(openPR) Kindergärten in Thüringen protestierten gegen Familienoffensive der Landesregierung
Thüringen, 01. Juni 2005,
Mehre hundert Luftballons mit „Falschgeld“ steigen am 01. Juni 2005 von verschiedenen Kindergärten in Thüringen in den Himmel. An jedem Ballon hing ein falscher 150-Euro-Schein, mit dem Bild von Dieter Althaus. Damit protestierten die Kindergärtenen gegen die geplante Familienoffensive der Landesregierung. „Die Familienoffensive ist eine Anti-Kindergarten-Offensive“, so der Tenor aus den Kitas. Wenn auch geschickt verpackt und als Wohltat getarnt. „Mit den falschen 150-Euro-Scheinen wollen wir zeigen, dass wir darauf nicht reinfallen“, so Karin Scharfenberg, Leiterin einer Einrichtung in Bad Salzungen. „Wir sagen: Danke Dieter, aber das ist Falschgeld.“
Mit dem Erziehungsgeld vom Land sollen die Eltern wählen können, ob sie ihr Kind in die Kita schicken, von einer Tagesmutter betreuen lassen oder es zu Hause behalten. Die Kommunen bekommen eine kindbezogene Investitionspauschale, die sie nach eigenen Vorstellungen für Spielplätze, Schulen oder eben Kindertagesstätten einsetzen können. Beratungsstellen sollen zukünftig über die neu zu gründende „Stiftung Familiensinn“ finanziert werden. Das Land zieht sich zurück. „Das klingt zunächst nicht schlecht. Das Problem ist nur, dass arme Eltern keine Wahl haben“, sagt Monika Müller, Kita-Leiterin aus Altenburg. Viele werden das Geld nehmen und ihre Kinder zu Hause lassen. „Aber so ist das ja wohl auch geplant.“ Denn das Konzept gehe von einem altmodischen Familienbild aus, bei dem Frauen zu Hause bleiben und sich selbst um ihre Kinder kümmern.











