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S+S bei der Entwicklung von Recyclingtechnologien weltweit führend

15.12.201010:36 UhrIndustrie, Bau & Immobilien
Bild: S+S bei der Entwicklung von Recyclingtechnologien weltweit führend
Im S+S Technikum stehen modernste Sortiergeräte mit innovativen Technologien für Produkttests zur Verfügung. (Foto: S+S)
Im S+S Technikum stehen modernste Sortiergeräte mit innovativen Technologien für Produkttests zur Verfügung. (Foto: S+S)

(openPR) Schönberg, Oktober 2010
Die S+S Separation and Sorting Technology GmbH mit Stammsitz in Schönberg, Landkreis Freyung-Grafenau, ist ein weltweit führender Entwickler und Hersteller von Detektions-, Separations- und Sortier-Systemen. Der Geschäftsbereich „Recycling/Sortingtechnik“ hat in den vergangenen drei Jahrzehnten ein Produktspektrum für die Wiederaufbereitung von Recyclingmaterialien (Altglas, Kunststoffe, Metall- und Elektronikschrott) entwickelt, das im Hinblick auf den Einsatz neuer Technologien, Vielseitigkeit und Qualität weltweit Maßstäbe setzt.



Aufgabe der von S+S hergestellten Maschinen ist es, aus den gesammelten Recyclingmaterialien die Fremdstoffe automatisch heraus zu sortieren. Fremdstoffe in Altglas sind zum Beispiel Kronenkorken, Steingut- oder Porzellanscherben, Scherben von Bildschirmgläsern oder von hitzebeständigem Kochgeschirr. Um die gesammelten Flaschen aus den Glascontainern wieder zu hochwertigem Behälterglas aufbereiten zu können, ist es für die Glashütten sehr wichtig, dass die Scherben frei von Störstoffen sind. Zu den Aufgaben der S+S Maschinen gehört auch die automatische Farbsortierung der Altglasscherben, denn die Glashütten verlangen insbesondere bei Weißglas farblich einwandfreie Ware. Das, was für die Wiederverwertung von Glasflaschen unabdingbar ist, gilt ebenso für den Recyclingprozess von PET-Flaschen, bevor diese wieder zu neuen Flaschen oder zu Textilfasern verarbeitet werden können. Sortiergeräte von S+S befinden sich weltweit im Einsatz und genießen technologisch und qualitativ einen sehr guten Ruf.

Im Boomjahr 2008 hatte S+S einen Umsatz von 25 Mio. Euro angepeilt. 27 Mio. Euro wurden schließlich erreicht. Umso krasser fiel der Einbruch 2009 aus. S+S meldete Kurzarbeit an. Es waren aber keine Entlassungen notwendig, die Mitarbeiterzahl blieb bei etwas über 200. Dass S+S die Krise (fast) unbeschadet überstand, war möglich, weil in der Vergangenheit keine Gewinne aus dem Unternehmen abgezogen wurden und somit eine komfortable Eigenkapitalausstattung geschaffen war. Zudem ist die Zusammenarbeit mit den Hausbanken langfristig und vertrauensvoll angelegt. Der Exportanteil von über 50 Prozent war weniger entscheidend, da sich die Krise weltweit breit machte.

Vom Einbruch 2009 besonders betroffen war der S+S Geschäftsbereich „Recycling/Sortiertechnik“. Peter Mayer, Vertriebsleiter Sortiertechnik bei S+S, über die Gründe und Auswirkungen: „Die Anschaffung einer Sortier-Maschine bedeutet eine hohe Investition und die Banken haben sich 2009 mit der Bewilligung von Krediten zurückgehalten. Viele Projekte wurden, wenn auch nicht gestrichen, so doch verschoben. Der Geschäftsbereich Recycling/Sortiertechnik hat die Krise als Chance genutzt und eine Neuorientierung vollzogen. Aspekte wie Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Umweltschutz wurden als Zukunftsthemen verstärkt in die Entwicklung neuer Technologien miteinbezogen. Die Anforderungen und Aufgaben in der Recyclingbranche entwickeln sich kontinuierlich weiter, ob es um die Aufbereitung neuer Stoffe etwa aus Photovoltaikanlagen, die Separation innovativer Materialgemische oder veränderte Prozesse geht. S+S sieht die Aufgabe darin, mit den Entwicklungen stets am Puls der Zeit zu bleiben und neue Herausforderungen gemeinsam mit den Kunden zu meistern. Aufgrund der Rohstoffknappheit und dem steigenden Bemühen, CO2-Emissionen zu reduzieren, gewinnt der Einsatz von Recyclingmaterialien an Bedeutung. Die Sortier-Systeme von S+S sind sowohl standardisierte als auch individuelle Komplettlösungen, die den Anforderungen nach Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung gerecht werden und die wirtschaftliche Rückgewinnung sowie profitable Rückführung von Sekundärrohstoffen in den Produktionskreislauf möglich machen. Ein Beispiel für eine gelungene technologische Neuentwicklung von S+S ist das Multisortiersystem Flake Purifier, das im Krisenjahr dem PET-Recycling-Markt vorgestellt wurde und mittlerweile eine tragende Säule für die positive Geschäftsentwicklung geworden ist.“

Basierend auf einem modularen Konzept, können im Flake Purifier bis zu drei Sensoren zur Fremdstofferkennung kombiniert werden. Neben den weiterentwickelten Sensoren zur Metall- und Farbseparation, hat S+S ein Hochleistungsmodul zur Erkennung von Fremdstoffen, wozu auch unterschiedliche Kunststoffarten gehören, ergänzt. Aus PET-Flakes werden somit z.B. PVC-Anteile oder auch Bio-Kunststoffe entfernt, die ansonsten für eine erhebliche Qualitätsverminderung des recycelten Materials verantwortlich sind.

Seit Anfang 2010 geht es in allen Wirtschaftsbereichen wieder bergauf, wovon auch S+S profitiert. Der Umsatz wird aber voraussichtlich noch unter Vorkrisen-Niveau bleiben. Mit dem Aufwärtstrend wird die Mitarbeitersuche wieder akut, sowohl bei Ingenieuren als auch im kaufmännischen Bereich (Vertrieb). Den Fachkräftemangel gleicht S+S aus, indem bei der Mitarbeiterauswahl der demografische Wandel berücksichtigt wird. Das heißt, es werden bewusst auch ältere Mitarbeiter, die über viel Erfahrung verfügen, eingestellt. Die Ausbildung eigenen Nachwuchses spielt bei S+S von je her eine wichtige Rolle und die Kooperation mit Hochschulen wird stetig weiter ausgebaut. Zur Zeit werden rund 30 Auszubildende und Praktikanten beschäftigt. Denn, um die Position der Technologieführerschaft zu erreichen und zu halten, braucht es vor allem qualifizierte, motivierte und loyale Mitarbeiter. Diese stammen überwiegend aus der Region und wissen die Vorzüge der S+S Heimatnähe zu schätzen. Die vielgescholtenen Nachteile der Region (schlechte Infrastruktur, schlechtes Image) werden durch die Vorteile, die das Unternehmen bietet (hohe Flexibilität, flache Hierarchien), wett gemacht. S+S kommt dabei auch zugute, dass es ein inhabergeführtes Unternehmen ist, das auf Kontinuität setzt und Sicherheit bietet.

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