoo. Die Einschreibung des Anderen" nimmt besonders den Ausdruck und die Zeichenhaftigkeit des Tattoos in den Blick.
Wenn man sich gedanklich dem Thema Tattoo zuwendet, werden schnell verschiedene Bedeutungsdimensionen dieses Phänomens deutlich. Man kann über eine historische oder gesellschaftliche Gegenwartsanalyse nachdenken, über die Frage, warum Menschen sich tätowieren lassen, warum Menschen zum Tätowierer werden oder welche ästhetischen Aspekte das Thema Tattoo beinhaltet. Schaut man dann genauer auf den Vorgang des Tätowierens, fällt der Blick zuerst auf das Medium des Tattoos, die Leinwand, die es ein Leben lang beherbergen wird, die Haut. Darüber hinaus ist der zeichenhafte Vorgang des Tätowierens eingelassen in eine besondere soziale Situation, die sich zwischen dem Tätowierer und seinen Kunden abspielt, ist das Tätowieren selbst ein zeichenbehafteter Prozess. Wie aber hängen das Tattoo und das Tätowieren zusammen?
Auf den Punkt gebracht:
Das Tattoo ist eine Immobilie.
Das Tattoo ist ein theatrales Zeichen.
Das Tattoo ist ein Standpunkt und Anker.
Das Tattoo ist konservativ. Das Tattoo ist beheimatet in einer Zwischenwelt.
Oliver Bidlo: Tattoo. Die Einschreibung des Anderen. 104 Seiten. www.oldib-verlag.de













